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Baessler-Archiv, 1.1911

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Baessler-Archiv, 1.1911

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715227
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715227
Persistenter Identifier:
BV047279274
Titel:
Im dunkelsten Afrika
Untertitel:
Aufsuchung, Rettung und Rückzug Emin Pascha's, Gouverneurs der Aequatorialprovinz : mit 150 Abbildungen und 3 Karten
Autor:
Stanley, Henry Morton
Übersetzer:
Wobeser, Hugo von
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
F.A. Brockhaus
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke
Geologie und Geographie
Geschichte

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713321
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713321
Persistenter Identifier:
BV047279498
Titel:
Im dunkelsten Afrika, 2. Band
Erscheinungsjahr:
1908
Signatur:
LB 18465 S787-2(6)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Vierunddreißigstes Kapitel. Nach der englischen Missionsstation am Südende des Victoria-Njansa
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 1.1911
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Register: Register
  • Zeitschriftenheft: Bd. 1, 1910, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 1, 1911, Heft 2
  • Titelseite
  • Impressum
  • Dempwolff, Otto: Sagen und Märchen aus Bilibili
  • Luschan, Felix v.: Zur Ethnographie des Kaiserin-Augusta-Flusses
  • Stönner, Heinrich: Ein brahmanisches Weltsystem. Beschreibung eines im kgl. Museum für Völkerkunde zu Berlin befindlichen Bildes
  • Crahmer, Wilhelm: Über Beilartige Waffen im indischen Kulturgebiet
    Crahmer, Wilhelm: Über Beilartige Waffen im indischen Kulturgebiet
  • Planert, Wilhelm: Religiöse Bettler in Südindien
  • Eichhorn, August: Beiträge zur Kenntnis der Waschambaa
  • Spiess, C.: Zum Kultus und Zauberglauben der Evheer (Togo)
  • Reiber, Josef: Kinderspiele in Deutsch-Neuguinea
  • Meyer, O.: Die Schiffahrt bei den Bewohnern von Vuatom (Neupommern, Südsee)
  • Wendler, J.: Zur Feuer- und Nahrungsbereitung der Marshall-Insulaner (Südsee)
  • Spiess, C.: Zum Kultus und Zauberglauben der Evheer (Togo)
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

190 
KARASEK-EICHHORN 
Stirbt bei den Waschambaa ein lediger Mann, so schneidet ein Greis vom mzugwa- 
Strauch, einer Labiale, die zu Dorfumzäunungen verwendet und deren Blätter zu Medizinen 
gebraucht werden, eine Rute ab, schlägt damit den Penis des Toten und spricht: mkazio, deine 
Frau. Stirbt eine ledige Frau, dann hält eine Greisin ein brennendes Holzscheit kizinga tscha 
moto vor das Hinterteil der Toten und sagt; mlumeo, dein Mann. 1 ) 
Gleich allem Toten wird die menschliche Leiche verabscheut. Der Waschambaa fürchtet 
sich einen Schädel in die Hand zu nehmen. 
Den Watschetschu, wie man die Wasegeju nennt, und die insgesamt für schlechte 
Menschen gehalten werden, sagt man nach, daß sie Leichen benutzen. 
Die Waschambaa haben den Glauben, daß infolge des Todes und Begräbnisses eines 
Menschen die Erde sich an diesem Tage ausdehne (mtschange wimba); wer sich zu der Zeit 
mit der Hacke eine Verwundung zuzieht, muß sterben. 
Die „schlecht Gestorbenen“ z. B. Selbstmörder, legt man in Felsenhöhlen; dort sind sie 
den Geistern näher. 
Karasek lachte einmal laut, als er eine Zeitungsnotiz aus der Schweiz gelesen hatte, 
nach der ein Raucher gewünscht haben sollte, ihm in den Sarg eine Pfeife, zwei Pfund Tabak 
und zwei Päckchen Streichhölzchen zu legen; er erzählte von diesem Sonderling den Wascham 
baa; sie meinten, da sei nichts zu lachen; jener Mann habe gewollt, daß sein Geist später 
auch rauchen könne. 
Ihr Ahnenhaus haben die Wapanda in Ngere, in der Gegend von Bumbuli; dieses 
Dorf wird von den Wakilindi nie betreten. Das Opferfest feiert man im Nuine-Tal; die 
Stelle befindet sich bei Djaila und sie ist durch eine große Messingspange in der Form 
eines lateinischen C näher bezeichnet. 
Den Wuaschi, die Jäger sind, sagen die Waschambaa nach; „Wenn einer stirbt, so 
bleibt von ihm nur der Köcher übrig.“ 
Selbstmord kommt bei den Waschambaa häufig vor. Die Motive sind namentlich: 
1. Gröbliche und grundlose Beschimpfung des Sohnes oder der Tochter seitens der Eltern. 
Gewöhnlich verteidigt sich der beleidigte Teil mit den Worten: „Ich arbeite doch täglich für 
dich, ich gebe dir meinen Verdienst, auch mein Weib arbeitet auf den Feldern . . .“ Sodann 
geht z. B, der Sohn weg, zerschlägt einen Topf (Rachezauber) und hängt sich auf oder (was 
jetzt öfters geschieht) zieht in die Fremde. 
2. Beleidigung von Vater oder Mutter seitens eines der Kinder. 
3. Streitigkeiten zwischen Geschwistern. 
4. Neid; so wenn z. B. ein Sohn eine Ziege von den Eltern geschenkt erhält und der 
andere leer ausgeht. 
5. Todesfall eines der Ehegatten; der Überlebende erhängt sich. 
Von Selbstmord aus Not durch totalen Vermögensverlust oder aus Liebesgram hat Karasek 
nie etwas gehört. 
Frauen und Mädchen nehmen sich meistens aus Furcht vor den Folgen unerlaubten geschlecht 
lichen Verkehrs oder aus Gram, daß der Vater sein Kind als solches nicht anerkennt, das Leben. 
In den Augen des Volkes gilt Selbstmord als etwas Verdammenswertes; daher werden 
die Selbstmörder nicht begraben, sondern in Felsenhöhlen oder im Busch niedergelegt; dort 
wird ein Baumstamm gefällt und über den Leichnam gewälzt. Mit Ausnahme der Axt, des 
Buschmessers, des Speeres und Schwertes wirft man seine Habe, besonders seine Kleidung, 
ebenfalls in den Busch. 
Der Baum, an dem sich jemand erhängt hat, wird mit seinen Wurzeln ausgegraben; man 
schlachtet eine Ziege und wirft den Inhalt der Därme sowie ihre Knochen in das Loch, wo 
1) Bei den Suaheli ist es Sitte, daß sich die Ehefrau über ihren sterbenden Mann beugt und ihre Vagina 
über seinen Penis hält (nach Karasek).
	        

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