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Zeitschrift für Ethnologie, 46.1914

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Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 46.1914

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717768
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717768
Persistenter Identifier:
BV047109142
Titel:
Münchner Beiträge zur Völkerkunde
Untertitel:
Jahrbuch des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
ISSN:
0936-837X
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Verl. d. Staatl. Museums für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
1988
Signatur:
LA 4770
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717852
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717852
Persistenter Identifier:
1696937525650
Titel:
Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011
Untertitel:
Jahrbuch des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Verl. d. Staatl. Museums für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
2011
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 4770
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 14, 2010/2011
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Leerseite

Strukturtyp:
Leerseite
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 46.1914
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft: Bd. 46, 1914, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 46, 1914, Heft 2/3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 46, 1914, Heft 4/6
  • Hornbostel, Erich M. von: I. Abhandlungen und Vorträge. Systematik der Musikinstrumente. Ein Versuch
  • Baglioni, S.: Ein Beitrag zur Kenntnis der natürlichen Musik. II. Teil. Instrumente einiger asiatischer Völker
  • Nimuendajú-Unkel, Curt: Vocabularios da Lingua Geral do Brazil nos dialectos dos Manajé do Rio Ararandéua, Tembé do Rio Acará Pequeno e Turiwára do Rio Acará Grande, Est. do Pará
  • Nimuendajú-Unkel, Curt: Vokabular der Parirí-Sprache. Aufgenommen mit der Parirí-Indianerin Mapingá vom obern Pacajá in Belém do Pará im Februar 1914
  • Nimuendajú-Unkel, Curt: Vokabular und Sagen der Crengêz-Indianer (Tajé). Aufgenommen in Sao Luiz do Maranhao mit dem Crengêz Joao Manoel Bubti aus der Aldêa do Bacury bei Bacabal am Rio Mearim im Staat Maranhao
  • Knoche, Walter: Einige Bemerkungen über die Mapuche
  • Knoche, Walter: Der heilige Stein von Lonquimay
  • Brandenburg, C.: Reisenotizen aus Sardinien
  • Mötefindt, Hugo: Die Diebeshöhle bei Uftrungen, Kr. Sangerhausen
  • Mötefindt, Hugo: Aus thüringisch-sächsischen Privatsammlungen vor- und frühgeschichtlicher Altertümer
  • Protokoll: II. Verhandlungen. Sitzung vom 18. Juli 1914
  • Protokoll: Sitzung vom 17. Oktober 1914
  • Zeitschriftenrezension: Ill. Literarische Besprechungen. E. Stromer von Reichenbach. Lehrbuch der Paläozoologie. I. Teil: Wirbellose Tiere. - II. Teil: Wirbeltiere
  • Zeitschriftenrezension: Heinrich Simroth, Die Pendulationstheorie. Zweite Auflage
  • Zeitschriftenrezension: William Thalbitzer, The Ammassalik Eskimo. Contributions to the Ethnology of the East Greenland Natives. (In two parts) First part. Meddelelser om Grönland, Vol. XXXIX
  • Literaturverzeichnis: IV. Eingänge für die Bibliothek
  • Zeitschriftenheft: Bd. 46, 1914, Heft 6
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Leerseite
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Einige Neuerwerbungen der nordamerikanischen Sammlung. 
137 
lichen Besitzern glaubt man, dafi sie ganz besonders in Gunst und Schutz 
der Geister stehen. Sie erben sich vom Vater auf den Sohn oft Genera- 
tionen hindurch fort, dürfen nicht veräußert werden und gelten als 
Stammesbesitztümer, die nur bestimmten Personen zu Lehen gegeben 
sind"). Das Hirschfell der Sammlung Wilcomb ist nicht rein weiß; man 
hat nur den Kopf ausgestopft und Innenseite und Außenrand der Ohren, 
Augen und Maulspalte mit roten Spechtkopfhäuten verziert. Vom Maul 
hängt als Zunge ein viereckiges Stückchen weißen Fells mit aufgenähtem 
Spechtskalp und geflochtenen Strohfransen, deren Enden Kammuscheln 
bilden, herab. — Zwei andere Tänzer tragen die großen Obsidianmesser 
in der Hand, die ich bereits unter den Waffen beschrieben habe. Von 
diesen Zeremonialgeriten der Nordwestkalifornier gilt dasselbe, wie von 
ihrem ganzen Tanzschmuck: magische oder kultische Bedeutung, ja selbst 
ein tieferer symbolischer Sinn wohnt ihnen nicht inne, sie sind also gar 
nicht „heilig“ im gewöhnlichen Sprachgebrauch. Ihre Vorführung dient 
vielmehr einigen Mitgliedern des Stammes lediglich dazu, ihren Reichtum 
von Zeit zu Zeit zu zeigen und dadurch ihre soziale und politische 
Stellung zu befestigen. Daher ist es ganz gewöhnlich, daß der Ver- 
anstalter eines Tanzes seine sämtlichen Freunde bittet, ihm ihre Obsidian- 
messer und Hirschfelle für das Fest zur Verfügung zu stellen, um recht 
durch Reichtum glänzen und seine Nebenbuhler ausstechen zu können. 
Die Träger dieser Kostbarkeiten bei dem Fest sind nicht etwa die Be- 
sitzer selbst, sondern junge Leute, die dazu gemietet werden. 
In den Zeremonien der Maidu spielen die yokoli eine grofie Rolle. 
Es sind Stübe von 1—2 m Länge, an. deren Ende an einer Schnur 
Büschelchen aus Federn oder Ahornbaststreifen aufgehängt sind. Von 
beiden Arten enthält die neue Sammlung Proben. Die Verwendung der 
yokoli ist sehr verschieden. Im allgemeinen dienen sie nur dazu, irgend 
einen heiligen, geweihten oder zu zeremoniellen Zwecken bestimmten Ort 
zu bezeichnen, sie sind aber zugleich eine Darbringung an die Geister 
(kükini) und haben als solche wohl eine ähnliche Bedeutung wie die 
Federstäbe (baho) der Hopi und anderer Pueblo-Stämme. So z. B. werden 
stets eine Anzahl yokoli auf das Grab eines Häuptlings oder Schamanen 
gesteckt. Bei der Weihe eines neuen Schamanen macht seine Familie 
für ihn yokoli, die auf dem Dach des Hauses und im Hause über dem 
Platz, wo der Novize sitzt oder schläft, angebracht werden. Zu Beginn 
der Feier wird in der Anrufung an die Geister gesagt, daß man ihnen 
die yokoli darbringe. Wenn ein Mann, der Schamane werden will, keine 
Anverwandten hat, geht er in die Berge und pflanzt auf einem bestimmten 
Felsen eine Anzahl yokoli auf, um die Geister zu „bezahlen“. Bei einem 
alljährlich nach dem Hirschtanz gefeierten Feste werden so viele yokoli, 
1 Goddard L c. p. 8&4. Powers l. c. p. 80 (Karok), 56 (Yurok), 78 Hune 
Powers erwähnt nichts davon, daß diese Felle Stammesbesitz sind. Beim Tode des 
Eigentümers hängt man sie bei den Karok zusammen mit dem Tanzschmuck am 
Grabzaun auf (p. 83), Hinsichtlich des Wertes bemerkt Powers, daf die Yurok 
ganz intakte Felle auf 50—200 Dollar schätzten; als. er bei den Hupa für eines 
100 Dollar bot, wurde er einfach ausgelacht.
	        

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