EVIFA - virtuelle Fachbibliothek Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
  • enterFullscreen
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Globus, 19.1871

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 22.1872

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-747468
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-747468
Persistenter Identifier:
BV048483842
Titel:
Ich glaube - glaube ich
Untertitel:
Religiöse Bekenntnisse und Lebensanschauungen
Herausgeber:
Blask, Falk
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Panama Verlag
Erscheinungsjahr:
2011
Titel der Serie:
Berliner Blätter ; Heft 56 (2011)
Größe der Vorlage:
143 Seiten
Zusätzliche Information:
Beiträge teilweise deutsch, teilweise englisch. - CD-Beilage unter dem Titel: Die fünf Sinne als Einfallstore für das Geheimnis des Glaubens
Signatur:
LB 14032 B515-56
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Bibliografien und Nachschlagewerke
Sozial- und Kulturanthropologie > Religionsethnologie

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Berliner Blätter, Heft 56, 2011
Sonstige Person:
Blask, Falk
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Eintritt: ich glaube - glaube ich
Sonstige Person:
Blask, Falk
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 22.1872
  • Vorderer Einband
    Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft: No. 1. Juli 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 2. Juli 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 3. Juli 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 4. Juli 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 5. August 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 6. August 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 7. August 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 8. August 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 9. September 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 10. September 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 11. September 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 12. September 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 13. October 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 14. October 1872
  • Fahrten in Kambodscha
  • Noack, Th.: Aus deutschen Landen. Der Seebär auf der Ostsee
  • Burton, Richard: Ein Ausflug von Damaskus nach Palmyra
  • Otto Mohnicke über die geistigen Anlagen und den moralischen Charakter der Japaner. I.
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: No. 15. October 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 16. October 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 17. November 1872
  • Zeitschriftenheft: No.18. November 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 19. November 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 20. November 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 21. December 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 22. December 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 23. December 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 24. December 1872
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

216 Th . Noack : Der 
men des Seebären von den Bewohnern Lebas vernommen worden . Merkwürdig ist ferner die unten bestätigte That - fache , welche auch in Berliner Zeitungen berichtet wurde , daß etwa 3 Stunden nach dem »Ereigniß in Leba in der Frühe des folgenden Tages die See in dem gegen 20 Mei - len entfernten Kolberg bei anhaltend ruhigem Wetter und heiterstem Himmel so weit vom Ufer zurücktrat , daß man trocknen Fußes eine weite Strecke hineingehen konnte . Jedenfalls war also durch irgend eine locale Ursache eine sehr erhebliche Niveauveränderung in der See und damit eine Flnthwelle entstanden , welche nach 3 Stunden in einer Ent - fernnng von 20 Meilen ein bedeutendes Zurücktreten der See bewirkte . Ob freilich die Angabe der Zeitdifferenz znverläf - fig ist , muß dahingestellt fein . Das Zurückströmen des Waffers bei Kolberg muß allmälig erfolgt fein , davon einem starken Rückfluthen nichts berichtet wird . 
Ein ferneres Beispiel einer ungewöhnlichen Bewegung in der Ostsee wird ans dem Ende des vorigen Jahrhunderts ( etwa 1795 ) bei Heukenhagen , einem Dorfe östlich von Kol - berg , erwähnt . Dort war ein Schiff an den Steinriffen ge - strandet und bei ganz ruhiger See fuhr eine Gesellschaft auf Booten dorthin , um das Bergen der Ladung anzusehen . Plötzlich erschien ein kleines Wölkchen über der See , aus wel - chem einer der anwesenden Schiffer sofort Unheil prophe - zeite . Kurz darauf erhob sich das Meer und brauste unter fürchterlichem Toben mit solcher Gewalt dahin , daß die Wel - len über dem gestrandeten Schiffe zusammenschlugen , und die darauf anwesende Gesellschaft mit Mühe auf einem mit Leinsamen beladeueu Boote gerettet wurde . Ein ähnliches von demselben Prediger Müller zehn Jahre später beobach - tetes Ereigniß der Art ist zweifelhafter und gehört vielleicht weniger zu der Claffe der „ Seebären " . Als der Beobachter an einem Abende in der Dämmerung bei fast klarem Himmel von Kolberg fuhr , zog ein ganz kleines Wölkchen neben ihm in die See ; plötzlich erfolgten drei heftige Gewitterfchläge , begleitet von wolkenbruchartigem Regen ( wahrscheinlich erhob sich eben so plötzlich ein Sturm , der dann das Meer erregt haben wird ) . 
In hervorragendem Maße aber und an das Jahr 1779 erinnernd ereignete sich der Seebär im Juli 1867 bei Reist , einem Strand - und Badedörfchen nördlich von Köslin . Frei - lich war ich an dem Tage nicht selbst am Strande anwesend , habe aber so viele mündliche Berichte von Augenzeugen dar - über gehört , daß die Glaubwürdigkeit ganz nnbezweifelt tst . Etwa eine Stunde vor dem Ausbruch eines heftigen ters , aber noch bei klarer und ruhiger Lust , brauste plötzlich Nachmittags um 3 Uhr , fo weit man sehen konnte , eine mehrere Fuß hohe Fluthwelle mit hohem Schaumkamme gegen den Strand heran . Ein alter Gastwirth und früherer Schiffer war gerade beschäftigt , fein Pferd an einer Leine in der Ostsee zu schwemmen , was die Leute natürlich nur bei ganz ruhiger See unternehmen können . Ehe der Mann sich's versah , stand er bis an den Hals im Wasser . Die Wogen brandeten bis an die Dünen , was sonst dort , da der Strand breit ist , nur bei heftigem Sturme geschieht , und mit großer Mühe wurde der Mann mit dem Pferde gerettet . An dem - selben Nachmittage trat die See in dem 5 Meilen entfern - ten Kolberg ausfallend weit zurück und von vielen an den Strand geworfenen tobten Fischen wurde mir , dem damals die Sache vollständig neu war , auch erzählt . Das etwa etxte Stunde nachher eintretende Gewitter war allerdings von starkem Sturm begleitet , doch hatte sich vor dem Gewitter die See schon wieder beruhigt . 
Dies sind die mir bekannt gewordenen Fälle . Die An - ficht der Strandbewohner und Brüggemann's , daß der söge - nannte Seebär durch unterseeische Gewitter oder Stürme 
Seebär auf der Ostsee . 
entstehe , muß natürlich ohne Weiteres verworfen werden , eben fo wenig Grund hat Haken'sAnnahme von Wasserhosen oder einem Meteorfalle . Es bleibt also nur übrig anzunehmen , daß eine so ungewöhnliche locale Niveauveränderung der Ost - see durch einen local wirkenden Stoß oder Druck vou unten oder oben hervorgerufen wird , denn an den Einfluß von Ebbe und Fluth , deren angeblicher Nachweis an der hinterpom - merfchen Küste mir nach jahrelangen Beobachtungen mehr als zweifelhaft ist , kann ebenfalls nicht gedacht werden . Der erste der angeführten Fälle und auch das Ereigniß aus dem Jahre 1779 macht entschieden den Eindruck , als ob die Fluthwelle die Folge eines unterseeischen Erdbebens gewesen wäre . Es ist ja bekannt , daß bei den großen Erdbeben am und im Stillen Ocean Fluth wellen quer über den letztern von der japanischen Küste bis nach Californien laufen , während an der entgegengesetzten Küste das Meer Plötz - lich zurücktritt . Auch scheint das oben erwähnte Dröhnen wie die eigenthümliche Unruhe der Leute und Pferde auf dem Lande dafür zu sprechen . Jedenfalls wäre es interessant , wenn nachgewiesen würde , daß eine plötzliche Flnthbewegnng der Ostsee gleichzeitig mit einem etwa im nördlichen Europa stattfindenden Erdbeben eingetreten fei . So lange dieser Nachweis fehlt , muß auch diese Erklärung verworfen werden , und es bleibt nur die Annahme eines local über der Ostsee ausbrechenden Gewittersturmes übrig . Daraus würde sich zunächst das Rollen uud Brummen des Seebären erklären lassen . Donner , auch Kanonendonner , pflanzt sich sehr weit über das Meer fort . Im Juli 1870 während des Krieges mit Frankreich manöverirte eine russische Flottenabtheilung in der Ostsee etwa 15 Meilen von der ostpreußischen Küste , und wir Badegäste in Bauerhufen ( nordwestlich von Köslin ) hörten jeden Kanonenschuß wie einen lang hinge - zogenen Donner und fürchteten eine Beschießung von Dan - zig durch die Franzosen . In den beiden letzten Fällen war die Fluth wirklich von einem Gewitter begleitet oder gefolgt , und da die meisten Ereignisse der Art in die warme Jahreszeit fallen , fo ist diese Erklärung in der That die wahrscheinliche . Auch die durch die Fluth ans Land geworfenen Fifche haben ihren Tod durch die wiederholt ins Wasser fahrenden Blitze gefunden . Die Ausdehnung eines Gewitters ist eine fehr verschiedene , oft nur auf wenige Quadratmeilen beschränkt ; wenn dasselbe sich nur über der See entwickelt uud von einem heftigen Winde , der natürlich zunächst die Breite des Gewitters hat , begleitet ist , fo wird ein fo localisirter Gewit - tersturm auf feiner Bahn , welche vielleicht , wie die der Cy - clone , eine Cnrve beschreibt , eine entsprechende Fluthwelle vor sich her treiben . Diese plötzliche und starke Niveauverände - rnng des Meeres hat dann auf der entgegengesetzten Seite eine auffallende Ebbe zur Folge . Wenn nach den jahrelan - gen Beobachtungen des Geheimen Baurath Bausch ( früher in Köslin , jetzt in Berlin ) auch die Meeresströmungen an der hinterpommerschen Küste durch die entsprechende Luftströmung entstehen und bedingt sind , erscheint die Erklärung noch wahr - scheinlicher . Die Fluthwelle ist dann gleichsam ein über dem ruhenden oder in einer andern Richtung strömenden Was - ser dahinfließender Meeresstrom , wie der Gewittersturm ein zwischen den ruhenden oder entgegengesetzt sich bewegenden Luftschichten fluthender Luftstrom . Eine eigenthümliche Be - stätigung findet sich in der unter dem 29 . Juli dieses Jahres von der Insel Man berichteten Flutherscheinuug . Am Frei - tag um ein Uhr Morgens , als gerade Halbfluthzeit war , rauschte , während der Wind frisch vou Ost - Nord - Ost blies , in den Hasen von Douglas auf der Insel Man die Fluth in drei schnell auf einander folgenden ungeheuren Wogen . Eine große Anzahl von Schiffen wurde durch die Gewalt des Wassers von ihren Ankern losgerissen und erlitt beträcht -
	        

Download

Downloads

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Zitieren

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welche Farbe hat der blaue Himmel?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.