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Baessler-Archiv, 5=30.1957

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Baessler-Archiv, 5=30.1957

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715162
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715162
Persistenter Identifier:
BV046024230
Titel:
Symbolik und Mythologie der alten Völker besonders der Griechen
Autor:
Creuzer, Friedrich
Sonstige Person:
Mone, Franz Joseph
Erscheinungsort:
Leipzig ; Darmstadt
Verlag:
bei Heyer und Leske
Zusätzliche Information:
Provenienz: Gebrüder Grimm. - Ab Band 5: "fortgesetzt von Dr. Franz Joseph Mone". - Ab Band 5 unter dem Titel: Symbolik und Mythologie der alten Völker
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > Jacob und Wilhelm Grimm > Märchen-Handbibliothek
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Religionsethnologie

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-712549
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712549
Persistenter Identifier:
BV046024259
Titel:
Symbolik und Mythologie der alten Völker besonders der Griechen, 2. Theil
Erscheinungsjahr:
1820
Signatur:
Q 32200:2:'2':F8
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > Jacob und Wilhelm Grimm > Märchen-Handbibliothek

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Viertes Capitel. Von den Religionen des vorderen und mittleren Asiens
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > Jacob und Wilhelm Grimm > Märchen-Handbibliothek

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 5=30.1957
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 5, 1957, Heft 1
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 5, 1957, Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Glück, Julius F.: Museale Ausstellungsprobleme und die Tibet-Ausstellung des Linden-Museums
  • Leerseite
  • Menzel, Brigitte: Museum und Schule
  • Leerseite
  • Disselhoff, H. D.: Polychrome Keramik in der Nordperuanischen Küstenzone
  • Leerseite
  • Hotz, Gottfried: Indianische Bilderschriftszenen auf einer Wapitihaut
  • Leerseite
  • Krieger, K.: Das Schicksal der Benin-Sammlung des Berliner Museums für Völkerkunde
  • Koch, Gerd: Das Eigentum auf Neukaledonien
  • Lommel, A.: Australische Felsbilder und ihre ausseraustralien Parallelen
  • Leerseite
  • Meier, Karl: Ein bisher unveröffentlichter Reisebericht Engelbert Kaempfers
  • Zeitschriftenrezension: Kleine Kunstgeschichte der Vorzeit und der Naturvölker. — Herausgegeben von Hans Weigert
  • Zeitschriftenrezension: Giffen-Duyvis, Guda E. G. van: De Azteken
  • Zeitschriftenrezension: Afrikanische Masken. — Achtundvierzig Aufnahmen von Margot Noske
  • Zeitschriftenrezension: Kelemen, Pál: Medieval American Art. Masterpieces of the New World before Columbus
  • Zeitschriftenrezension: Anais do XXXI Congresso Internacional de Americanistas, Sao Paulo, 23 a 28 de agôsto de 1954. Organizados e publicados por Herbert Baldus
  • Leerseite
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt [nach Autoren sortiert]
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Baessler-Archiv, Neue Folge, Band V 
217 
tötete es und zählte Coup auf dasselbe (das Weib trug ein Kleid aus dunkel 
blauem Tuch). Dann ritt er wieder (in der untersten Reihe) ganz nach 
rechts und zählte Coup auf ein Tipi (das konnte man in einem Lager, das 
man angegriffen hatte, tun, da es wegen der unbekannten Bewohner ein 
gewagtes Unternehmen war). Die Heldentat war um so größer, als er in 
einiger Entfernung von dem Tipi abstieg, zu Fuß auf dasselbe losging und 
den Coup mit seiner Reitpeitsche zählte. Die Fußspuren zeigen, daß er dann 
zu seinem Gaul zurückkehrte und weiterritt. Zwischen dem Töten des Weibes 
und der letzten Heldentat (vielleicht aber erst nachher) erbeutete er drei 
Pferde. Wahrscheinlich rammte er auch hier seine Lanze in den Boden, bis 
er auf das ganz rechts stehende Zelt Coup gezählt hatte. Was der halb grün, 
halb rot gefärbte, oben zugespitzte, stabähnliche Streifen 4 neben der 
Lanze bedeutet, ist unklar. 
Ganz oben reiten die fünf Angreifer mit 27 erbeuteten Pferden, von 
denen einige angebunden gewesen waren, nach Hause. Der Krieger mit dem 
Schild ist aber nicht dabei. Oben rechts verfolgt einer der Krieger zu Fuß 
ein Pferd, dessen Vorderbeine zusammengebunden sind (a hobbled horse). 
Die Sättel auf den Pferden sind Männersättel, deren mit Leder überzogene 
Hornbogen rund sind (es gibt auch eckige). Das eine ledige Pferd hat einen 
wohl von Weißen erhandelten oder erbeuteten Cowboy-Sattel, der halb 
mexikanischen Stil aufweist. 
Durch den Gebrauch der Fußspuren (von Menschen und Pferden) 
konnten die Indianer eine Reihenfolge von Ereignissen in 
einer Zeichnung in Zeit und Raum darstellen, während unsere Illu 
strationen immer nur einen unendlich kurzen Augenblick wiederzu 
geben vermögen. Dadurch gehört eine solche pictographische Aufzeichnung 
eigentlich schon nicht mehr in das Gebiet realistischer Illustration, 
sondern sie wird bereits Bilder-Schrift. 
Nach dieser trockenen und sachlichen Beschreibung wollen wir wieder 
zu den nomadischen Pferderäubern zurückkehren, denn es dürfte sich recht- 
fertigen, die Untersuchung mit dem Bericht eines Augenzeugen abzuschließen, 
der, wenn auch mehr als Zuschauer am Rande des Geschehens, doch mit 
4 In der Pictographie der Schwarzfuß bedeuten rot bemalte Stäbe nach 
C. W i s s 1 e r : The Social Life of the Blackfoot Indians, 1911, sticks, painted 
red, S. 43, „Zusammentreffen mit Feinden und deren Bekämpfung“. Wäre der 
nicht entzifferte farbige Streifen ein in gleicher Weise übersetzbarer Stab, so 
könnten die in der Nähe abgebildeten Lanzen von besiegten Feinden stammen 
und Einzelkämpfe andeuten, die nicht mehr bildlich dargestellt wurden, weil der 
dazu erforderliche Platz fehlte. Mit diesen Lanzen zeichnet er kaum seine eigene, 
denn an deren hinterem Ende (über seinem Hinterkopf gut sichtbar) hängt eine 
Adlerfeder, die er bei allen dreien seiner Selbstporträte nicht vergessen hat.
	        

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