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Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011

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Bibliographische Daten

fullscreen: Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717768
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717768
Persistenter Identifier:
BV047109142
Titel:
Münchner Beiträge zur Völkerkunde
Untertitel:
Jahrbuch des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
ISSN:
0936-837X
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Verl. d. Staatl. Museums für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
1988
Signatur:
LA 4770
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717852
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717852
Persistenter Identifier:
1696937525650
Titel:
Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011
Untertitel:
Jahrbuch des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Verl. d. Staatl. Museums für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
2011
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 4770
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 14, 2010/2011
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Anmerkungen zu einem Mollusken-Motiv auf einem japanischen Helm des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
Sonstige Person:
Schifko, Gerorg
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Münchner Beiträge zur Völkerkunde
  • Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 14.2010/2011
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Zeitschriftenheft: Bd. 14, 2010/2011
  • Nachruf: László Vajda 3. Februar 1923-14. November 2010
  • Leerseite
  • Fiedermutz-Laun, Annemarie: George Alexis Montandon (1879-1944) - Leben und Werk In Memoriam László Vajda (1923-2010)
  • Leerseite
  • Kecskési, Maria: Besessenheitsriten bei den Mwera in Südost-Tansania Aufzeichnungen von Meinulf Küsters OSB 1927-1928
  • Leerseite
  • Langer, Ernst: Das Schneckenhorn - ein Blasinstrument von Derwischen in Indien/Pakistan und in Iran?
  • Leerseite
  • Francke, August Hermann: August Hermann Franckes (1870-1930) Bearbeitung der Serindien- und Ladakh-Sammlung Francke/Körber im Völkerkundemuseum München aus dem Jahre 1928 Die Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München I
  • Scherman, Lucian: Der Briefwechsel Lucian Scherman - Albert von Le Coq und die Gründe für das Scheitern einer Serindien-Abteilung am Völkerkundemuseum München. Die Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München II
  • Leerseite
  • Jäger, Ulf: Die kulturgeschichtlich-archäologischen Bestände der Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München Die Serindien-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München III
  • Leerseite
  • Walravens, Hartmut: Wer war B. V. Dolbetov?
  • Leerseite
  • Fuchs, Walter: Te-sheng t'u [...] (Schlachtenbilder) Aus dem Nachlass herausgegeben
  • Leerseite
  • Fuchs, Walter: Anhang: Weiteres Schlachtenbildermaterial Nach Notizen und eigenen Aufzeichnungen zusammengestellt
  • Laufer, Berthold: Berthold Laufer (1874-1934) Sammlung japanischer Alltagsgeräte für das American Museum of Natural History
  • Beran, Harry: A (war?) canoe from the Massim region of Papua New Guinea and its relationship to rare dance paddles from the D’Entrecasteaux Islands
  • Leerseite
  • Klein, Dieter: Expeditionen des Missionars Wilhelm Diehl ins Hinterland der Astrolabe-Bucht (Deutsch-Neuguinea) um 1910
  • Schifko, Georg: Betrachtungen zu einer ursprünglichen Maori-Keule im Lichte der Theorie Gustav Klemms von der Vorbildwirkung natürlicher Formen in der materiellen Kultur
  • Schifko, Gerorg: Anmerkungen zu einem Mollusken-Motiv auf einem japanischen Helm des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
  • Thode-Arora, Hilke: Tradition und Kreativität: eine kleine Sammlung moderner Flechtwerke niueanischer Frauen
  • Leerseite
  • Protokoll: Bericht des Direktors über die Aktivitäten des Staatlichen Museums für Völkerkunde München 2009/2010
  • Leerseite
  • Sonstiges: In der Reihe "Münchner Beiträge zur Völkerkunde" sind bisher erschienen [...]
  • Leerseite

Volltext

Das Münchner Völkerkundemuseum beherbergt in seinen Magazinen eine Sammlung von ja- 
panischen Helmen, die erst kürzlich von Hans-Ulrich Roßberg (2007) ausführlich besprochen 
wurde. Aus malakologischer 
Sicht1sticht 
insbesondere der aus der mittleren Edo-Zeit (1650– 
1800) stammende Helm mit der Inventarnummer 3675 hervor. Der 1873 sogar im Rahmen der 
Wiener Weltausstellung gezeigte Helm (Roßberg 2007: 161) gelangte als Geschenk Alexan- 
ders von Siebold in die Sammlung des Münchner Museums (Roßberg 2007: 209). Auf dem be- 
sagten Objekt findet man zwei in Treibarbeit ausgeführte Ornamente vor (Abb. 1), die von 
Roßberg als Darstellungen von Haliotis-Schalen (Abb. 2) angesprochen werden: »Der un- 
montierte Helmkopf folgt der Form einer Muschel, und zwar einer Haliotis, die in Japan als 
awabi no kaibezeichnet wird. Der hachi[= Schale, gemeint ist der unmontierte Helmkopf] be- 
steht aus lediglich zwei, allerdings recht massiven Platten von über einem Millimeter Stärke, 
aus denen die Struktur der Muschelschalen durch Treiben in Repoussé-Technik (uchidashi) 
herausgearbeitet wurde« (Roßberg 2007: 209). Aus zoologischer Perspektive ist dazu anzu- 
merken, dass es sich bei der Haliotisnicht um eine Muschel (Bivalvia) sondern um eine 
Schnecke (Gastropoda) 
handelt2. 
Allerdings werden gerade die Schalen der Schnecken-Gat- 
tung Haliotisaufgrund ihrer Flachheit, der großen Schalen-Mündungsöffnung und ihrer eher 
unscheinbaren Windung oft irrtümlich für die von Bivalvia (Muscheln) gehalten. Geradezu 
symptomatisch dafür ist auch der Umstand, dass in Japan, »wahrscheinlich aus dem Missver- 
ständnis heraus, dass der als Muschel angesehenen Schnecke die zweite Schalenklappe fehlt« 
(Wawra 1979: 
208)3, 
die Haliotis-Schale zum Symbol der »unerwiderte[n] Liebe« (Wawra 
1979: 208) wurde. 
Roßbergs Ansicht, dass aufgrund der Exaktheit der Treibarbeiten ein Gesamteindruck ent- 
stehe, der »dem einer naturwissenschaftlichen Studie nahekommt« (Roßberg 2007: 209) muss 
ebenso ein wenig relativiert werden. Die Schalen mancher der an Japans Küsten vorkommen- 
den Haliotis-Arten weisen zwar durchaus eine Riffelung auf, allerdings keine so ausgeprägte, 
wie man sie auf der Helm-Darstellung erkennen kann. Bisweilen befinden sich die für die Gat- 
1Die Malakologie ist die Lehre von den Mollusken (Weichtieren). 
2Im deutschen Sprachraum hat sich leider der Begriff »Muschel« als Bezeichnung für jegliche Mollusken- 
schale eingebürgert (Schifko 2005a: 535). 
3Während Schnecken allgemein nur eine Schale aufweisen, sind Muscheln von zwei Schalenklappen um- 
schlossen. 
GEORG SCHIFKO 
Anmerkungen zu einem Mollusken-Motiv auf einem japanischen Helm 
des Staatlichen Museums für Völkerkunde München 365
	        

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