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Rügensche Volkskunde

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Rügensche Volkskunde

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713257
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713257
Persistenter Identifier:
BV047253690
Titel:
Rügensche Volkskunde
Herausgeber:
Haas, Alfred
Erscheinungsort:
Stettin
Verlag:
Verlag von Arthur Schuster
Erscheinungsjahr:
1920
Signatur:
LB 24028 H112
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
3. Stammeszugehörigkeit und Charakter
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Rügensche Volkskunde
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Kapitel: 1. Volksdichte und Siedelungsverhältnisse
  • Kapitel: 2. Altsächsische Bauernhäuser und Rauchkaten
  • Kapitel: 3. Stammeszugehörigkeit und Charakter
  • Kapitel: 4. Volkstracht und Volkssprache
  • Kapitel: 5. Sage und Märchen
  • Kapitel: 6. Aberglaube, Sitte und Brauch
  • Sachregister: Register
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

lehrt, ist der Name des Roggens gleichfalls von demselben Stamme Rog d. i. Ge 
richt, Gemeindeversammlung abzuleiten, wie Rügen; wahrscheinlich nämlich ist 
der Roggen als (neues) Hauptbrotkorn nur als Gemeindeeigentum gebaut worden, 
wie denn der Anbau einer Gemeindefrucht auch bei anderen Völkern üblich ist. 
So führt also der eine Forscher den Namen Rügen bez. Rugier aus „Rog" 
in seiner ursprünglichen Bedeutung, der andere auf „Rog" in einer abgeleiteten 
Bedeutung zurück, und der Umstand, daß der Name von zwei ganz verschiedenen 
Seiten, von der sprachlichen und von der archäologischen Seite, auf denselben 
Wortstamm zurückgeführt wird, bietet wohl eine Gewähr für die Richtigkeit 
dieser Ableitung. 
Bei Beginn der großen Völkerwanderung, die man gewöhnlich mit dem 
Einbrüche der Hunnen in Europa im Jahre 375 nach Christi Geburt ihren 
Anfang nehmen läßt, sind die Rugier, unter Zurücklassung eines Teiles ihrer 
Volksgenossen aus der Insel, in südöstlicher Richtung ausgewandert, haben 
die Oder erreicht und dann, dem Laufe dieses Flusses folgend, den Paß zwischen 
Sudeten und Karpaten überschritten; darauf sind sie durch das Tal der March 
ans linke Donauufer gegenüber vom heutigen Wien gelangt, wo sie im neuen 
„Rugiland" längere Zeit ansässig blieben, um endlich mit Odoaker und mit 
dem Ostgotenkönig Theoderich dem Großen nach Italien zu ziehen (nach Wilser). 
Daß ein Teil der Rugier bei der Auswanderung ihrer Volksgenossen 
nach dem fernen Süden aus der Insel Rügen zurückblieb, entspricht einerseits 
der Gepflogenheit anderer germanischer Stämme und ergibt sich andererseits 
aus einzelnen Ortsnamen, wie Haardt (Monatsbl. 1919, S. 10), Hundbruck, 
Hunnenbäk, Ruuger Barg u. a. (Quickborn XII 99); vgl. weiter unter S. 12. 
Im sechsten — nach Bandoli erst im 7.-8. —- nachchristlichen Jahrhundert 
wälzte sich dann die slawische Volkswelle von Osten her über die nur dünn be 
siedelten südlichen Oftseeländer heran, und bei dieser Gelegenheit wurde auch die 
Insel Rügen von einem zu den Belataben oder Milzen gehörigen Stamm be 
setzt, der sich das Volk der Ranen oder Runen nannte. Die Entstehung dieses 
Namens haben wir uns (nach Bandoli) vielleicht so zu denken, daß die zuge- 
wanderten Slawen sich den Namen der auf der Insel zurückgebliebenen Rugier 
aneigneten, wobei sie den scharfen G-Laut weich aussprachen und ihre slawischen 
Endungen anhängten; so entstand der Name Bnsani, der in Bani oder Buni 
gekürzt wurde, während die Insel als Bujana, Buja, Bana bezeichnet wurde. 
In den slawischen Ranen sind die an Zahl und Widerstandskraft gewiß 
nur schwachen Reste der germanischen Rugier aufgegangen. Adam von Bremen 
(sein Werk reicht bis 1072), Helmold (bis 1172) und Saxo Grammatikus 
(bis 1185) wissen nichts mehr von germanischen Volksresten auf der Insel 
zu berichten, und als im Jahre 1168 das Christentum auf Rügen eingeführt 
wurde, war die Bevölkerung der Insel eine rein slawische. Als dann aber 
bald nachher die Einwanderung deutscher Kolonisten aus dem Westen Deutsch 
lands einsetzte, begann für die rügenschen Slawen ein höchst ungleicher und 
völlig aussichtsloser Kampf ums Dasein, in welchem die letzteren als die an 
Kultur Schwächeren notwendigerweise unterliegen mußten und auch tatsächlich, 
unterlegen sind. Die deutschen Einwanderer siedelten sich mit Genehmigung 
und unter dem Schutz der Landesfürsten von vorneherein auf den fruchtbarsten 
Ländereien an und sicherten sich dadurch, daß sie sich allerlei Vorrechte erteilen 
ließen, die günstigsten Existenzbedingungen. Die Slawen aber wurden bald 
mehr und mehr auf die unfruchtbaren, bisher nur wenig oder gar nicht kulti- 
ir
	        

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