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Zeitschrift für Ethnologie, 67/68.1935/36

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 67/68.1935/36

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748169
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748169
Persistenter Identifier:
BV047109242
Titel:
DGV-Informationen
Untertitel:
Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde
Erscheinungsort:
Marburg
Verlag:
DGV
Erscheinungsjahr:
1970
Signatur:
LA 2260
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-749277
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-749277
Persistenter Identifier:
1758626120707
Titel:
DGV-Informationen, 126.2017
Untertitel:
Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde
Autor:
Deutsche Gesellschaft für Volkskunde
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
DGV
Erscheinungsjahr:
2017
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 2260
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Nr. 126, 2017, Heft 2. Wirtschaften. Kulturwissenschaftliche Perspektiven. 41. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv). 20. bis 23. September 2017, Marburg
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 67/68.1935/36
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Impressum
  • Zeitschriftenheft: Bd. 67, 1935, Heft 1/3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 67, 1935, Heft 4
  • Zeitschriftenheft: Bd. 67, 1935, Heft 5/6
  • Inhaltsverzeichnis: Namen- und Sachregister
  • Impressum
  • Werbung
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft: Bd. 68, 1936, Heft 1/3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 68, 1936, Heft 4/6
  • Kroll, Huber: I. Abhandlungen und Vorträge. Die Siegerländer Haubergswirtschaft und ihre Geräte
  • Lehmann-Nitsche, Robert: König Midas hat Eselohren. Eine kostümgeschichtlicher Erklärungsversuch
  • Lehmann-Nitsche, Robert: Die sprachliche Stellung der Choropí (Gran Chaco). (Nachschrift.)
  • Speiser, Felix: Über Kunststile in Melanesien
  • Müller, Günter: Juden in Tripolis
  • Protokoll: II. Verhandlungen. Außerordentliche Sitzung Montag, den 21. September 1936
  • Protokoll: Ordentliche Sitzung Sonnabend, den 24. Oktober 1936
  • Protokoll: Ordentliche Sitzung Sonnabend, den 21. November 1936
  • Protokoll: Ordentliche Sitzung Sonnabend, den 19. Dezember 1936
  • Zeitschriftenrezension: lll. Literarische Besprechungen. Neuhaus P. K. Das höchste Wesen, Seelen- und Geisterglaube, Naturauffassung und Zauberei bei den Pala Mittel-Neu-Mecklenburgs. Beobachtungen und Studien der Missionare vom Hlst. Herzen Jesu in der Südsee. Bd. 1
  • Zeitschriftenrezension: Castellanos, J., El pelo en los Cubanos
  • Zeitschriftenrezension: Castellanos, J., El peso corporal en los delincuentes de Cuba. "El siglo 20"
  • Zeitschriftenrezension: Herbert Tischner, Die Verbreitung der Hausformen in Ozeanien. Studien zur Völkerkunde Bd. 7
  • Zeitschriftenrezension: Alfred Kühn, Berichte über den Weltanfang bei den Indochinesen und ihren Nachbarvölkern. Ein Beitrag zur Mythologie des Fernen Ostens
  • Zeitschriftenrezension: Diedrich Westermann, Die Glidyi-Ewe in Togo, Züge aus ihrem Gesellschaftsleben. Mitteilungen des Seminars für orientalische Sprachen an der Universisät Berlin. Beiband zum Jahrgang 38
  • Zeitschriftenrezension: Gieseler, W., 1936, Abstammungs- und Rassenkunde des Menschen. I. Teil
  • Zeitschriftenrezension: Weinert, H., Ursprung der Menschheit. Über den engeren Anschluß des Menschengeschlechts an die Menschenaffen
  • Zeitschriftenrezension: Weinert, H., Menschen der Vorzeit. Ein Überblick über die altsteinzeitlichen Menschenreste.
  • Zeitschriftenrezension: Schemann, L., Deutsche Klassiker über die Rassenfrage
  • Zeitschriftenrezension: Schultz, B. K., Rassenkunde deutscher Gaue. Bauern im südlichen Allgäu, Lechtal und Bregenzer Wald
  • Zeitschriftenrezension: Märker, F., Charakterbilder der Rassen
  • Zeitschriftenrezension: Geipel, G., Anleitung zur erbbiologischen Beurteilung der Finger- und Tastleisten.
  • Zeitschriftenrezension: Sieglin, W., Die blonden Haare der indogermanischen Völker des Altertums. Eine Sammlung der antiken Zeugnisse als Beitrag zur Indogermanenfrage
  • Zeitschriftenrezension: Fürst, C. M., Zur Kenntnis der Anthropologie der prähistorischen Bevölkerung der Insel Cypern
  • Zeitschriftenrezension: Die Deutsche Volkskunde. Bd. I. Textband. Bd. II. Bilderatlas. Herausgegeben vonb Adolf Spamer
  • Zeitschriftenrezension: Richard Wolfram, Schwerttanz und Männerbund
  • Zeitschriftenrezension: Deutsches Volkstum. Herausgegeben von John Meier. Band 4: Friedrich Pfister, Deutsches Volkstum in Glauben und Aberglauben. Band 5: Paul Geiger, Deutsches Volkstum in Bitte und Brauch
  • Zeitschriftenrezension: Immenroth, W., Kultur und Umwelt der Kleinwüchsigen in Afrika. Studien zur Völkerkunde
  • Zeitschriftenrezension: Germann, Paul, Die Völkerstämme im Norden von Liberia, Ergebnisse einer Forschungsreise im Auftrage des staatlich-sächsischen Forschungsinstituts für Völkerkunde in Leipzig in den J ahren 1928/29
  • Zeitschriftenrezension: Wilhelm Blohm, Die Nyamwezi. Gesellschaft und Weltbild
  • Zeitschriftenrezension: Heinz Wieschhoff, Die afrikanischen Trommeln und ihre außerafrikanischen Beziehungen
  • Zeitschriftenrezension: Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Bd. VI. Herausgegeben von Hoffmann Krayer und Bächtold
  • Literaturverzeichnis: IV. Eingänge für die Bibliothek
  • Inhaltsverzeichnis: Namen- und Sachregister
  • Leerseite
  • Impressum
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

  
  
286 Robert Lehmann-Nitsche: 
Tanzes überhórt worden war]. Erschrocken nahm der Kónig sein Barett ab, 
so daB man seine Ohren sah, und fiel in Ohnmacht. Nachdem er wieder zu 
sich gekommen war, entschüdigte er die Witwen und Mütter der um- 
gebrachten Haarschneider. 
Alfred Nutt meint übrigens, daB wie eine andere auch die Geschichte 
von den Pferdeohren auf den Labhraidh übertragen wurde, “a fact which 
seems to indicate that the mediaeval Irish litterateurs found him a con- 
venient person to whom classical legends might safely be attributed !).'* 
Im nórdlichen Wales war es March Amheirchion, einer der Krieger 
Kónig Arthurs und Lord von Castellmarch, der Pferdeohren hatte. Die 
Barbiere tôtete er jedesmal, und an der Stelle, wo ihre Leichen begraben 
wurden, sproßte Rohr. Daraus schnitt sich einmal jemand eine Pfeife. 
Diese gab keinen anderen Ton von sich als: ,,; March Amheirchion hat Pferde- 
ohren‘. March hätte den unschuldigen Mann wahrscheinlich getötet, 
konnte aber selber dem Instrument keinen anderen Ton entlocken. Als 
er erfuhr, wo das Rohr gewachsen war, gab er sich keine Mühe mehr, die 
Morde und seine Ohren zu verheimlichen. Diese Erzählung stammt aus 
jener Zeit, wo Pfeifen aller Art und nicht die Harfe das Lieblingsinstrument 
in Nordwales waren?). 
Daß die Erzählung auch in Cornwallis bekannt war, erschließt 
Rhys (Studies S. 70, Anm. 2) aus einer Stelle bei Malory X 27: „the laye 
that sire Dynadan made Kynge Marke / the whiche was the werste lay that 
euer harper sange with harp or with ony other Instrumentys.“ 
Ohne Herkunft- und Quellenangabe (es heißt nur, daß er in Wales 
und Irland im Umlauf sei) ist folgender kurzer Text3); er hinterläßt 
den Eindruck, als ob er aus der Erinnerung an Gelesenes zusammenge- 
schrieben wurde. March ab Meirchion hatte Pferdeohren, und um die Sache 
vor den Leuten zu verbergen, tótete er den Barbier jedesmal nach Er- 
ledigung seiner Aufgabe. Auf der Stelle nun, wo deren Leichen begraben 
wurden, wuchs Róhricht; aus einem Rohre davon machte sich einer der 
Barden Marchs eine Pfeife, und diese lie nur den fatalen Satz hören, 
daß March ab Meirchion Pferdeohren habe. Der erzürnte König würde den 
Musikanten getötet haben, ließ sich aber überreden, die Pfeife selber zu 
blasen, und dabei entdeckte er, daß das Instrument und nicht der Mu- 
sikant Schuld daran war. 
Aus der Bretagne sind drei Fassungen unserer Erzählung bekannt ge- 
worden; die älteste lautet folgendermaßen): 
!) Nutt, The Aryan expulsion-and-return-formula in the folk and hero 
tales of the Celts. The Folk-Lore Record, IV, p. 33, Anm., London 1881. 
?) Rhÿs, Celtic folklore, Welsh and Manx, I, p. 233—234, Oxford 1901. 
3) Cox (Marian Roalfe), An introduction to folk-lore, p. 78, London 1895. 
^) [Cambry,] Voyage dans le Finistére, ou état de ce département en 
1794 et 1795, IL, p. 287, Paris, an VIT de la République Française. — Hiernach 
übernommen von Alfred de Nore [Pseud. des Marquis Adolphe de Chesnel], 
Coutumes, mythes et traditions des provinces de France, p. 219—220, Paris- 
Lyon 1846 (schreibt den Namen: Portzmarc’h), und danach von Édélestand du 
Méril, Études sur quelques points d'archéologie et d'histoire littéraire, p. 432, 
Paris-Leipzig 1862; Auszüge bei Kóhler (Anhang zu Stokes a. a. O. p. 507) und 
Sébillot (Titel in der nächstfolgenden Anmerkung) p. 328. 
Cambrys Original vom an VII de la République Française ist deutsch 
überarbeitet worden: Reise durch einen Theil des westlichen Frankreichs. Nach 
einem französischen Originale, von Christian August Fischer, Berlin 1803; die 
uns interessierende Stelle steht S. 141—142. Die Übersetzung derselben ist 
ungenau und zum Schlusse unvollständig; der Ortsname ist Porsmarch ge- 
schrieben, was belanglos ist, aber zum Schlusse heißt es, daß der Freund das. 
Geheimnis ,,in ein kleines Loch am Meere hineinrief. Was geschah ? Kaum waren. 
die Worte hineingeflüstert, so sproften drei Schilfróhre daraus hervor, die in 
einem fort sagten: „Der König von Porsmarch hat Pferdeohren! Der König 
von Porsmarch hat Pferdeohren !* 
  
  
 
	        

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