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Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011

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Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717768
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717768
Persistenter Identifier:
BV047109142
Titel:
Münchner Beiträge zur Völkerkunde
Untertitel:
Jahrbuch des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
ISSN:
0936-837X
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Verl. d. Staatl. Museums für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
1988
Signatur:
LA 4770
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717852
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717852
Persistenter Identifier:
1696937525650
Titel:
Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011
Untertitel:
Jahrbuch des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Verl. d. Staatl. Museums für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
2011
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 4770
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 14, 2010/2011
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
August Hermann Franckes (1870-1930) Bearbeitung der Serindien- und Ladakh-Sammlung Francke/Körber im Völkerkundemuseum München aus dem Jahre 1928 Die Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München I
Sonstige Person:
Francke, August Hermann
Richtsfeld, Bruno J.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Münchner Beiträge zur Völkerkunde
  • Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Zeitschriftenheft: Bd. 14, 2010/2011
  • Nachruf: László Vajda 3. Februar 1923-14. November 2010
  • Leerseite
  • Fiedermutz-Laun, Annemarie: George Alexis Montandon (1879-1944) - Leben und Werk In Memoriam László Vajda (1923-2010)
  • Leerseite
  • Kecskési, Maria: Besessenheitsriten bei den Mwera in Südost-Tansania Aufzeichnungen von Meinulf Küsters OSB 1927-1928
  • Leerseite
  • Langer, Ernst: Das Schneckenhorn - ein Blasinstrument von Derwischen in Indien/Pakistan und in Iran?
  • Leerseite
  • Francke, August Hermann: August Hermann Franckes (1870-1930) Bearbeitung der Serindien- und Ladakh-Sammlung Francke/Körber im Völkerkundemuseum München aus dem Jahre 1928 Die Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München I
  • Scherman, Lucian: Der Briefwechsel Lucian Scherman - Albert von Le Coq und die Gründe für das Scheitern einer Serindien-Abteilung am Völkerkundemuseum München. Die Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München II
  • Leerseite
  • Jäger, Ulf: Die kulturgeschichtlich-archäologischen Bestände der Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München Die Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München III
  • Leerseite
  • Walravens, Hartmut: Wer war B. V. Dolbetov?
  • Leerseite
  • Fuchs, Walter: Te-sheng t'u [...] (Schlachtenbilder) Aus dem Nachlass herausgegeben
  • Leerseite
  • Fuchs, Walter: Anhang: Weiteres Schlachtenbildermaterial Nach Notizen und eigenen Aufzeichnungen zusammengestellt
  • Laufer, Berthold: Berthold Laufer (1874-1934) Sammlung japanischer Alltagsgeräte für das American Museum of Natural History
  • Beran, Harry: A (war?) canoe from the Massim region of Papua New Guinea and its relationship to rare dance paddles from the D’Entrecasteaux Islands
  • Leerseite
  • Klein, Dieter: Expeditionen des Missionars Wilhelm Diehl ins Hinterland der Astrolabe-Bucht (Deutsch-Neuguinea) um 1910
  • Schifko, Georg: Betrachtungen zu einer ursprünglichen Maori-Keule im Lichte der Theorie Gustav Klemms von der Vorbildwirkung natürlicher Formen in der materiellen Kultur
  • Schifko, Gerorg: Anmerkungen zu einem Mollusken-Motiv auf einem japanischen Helm des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
  • Thode-Arora, Hilke: Tradition und Kreativität: eine kleine Sammlung moderner Flechtwerke niueanischer Frauen
  • Leerseite
  • Protokoll: Bericht des Direktors über die Aktivitäten des Staatlichen Museums für Völkerkunde München 2009/2010
  • Leerseite
  • Sonstiges: In der Reihe "Münchner Beiträge zur Völkerkunde" sind bisher erschienen [...]
  • Leerseite

Volltext

65 
I. Vorbemerkung 
Das Staatliche Museum für Völkerkunde München besitzt eine – wenn auch die kleinste – von 
lediglich drei archäologischen Sammlungen in deutschen Museen aus dem Tarimbecken 
(»Serindien«)1, 
dem südlichen Teil von Ostturkestan/Xinjiang 
(China)2. 
Die beiden anderen 
Sammlungen befinden sich in Berlin (Sammlung Grünwedel/Le Coq) und im Übersee- 
Museum Bremen (Sammlung Trinkler). Der Serindien-Bestand des Völkerkundemuseums 
München setzt sich zusammen 1.) aus der Sammlung Francke/Körber, 2.) aus vierzehn Kopien 
buddhistischer Wandmalereien, die Albert Grünwedel auf der 3. Berliner Turfan-Expedition 
1Sir Aurel Stein prägte den Namen »Serindia« als übergeordnete Bezeichnung für die Kulturen des Tarim- 
beckens vor der Islamisierung des Gebietes ab etwa dem 10. Jahrhundert. Dieser Begriff wird in seiner im 
Deutschen eingebürgerten Form »Serindien« im Folgenden für die vorislamischen Kulturen Ostturke- 
stans/Xinjiangs verwendet. 
2Vgl. dazu Jäger 2006: 60. – Der in Russland zu Beginn des 19. Jahrhunderts geprägte und in Europa ver- 
breitete Name »Ostturkestan (-turkistan, -türkistan)« war ursprünglich auf das Tarimbecken begrenzt, d.h. 
auf das Gebiet südlich des Tianshan-Gebirges, die Regionen nördlich davon waren als Ili-Gebiet und als 
Dsungarei bekannt. Nach Eroberung aller dieser Gebiete durch die Bannertruppen des Mandschukaisers 
Qianlong bis 1759, wurde daraus 1884 eine neue, Xinjiang (Sinkiang; »Neue Grenze«) genannte Provinz 
geschaffen. Nach Gründung der Volksrepublik China erklärte man die turksprachige Bevölkerung des Ta- 
rimbeckens, die vorher meist als »Turki«, »Osttürken« oder »Sarten« bezeichnet worden war und sich al- 
lenfalls der jeweils eigenen Oase zugehörig fühlte, aber weit von einem sogenannten Nationalgefühl ent- 
fernt war, zur Nationalität der »Uighuren« (weitere Umschriften: 
Ujγur, 
Ujghur, Uyghur, Uygur; chin.: 
Weiwu’er)«, die Region zum »Autonomen Gebiet Xinjiang der Uygur-Nationalität« (chin.: Xinjiang Wei- 
wu’er zizhiqu; neu-uighur.: 
ŠinğaŋUjγur 
Aptonom Rajoni). Zur Vermeidung von Verwechslungen mit 
den Uighuren des 8.–13. Jahrhunderts wird diese Nationalität in westlichen Werken bisweilen auch »Neu- 
Uighuren« genannt (z.B. Gabain 1979: 38, 177b, 185a). Während die Volksrepublik China den Namen 
»Ostturkestan« ablehnt, benutzen ihn die Anhänger der Unabhängigkeitsbewegung zusammen mit den Be- 
zeichnungen Sherqiy Türkistan, Uyghuriye oder Uyghuristan; als Name der Bevölkerung wird von letzte- 
ren ebenfalls »Uyghur« verwendet. In dieser Region leben traditionell neben den Neu-Uighuren und zuge- 
wanderten Chinesen (neu-uighur.: Xänzu, von chin. Hanzu) vor allem in der »Dsungarei« weitere Ethnien 
wie Daghuren, Kirgisen, Kasachen, Mandschu, Mongolen, Russen, Sibe und Tadschiken. Traditionell 
grenzte sich die musulmanische Tarimbevölkerung scharf gegenüber den ebenfalls dort lebenden, Chine- 
sisch sprechenden Dunganen (Dong’an, Donggan, Hanhui oder Huihui) oder Hui genannten Moslem ab (s. 
z.B. Le Coq 1926: 33, 60; Hu Nai’an 1969: 143f.), auch die Bewohner der Lop-Nor-Region (»Loplik«) und 
die Dolanen (chin.: Duolan, Dulan) um Maralbaschi (Le Coq 1916: 152–154; Hu Nai’an 1969: 136) wur- 
den von den ostturkestanischen Türken nicht als ihresgleichen behandelt (Le Coq 1926: 97). 
August Hermann Franckes (1870–1930) 
Bearbeitung der Serindien- und Ladakh-Sammlung Francke/Körber 
im Völkerkundemuseum München aus dem Jahre 1928 
Die Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München I 
Bearbeitet und herausgegeben von 
BRUNO J. RICHTSFELD
	        

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