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Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011

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Bibliographische Daten

fullscreen: Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717768
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717768
Persistenter Identifier:
BV047109142
Titel:
Münchner Beiträge zur Völkerkunde
Untertitel:
Jahrbuch des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
ISSN:
0936-837X
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Verl. d. Staatl. Museums für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
1988
Signatur:
LA 4770
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717852
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717852
Persistenter Identifier:
1696937525650
Titel:
Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011
Untertitel:
Jahrbuch des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Verl. d. Staatl. Museums für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
2011
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 4770
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Inhalt
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 2.1862
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
  • Inhaltsverzeichnis: Verzeichniß der Illustrationen
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Der heilige Berg Athos, seine Klöster und seine Mönche
  • A.: Ein Blick auf Mexiko und die Republiken im spanischen Amerika. I. Die Blutmischungen und ihr Einfluß
  • Lambert's Rückreise von Timbo in Futa Djalon nach St. Loius im Senegal
  • Abbildung: Hütten der Soninke an der Nordgränze von Futa-Djalon
  • Abbildung: Djalonke. Sori Ibrahima. Fula von reinem Blute
  • Fröbel, Julius: Chontáles in Central-Amerika, das Land der edelen Metalle
  • Thomas Hutchinson's Fahrten im Niger-Delta
  • Unglaube und Zweifelsucht in der Geographie
  • R-r., E.: Die neapolitanischen Volksstämme. I. Die Apulier und Irpiner
  • Besteigung der Maladetta
  • R.: Das Braunauer Ländchen
  • Aus Westindien
  • Der südamerikanische Strauß
  • Ein Besuch beim alten Bonpland
  • Kleine Nachrichten
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

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Lmllbert's Rückreise von Timbo iit Futa - Djalon nach '2t . Louis am Senegal . 
genug für Cocagne : „ Im Leibe dieser Beiden ( er meinte mich und meinen Dolmetscher ) säßen die Kugeln besser , als im Laufe meines Gewehrs . " — Cocagne sagte mir das zu spät , sonst hätte ich sofort Genugthuung von Sori Ibrahima verlangt . 
Zwischen Foknmba n»d Kebali kam ich wieder an den Falemesluß , und zwar au derselben Stelle , wo ich ihn vor zwei Monaten überschritt . Er war jetzt drei Fuß tiefer und strömte außerordentlich rasch ; der Boden hat dort ein starkes Gefälle . Statt der Brücke diente ein qnerübergeworfener Baumstamm , der nur wenig über dem Wasserspiegel lag . 
Eine Stunde von Kebali verließ ich die nach Westen ziehende Straße , die mich nach Kakandy geführt haben würde , schlug dann den Weg nach Norden ein , der nach Bondn zieht , und kam am 22 . Juni unweit Labe vorüber , dessen mit einem Strohdach gedeckte Moschee ich aus der Ferne sah . Ich bestimmte die Lage der Stadt ; sie hat gewiß zehntausend Einwohner und ist die bedeutendste in ganz Fnta Djalon . Ich konnte sie aus zweierlei Gründen nicht besuchen . Einmal war mir , wie schon bemerkt , der Hänpt - ling sehr feindlich gesinnt , sodann verbietet ein altes Her - 
kommen den Weißen , diese Stadt zu betreten . Deswegen konnten auch Mollieu und Hecqnard nicht nach Labe hinein . Man sagte mir , die Einwohner knüpften einen seltsamen Aberglauben an den Fluß Dumbele , welcher bei der Stadt fließt ; demgemäß darf kein Weißer ihn sehen . Er kommt vom Kolimaberge und ergießt sich in den Faleme . 
Am 24 . Morgens verließ ich Kessenra , zog dann um den Tonturnberg bis zum gleichnamigen Dorfe , und kam über eine Linie von Höhenkämmen , welche das Becken des Kakriman von jenem des Gambia trennen . Die Haupt - quellen beider Ströme entspringen ans diesem Spitzberge Tonturu , und ihre beidenThäler sind , gleich jenen des Senegal und Faleme , nur durch eine Boden - schwellnng von einander getrennt . Jenseit des Dorfes über - schritt ich den Gambia , welcher von nun an Dimma heißt ; diesen Namen führt er bei den Eingeborenen bis zur Müu - dung . Er ist aber hier nur erst cht winziges Wasser , über welches man aus einem Baumstamm hinwegschreitet . Dann kam ich etwa um Mittag nach Tulu und dort packte mich etit Nervenzittern , das mir große Pein verursachte . Von jener Zeit an habe ich über Alles was vorging , keine klare 
Eriuueruug ; ich weiß zum Beispiel uicht , wie ich am andern Morgen von Tnlil fortgekommen bin , und habe nur eiu unbestimmtes Bild davon , daß ich beinahe in eine jähe Schlucht hinabgerollt wäre . Mein Nervenzittern wurde so arg , daß ich laut aufschrie und meine Begleiter ersuchte , mich platt auf die Erde zu legen . Aber es regnete in Strömen , der Boden war mit Wasser bedeckt , und deshalb hörten sie nicht auf meine Worte . Ich verlor das Bewußtsein . Man brachte mich wieder nach Tulu , wo ich süus Tage laug zwischeu Lebeu und Tod schwebte . 
Erst am 30 . Juni Abends kam ich wieder zu mir selbst . Die Schwarzen hatten schon geglaubt , ich sei todt , und hatten geweint ; dann wollten sie mich ohne Weiteres bei - scharren , und sie wären auch sofort au's Werk gegangen , wenn mein getreuer Dolmetscher , Cocagne , sie nicht daran verhindert hätte . Er fühlte , daß mein Herz noch schlug . Einige Tage später war ich außer Gefahr , aber mich schauderte bei dem Gedanken , daß ich so nahe daran gewesen war , lebendig begraben zu werden . Ich befahl also , mich , falls ich unterwegs sterben sollte , in einen hohlen Baum zu legen . 
Fula von reinem Blute . 
Als ich am 30 . Juni die Augen wieder aufschlug , stand ein schwarzer Mann von riesigem Wüchse neben mir . Diese Erscheinung hätte mich unter anderen Umständen erschrecken können , aber ich sah auch ettte Pendeluhr , eiueu großen Schrank und einen gewaltigen Kompas . Was war das ? Nichts weiter als meine Taschenuhr , mein Taschenkompas und das Felleisen mit meinen Papieren . Der Riese war Niemand anders als mein getreuer Cocague . Meine Augen waren mit Blnt unterlaufen , und Alles nahm gigantische Verhältnisse an . Es bleibt übrigens seltsam genug , daß ich dann schou nach einer halben Stunde auf die Jagd gehen konnte ; ich fühlte nur uoch ein wenig Schwäche und einen Schmerz im Nacken , der mich erst lange nachher verließ . 
Als ich das Dorf Tulu verließ , lageu vor mir nach Nordosten die Berge Pellat und Suudumali , von welchen viele Zuflüsse des Gambia und Rio Grande herab kommen . Der Suudumali schien 800 bis 900 Meter höher zu sein , als der Punkt , von welchem ich ihn sah . Das würde mindestens 3000 Meter Höhe über dem Meere ergebeu , doch ist diese Schätzung vielleicht noch zu gering . Ulnar hat mich wiederholt versichert , daß auf deu höchsten
	        

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