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Curare, 12.1989

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Curare, 12.1989

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748835
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748835
Persistenter Identifier:
1731674842418
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 145.2020
Untertitel:
ZfE = Journal of social and cultural anthropology : JSCA
Weitere Titel:
ZfE
Herausgebendes Organ:
Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie
Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
2020
Größe der Vorlage:
Online-Ressource
Signatur:
LA 7600
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 145, 2020, Heft 2, Special Issue: Rethinking the Mediterranean
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Titelseite

Strukturtyp:
Titelseite
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Curare
  • Curare, 12.1989
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Zeitschriftenheft: Vol. 12 (1989) 1
  • Zeitschriftenheft: Vol. 12 (1989) 2
  • Titelseite
  • Sonstiges: Zum Titelbild: Das Asmat-Haus in Heidelberg
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt Vol. 12, 2/89
  • Autorenindex: Die Autoren dieses Heftes
  • Amelsvoort, Vincent van: The Traditional Healer, an Asmat Fallacy?
  • Schumacher, Ernst: Dorfhebammen in Papua Neu Guinea. Versuch einer praktisch angewandten Ethnomedizin
  • Protokoll: Kongressbericht VI. Internationaler AIDS-Kongress in Montreal (4.-9. Juni 1989)
  • Protokoll: Bericht über das 1. Kolloquium des Arbeitskreises "Kulturvergleichende Medizinische Anthropologie"
  • Protokoll: Kongreßbericht zur XIth International Conference on The Social Sciences and Medicine 1989
  • Sonstiges: Tagungskalender
  • Giese, Claudius Cristobal: Die Diagnosemethode eines nordperuanischen Heilers
  • Werbung
  • Ewald, Dagmar: Der Fuchsbandwurm. Wissen und Verhalten verschiedener Bevölkerungsgruppen in Südbaden
  • Werbung
  • Schmädel, Dieter: Ayurveda - Medizinsystem im Wandel
  • Sich, Dorothea: Zur Geschichte der Medizin und der Geburtshilfe in Korea
  • Werbung
  • Zeitschriftenrezension: Buchbesprechungen / Book Reviews Jacobson-Widding Anita and Westerlund David (eds.) 1989: Culture, Experience and Pluralism. Essays in African Ideas of Illness and Healing
  • Zeitschriftenrezension: Helmers, Sabine 1989 Tabu und Faszination: Über die Ambivalenz der Einstellung zu Toten
  • Zeitschriftenrezension: Pélicier Yves (Hrsg.) 1988 Les Ecoles de Vienne
  • Zeitschriftenrezension: Tellenbach, Hubertus 1987 Psychiatrie als geistige Medizin
  • Sonstiges: Zum Diskussionsbeitrag von Ina Rösing in Curare 4/88
  • Zeitschriftenheft: Vol. 12 (1989) 3/4
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

‚20 
Hauptthemen ‚Kultur‘, ‚Erfahrung‘ und ‚Plura- 
lismus‘ zu gliedern, erscheint mir ebenfalls als 
mißglückt. Zwar enthält die erste Gruppe im 
wesentlichen die angesprochen strukturanalyti- 
schen Versuche und entspricht damit dem The- 
ma. In der zweiten und dritten Gruppe gibt es 
aber einige Arbeiten, die zu beiden Themen 
gehören und damit austauschbar wären, das be- 
deutet natürlich, daß die gegebenen Themen 
oder übergeordneten Kategorien zu künstlich 
(oder zu ‚westlich‘) waren. Zu kritisieren wären 
auch die Einleitungen zu den drei Teilen. Wäh- 
rend sich D. Westerlund für den dritten Teil mit 
einer Übersicht begnügt, strebt A. Jacobson- 
Widding für die beiden ersten Teile eine theore- 
tisch ausgerichtete Zusammenfassung an, zu der 
sie allerdings im wesentlichen ihre eigenen Posi- 
tionen einbringt, die mich nicht überzeu gen. Ich 
würde für diese Aufgabe M.-L. Swantz, die zu- 
sammen mit S.R. Whyte für die vielleicht inter- 
essanteste und fruchtbarste Arbeit zeichnet, 
mehr Kompetenz einräumen. 
Einige der Arbeiten liefern auch Beschrei- 
Books curare 2/89 
bungen einzelner Fälle. Die Aufnahme und Ana- 
Iyse solcher ‚case studies‘ halte ich für die wich- 
tigste Aufgabe der Fedforschung, weil sie allein 
die Totalität von ‚psychosozialen Netzwerken‘, 
also die unmittelbare Befindlichkeit von er- 
krankten Individuen, beleuchten und damit die 
Quelle für alle weiteren Überlegungen und In- 
lerpretationen (Strukturanalysen, wechselseiti- 
ge Erhellung) bilden; außerdem sind alle Falls- 
tudien auch für den ‚Arzt‘ sehr lehrreich. Über 
die ihnen folgenden, oft notwendigen (quantita- 
ven) Gewichtungen, aus den ‚strukturalen‘ 
Überlegungen und Interpretationen und den da- 
mit gefundenen (manchmal nützlichen, mitunter 
auch überflüssigen) Begriffen würde ich dann 
schließlich den Vorstoß zu den universal-huma- 
hen Grundideen erwarten, deren vertiefte Er- 
kenntnis natürlich wiederum auch für den hei- 
lenden Praktiker bedeutsam wäre. 
Dr. phil. Paul Hinderling 
Blumenstr, 9 
6601 Eschringen 
HELMERS, Sabine 1989 Tabu und Faszination: Über die Ambivalenz der E instellung zu Toten, 
Berlin/Hamburg: Reimer, 349 S., 20 Abb. 
Mit dieser Veröffentlichung ihrer Dissertation 
hat die Autorin ein in mehrfacher Hinsicht au- 
Bergewöhnliches Buch vorgelegt, in dem sie 
Sich mit irrationalem Denken und Archaik in der 
zeitgenössischen Industriegesellschaft ausein- 
andersetzt, Am Beispiel der Bundesrepublik 
Deutschland, einem der bisher wenig erforsch- 
ten Regionen der Ethnologie Westeuropas, un- 
tersucht sie einen Bereich, der wie kein zweiter 
von Irrationalität geprägt ist: die Einstellung und 
das Verhalten gegenüber Toten, In einer „Phä- 
nomenologie der Leiche“ beschreibt Helmers 
den Weg des Toten vom Exitus bis zur letzten 
Ruhestätte an den in unserer Kultur üblichen 
Zwischenstationen Krankenhaus, Pathologie, 
Beerdigungsinstitut, Krematorium und Fried- 
hof, wo sie jeweils eigene Recherchen anstellte. 
Zu ihren Erhebungen gehören darüber hinaus 28 
Tiefeninterviews mit Personen, die beruflich mit 
Leichen in Berührung kommen (Kranken- 
schwestern und -pfleger, Medizinstudenten und 
Mediziner, Zivildienstleistende u.a.). Dabei 
zeigt sich nicht nur, daß der Kontakt mit Toten 
aus dem Leben immer weiter ausgegrenzt wurde 
und angstvoll gemieden wird, sondern auch, daß 
selbst Personen, die einen routinierten Umgang 
mit Leichen entwickeln mußten, verschiedene 
pseudorationale, magische Schutzhandlungen 
durchführen, um sich vor einer Gefahr durch den 
Toten zu schützen, die rational nicht besteht. 
Die Leiche ist, auch oder gerade in der eigenen 
aufgeklärten Kultur — so verdeutlicht Helmers — 
tabu, gefährlich, abstoßend und erschreckend, 
der Umgang mit ihr von Meidungsgeboten und 
symbolischen Abwehrhandlungen bestimmt. 
Der Tote erweckt aber daneben auch Neugierde, 
ist aufregend und faszinierend. Im zweiten Teil 
ihrer Phänomenologie der Leiche stellt die Au- 
torin den „echten Leichen“ der Pathologie die 
„falschen Leichen“ der Museen, Gruselkabinet- 
te und Horrorfilme gegenüber. Anhand von Ne- 
krophilie, dem Zusammenhang von Liebe, Tod 
und Erotik, von Gruselfilmen und schwarzem 
Humor, untersucht sie die menschliche Faszina- 
tion am Toten und klärt die Unterschiede zwi- 
schen bedrohlichen „echten“ und faszinierenden 
Friedr. Vieweg & Sohn Verlag, Braunschweig/Wiesbaden
	        

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