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Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 3.F. 1=31.1901

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CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 3.F. 1=31.1901

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748169
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748169
Persistenter Identifier:
BV047109242
Titel:
DGV-Informationen
Untertitel:
Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde
Erscheinungsort:
Marburg
Verlag:
DGV
Erscheinungsjahr:
1970
Signatur:
LA 2260
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-749259
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-749259
Persistenter Identifier:
1758626800309
Titel:
DGV-Informationen, 127.2018
Untertitel:
Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde
Autor:
Deutsche Gesellschaft für Volkskunde
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
DGV
Erscheinungsjahr:
2018
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 2260
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Nr. 127, 2018, Heft 1
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Sonstiges

Strukturtyp:
Sonstiges
Titel:
Ausschreibungen
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 3.F. 1=31.1901
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Korrekturen: Druckfehler und Verbesserungen
  • Zeitschriftenheft: Bd. 31, 1901, Heft 1/2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 31, 1901, Heft 3/4
  • Zeitschriftenheft: Bd. 31, 1901, Heft 5
  • Zeitschriftenheft: Bd. 31, 1901, Heft 6
  • Winternitz, M.: Die Flutsagen des Alterthums und der Naturvölker
  • Fuchs, Karl: Über das Székler Haus
  • Reinecke, P.: Die La Tène-Funde vom Gräberfeld von Reichenhall
  • Nachruf: Wilhelm Tomaschek
  • Zeitschriftenrezension: Literaturberichte
  • Autorenindex: Autoren-Register
  • Sachregister: Sachregister
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1901
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

395 — 
Dass die Rettung des Helden mittels eines Schiffes stattfindet (5a), ist nichts beson- 
jeres. Hingegen ist die »Arche« oder ein verschließbarer Kasten (56) ein sehr charakte- 
ristischer Zug. Ganz besonders charakteristische und darum auch nur in einzelnen wenigen 
Sagen vorkommende Züge sind ferner das Mitnehmen von »Lebenssamen« (7), das Aus- 
senden von Vögeln u. dgl. (9a)'), das Opfer des Helden (10f) und der Regenbogen (109). 
Die Schlechtigkeit der Menschen als Ursache der Flut ist zwar ein naheliegendes 
Motiv und daher nicht so charakteristisch, wie die eben erwähnten Züge; aber immerhin 
zeigen die zahlreichen Fälle, wo gar keine Ursache der Flut angegeben ist (1a), und die 
verschiedenen anderen Ursachen (1c—g), dass jenes ethische Motiv keineswegs selbst- 
verständlich ist. 
Was über die Entstehung und den Verlauf der Flut selbst (2) in den Sagen erzählt 
wird, bietet nichts Bedeutsames für die Frage nach historischen Zusammenhängen. Eben- 
sowenig von Belang ist es für diese Frage, ob die Flut als eine locale oder eine 
ıniversale geschildert wird (3). 
Ein minder charakteristischer, aber doch keineswegs allgemeiner und selbstver- 
ständlicher Zug ist es, dass ein Held — gewöhnlich ein braver, frommer Mann — allein 
ıder mit seiner Gattin oder mit Weib und Kind gerettet wird (4a—c). Und von derselben 
Art ist der Zug, dass der Held von einem göttlichen Wesen vorher gewarnt wird (6a); 
ler »alte Mann«, der in einigen Sagen an Stelle des Gottes erscheint (66), sowie die 
vorherwissenden Thiere (6c) dürften nur als unbedeutende Varianten des wissenden und 
warnenden Gottes aufzufassen sein. Ein bedeutsamer und darum immerhin auch charakte- 
vistischer Zug ist es, dass dieser Held der Stammvater oder Erzeuger eines neuen Menschen- 
reschlechtes wird (10a, 6). 
Sehen wir nun, wie sich die Flutsagen in Bezug auf die eben erwähnten charakte- 
ristischen Züge zu einander verhalten. Der leichteren Übersicht halber bezeichne ich die 
einzelnen Züge mit Buchstaben, und zwar: 
A — Die verschließbare Arche 
3 = Das Mitnehmen von »Lebenssamen- 
7 = Aussendung von Vögeln u. dgl. 
D — Das Opfer 
6 — Der Regenbogen 
FW — Das ethische Motiv 
7 — Rettung eines Helden 
H — Die Vorhersagung 
” — Erneuerung des Menschenzgeschlechtes 
5) In den meisten Fällen sind es Vögel, welche ausgesandt werden: Taube, Schwalbe und Rabe in 
der babylonischen, Rabe und Tauben in der hebräischen Sage; eine Taube bei den Mandanen (und Twana); 
aine Krähe bei den Lummi; Geier und andere Vögel bei den Mexikanern. Bei den Odschibwä (Algonquin, 
Nr. 43) wird zuerst der Vogel Loon, dann eine Moschusratte ausgesandt, die Erde zu suchen, während bei 
Sac- und Fox-Indianern (Algonquin, Nr. 44) ein großer Fisch und bei den Tinne (Nr. 45) Biber, Fischotter, 
Moschusratte und Ente nacheinander in die Tiefe tauchen, um die Erde heraufzubringen. Bei den Papago 
ist es der Coyote und bei den Makusi eine Ratte, welche ausgeschickt werden. Alle diese Versionen gehen 
wohl auf die Aussendung von Vögeln zurück. Dieser Zug erklärt sich aus dem Brauch der alten Seefahrer, 
Dei gefährlichen Meerfahrten »Raben und Tauben als landwitternde Vögel« gewissermaßen als Compasse 
Mitzunehmen, wie namentlich Otto Keller (Rabe und Krähe im Alterthum, im 1. Jahresbericht des wissen- 
schaftlichen Vereines für Volkskunde und Linguistik in Prag, 1893, S. 10fg.) überzeugend dargethan hat. 
Joseph Dahlmann (Das Mahabhärata als Epos und Rechtsbuch, Berlin 1895, S. 179) hat denselben Schiffer- 
rauch bei den Indern nachgewiesen. Siehe auch Usener 254.
	        

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