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Globus, 71.1897

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Globus, 71.1897

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715792
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715792
Persistenter Identifier:
BV044937847
Titel:
Beiträge zur Ethnologie und darauf begründete Studien
Autor:
Bastian, Adolf
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Verlag von Wiegandt und Hempel
Erscheinungsjahr:
1871
Titel der Serie:
Zeitschrift für Ethnologie. Supplement ; 1871
Signatur:
LA 7600.1-1871
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 71.1897
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXXI. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LXXI. Bande
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 4. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 9. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 16. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 23. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 30. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 13. Februar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 20. Februar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 27. Februar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 6. März 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 13. März 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 20. März 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 27. März 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 3. April 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 10. April 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 17. April 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 24. April 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1. Mai 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 15. Mai 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 22. Mai 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 29. Mai 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 5. Juni 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 12. Juni 1897
  • Palleske, R.: Sven Hedins Rückkehr von seiner Forschungsreise durch Mittelasien
  • Henning, L.: Madagaskar unter französischer Herrschaft. II.
  • Abbildung: Fig. 9. Ansicht von Antsiafabositra
  • Abbildung: Fig. 10. Hovagrab in der Umgegend von Andriba
  • Abbildung: Fig. 11. Das Gebirge von Ambohimènes
  • Abbildung: Fig. 12. Haus der Hova
  • Abbildung: Fig. 13. Das Dorf Ankazobé
  • Abbildung: Fig. 14. Kathedrale von Antananarivo
  • Abbildung: Fig. 15. Prinz Ratsimamanga, Oheim der Königin, erschossen 15. Oktober 1896
  • Abbildung: Fig. 16. Rainandriamampandry, Minister des Innern, erschossen 15. Oktober 1896
  • Stenin, N. v.: Die Permier. II.
  • Bülow, W. v.: Samoanische Schöpfungssage und Urgeschichte. Zur Kritik der ethnologischen Forschung in der Südsee
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 19. Juni 1897
  • Sonstiges: [Inhalt; Eingegangene Neuigkeiten; Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

370 
L . Henning : Madagaskar unter französischer Herrschaft . 
erschien Ranavalo wieder , in rotem Sammetkleid , mit dem königlichen Diadem geschmückt ; die Musikanten spielten wieder die Hovahymne , während Kanonenschüsse der draufsen harrenden Menge das Ende des Bades der Königin anzeigten . Nachdem sie wieder auf ihrem Sessel Platz genommen , bespritzte sie alle nunmehr an ihr defilierenden mit dem Wasser ihrer Badewanne , welches indessen stark mit Eau de Cologne parfümiert war . Jeder Vorbeipassierende hielt eine kleine rede , nach welcher er ein kleines Geschenk , 1 bis 2 Piaster , in die Hände einer am Fufse der Estrade sitzenden Verwandten der Königin legte . Als alles vorbei , hielt Ranavalo mit langsamer Stimme eine Ansprache , indem sie das neue Jahr ankündigte , ihren Unterthanen Glück wünschte und ihnen empfahl , Frankreich zu achten . Damit war die Feier beendet . 
Während nun innerhalb der Palasträume sich eine liche Scene abspielte , war in dem Hovareiche selbst , nur etwa 40 km von der Hauptstadt entfernt , von Eingeborenen unter der Führung eines fanatischen Zauberers ein lischer Missionarsamt Frau und Tochter ermordet worden . Sengend und brennend verbreiteten sich diese Fanatiker 
Fig . 15 . Prinz Ratsimamanga , Oheim der Königin , erschossen 15 . Oktober 1896 . 
durch das Land , alles verwüstend , was sich ihnen in den Weg stellte . Die Königin , von dem Vorkommnis richtet , sandte sofort einen Offizier mit einer Anzahl Eingeborenen ihnen entgegen , doch wurden auch diese von dem fanatischen Haufen massakriert . Ranavalo er - liefs infolgedessen eine Proklamation an allen Mauern der Stadt , in welcher sie die Rebellen als Verräter des Vaterlandes erklärte und Preise auf ihre Köpfe setzte . Doch war es hiermit nicht gethan ; auch an anderen Orten des Reiches fanden Auflehnungen gegen die zösische Herrschaft statt . 
Hocquard trat Ende Dezember 1895 die Heimreise über Tamatave an , nachdem er noch kurz vorher der Landung des von der französischen Regierung als resident von Madagaskar eingesetzten Herrn Laroche beigewohnt hatte . Der frühere Minister Rainilaiarivony war inzwischen als Gefangener nach Algier verbracht worden , woselbst er im vorigen Jahre auch gestorben ist . Gleichzeitig mit Laroche kamen auch eine Anzahl Jesuitenpatres an , offenbar zu dem Zwecke der ganda . Madagaskar ist bekanntlich der einzige stantische Staat Afrikas gewesen , auch die Königin und ihr Haus bekannten sich zum Protestantismus . 1818 wurde das Christentum auf der Insel zuerst von der „ Londoner Missionsgesellschaft“ eingeführt , die Jesuiten erschienen 
erst im Jahre 1861 . Anstatt nun , dafs die letzteren ihre wahre Missionsarbeit in der Erziehung der borenen zu brauchbaren Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft suchten — es hat , nebenbei bemerkt , nicht den mindesten Sinn , einem Naturvolk , gleichviel welchem Stamme es auch angehören mag , irgend ein religiöses Glaubensbekenntnis einimpfen zu wollen , da der mensch für philosophische Spekulationen absolut kein Verständnis hat —■ liefsen dieselben sich vielmehr in unmittelbarer Nähe der protestantischen Missionen nieder und suchten die Eingeborenen auf alle nur mögliche Weise zu sich hinüberzuziehen . Es entstand hierdurch , wie leicht begreiflich , - eine starke Spannung zwischen beiden Missionen , die schliefslicb , da die Jesuiten sich um Beistand nach Frankreich wandten , 1885 zum Kampfe führte . Ebenso entschieden war der Feldzug des Jahres 1894 ein Werk der Jesuiten und ihrer Verwaltung . Laroche , ein Protestant , scheinbar der Lage nicht gewachsen , wurde im Oktober 1896 berufen und an dessen Stelle General Gallieni zum Generalresidenten von Madagaskar ernannt . Dieser glaubte nun der Lage besser Herr werden zu können , 
Fig . 16 . Rainandriamampandry , Minister des Innern , erschossen 15 . Oktober 1896 . 
indem er am 15 . Oktober 1896 den Onkel der Königin , Ratsimamanga , und Rainandriamampandry , welcher seit dem Frieden Minister des Innern war , auf dem Platze Andahalo erschiefsen liefs , da die beiden die schaft Frankreichs nicht anerkennen wollten ( Fig . 15 u . 16 ) . Razafinanantsoa , Justizminister und Onkel der Königin Ranavalo ; Razanakombana , Gesetzminister ; Ravelonanosy , Oberbürgermeister von Tananarivo ; Rainitahina , Gemahl der Amme der Königin , sowie die Tante der Königin , Ramasindrazana , wurden aus dem gleichen Grunde nach der Insel Réunion verbannt , wohin ihnen im März dieses Jahres die Königin Ranavalo Manjaka selbst nachfolgte . Auch diese letzte That ist ein Werk der unter Gallieni zu mächtigem Einflüsse gekommenen Jesuiten . Wie ich einer neuesten Statistik entnehme , haben selben jetzt folgende Hauptpunkte inné : 1 . Tananarivo und Imerina mit 30 Patres ; 2 . Fianarantsoa mit 15 Patres , einer Schule der Christlichen Brüder und vier Schulen der Schwestern des H . Josef von Clugny ; 3 . Tamatave mit drei Brüdern , einer Brüder - und einer schule ; 4 . Fort Dauphin , vor zwei Jahren von den Patres Chenay und Champenon gegründet . 
Unmittelbar nach der Absetzung der Königin und ihrer Verbannung nach Réunion liefs Gallieni die in Ambohimanga , der heiligen Stadt der Ilovas , ruhenden
	        

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