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Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 13=23.1893

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CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 13=23.1893

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748132
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748132
Persistenter Identifier:
BV045430351
Titel:
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Weitere Titel:
Mittheilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
ISSN:
0373-5656
Erscheinungsort:
Wien
Verlag:
Verlag der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Erscheinungsjahr:
1871
Signatur:
NA 1104 und Pm 158:F8 u. Pm 158:F4
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748383
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748383
Persistenter Identifier:
1692089786723
Titel:
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 13=23.1893
Weitere Titel:
Mittheilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Herausgeber:
Heger, Franz
Herausgebendes Organ:
Anthropologische Gesellschaft
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Alfred Hölder
Erscheinungsjahr:
1893
Signatur:
NA 1104 und Pm 158:F8 u. Pm 158:F4
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Sitzungsberichte, 1893, Nr. 3/4
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Protokoll

Strukturtyp:
Protokoll
Titel:
Monats-Versammlung am 12. December 1893
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 13=23.1893
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Autorenindex: Autoren-Register
  • Zeitschriftenheft: Bd. 23, 1893, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 23, 1893, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 23, 1893, Heft 3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 23, 1893, Heft 4
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1893, Nr. 1
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1893, Nr. 2
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1893, Nr. 3/4
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 9. Mai 1893
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 20. Mai 1893
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 14. November 1893
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 14. November 1893
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 12. December 1893
  • Ortsindex: Verzeichniss der Institute, Vereine und Redactionen, mit welchen die Anthropologische Gesellschaft in Wien im Schriftentausch steht
  • Nachruf: Ingwald Undset
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

02] 
Furche. Diese dringt nämlich tief in die dritte Stirn- 
windung ein und gibt die genannten zwei Furchen als 
gabelige Endtheilung ab. 
Bemerkenswerth ist ferner der Zusammenhang der 
arsten Stirnfurche (f,) durch das obere Stück der Prä- 
centralfurche mit der Centralfurche, 
An der linken Hemisphäre (Fig. 36) ist die Inter- 
parietalfurche (ip) ganz verkümmert. In dem Winkel, 
wo sie mit der unteren Leuret’schen Furche (/,) zu- 
sammenfliesst, ist das Parietalhirn nach vorne oper- 
culös verkümmert und der obere Abschluss dieses 
Operculum ist der eigentlıche vordere Theil des mitt 
leren Interparietalbogens (ip). 
Die anderen wichtigen Vorkommnisse an der äusseren 
Fläche dieser Gehirnhälfte -sind schon bei der Be- 
schreibung der anderen hervorgehoben worden, 
‘Die innere Fläche der rechten (siehe Fig. 37) und 
der linken Hemisphäre (siehe Fig. 38) enthalten einige 
Eigenthümlichkeiten, die auch mehr oder minder als 
Rasseneigenthümlichkeiten gelten dürften. 
Dazu gehört vor Allem, dass beiderseits die Fis- 
surae parieto-occipitales internae (po) die äussere 
Fläche nicht erreichen und einen gabelförmigen Ast in 
den Quadratlappen schicken, 
Auffallend ist ferner wieder beiderseits der Zusammen- 
hang der gabelförmigen Hinterhauptsfurche (po + cc) 
mit der Fissura collateralis (el == rh,) und mit der dritten 
Schläfenfurche (£, =— rh;) und der Zusammenhang 
dieses ganzen Systemes mit der Fissura fossae Sylvii 
’$) durch die Fissura amygdalina (a). 
Auffallend ist ferner die grosse Steilheit der Fissura 
parieto-occipitalis und ihr Abseitsrücken von Splenium 
corporis callosi, was besonders in der linken Hemisphäre 
‚Fig. 38). zur Bildung einer ausgiebigen secundären 
Fissura retrosplenica (rs =— cm,) Veranlassung gibt, 
In der linken Hemisphäre (Fig. 38) ist die Fissura 
calloso-marginalis in drei Theile zerrissen, enthält aber 
alle Elemente der „Idealfurche“, wie wir sie beim Pferde 
and beim Gehirne degenerirter Menschen beobachten und 
darunter auch die soeben erwähnte Fissura retrosplenica. 
Die Bildung und die ganze Art des Zusammen- 
hanges der Hinterhauptfurche mit der Rhinalfurche 
bis zur Sylvi’schen Furche dürfte umsoweniger als eine 
individuelle Eigenthümlichkeit dieses Gehirnes, sondern 
vielmehr als eine Rassenvarietät angesehen werden, als 
sie gleichmässig auf beiden Seiten vorhanden ist. 
Dasselbe gilt von dem beiderseitigen Verhalten der 
dritten Urwindungsfurche beider Scheitellappen und der 
Transversalfurche im Hinterhaupte. Die mächtige Ab- 
weichung dieses Gehirnes vom Typus der normalen 
europäischen Gehirne dürfte auch kaum als Ausdruck 
einer Degeneration anzusehen sein, sondern vielmehr 
als Ausdruck eines Variationstypus. 
Jedenfalls hat sich dieses Gehirn als sehr geeignet 
bewährt, unseren morphologischen Blick und unsere 
morphologische Einsicht in die vergleichende Anatomie 
der Gehirnoberfläche zu erweitern und zu vertiefen 
und ich hoffe, es wird weiter anspornen, das Studium 
exotischer Gehirne zu betreiben. 
Monats-Versammlung am 12, December 1893. 
1. Herr Dr. M, Much legt den Probedruck einer 
von ihm im Auftrage des hohen Ministeriums für 
Cultus und Unterricht entworfenen 
Prähistorischen Wandtafel 
'ür Volks- und Mittelschulen und Lehrerbildungs- 
Anstalten vor, 
Der Vortragende führt die Gründe an, welche für 
lie Herstellung einer eigenen Tafel für die Länder der 
jsterreichisch-ungarischen Monarchie massgebend ge- 
wesen sind und legt die Grundsätze, welche hiebei 
lie Richtschnur gegeben haben, dar, 
So anerkennenswerth das erste derartige Unter- 
nehmen, die von dem FREIHERRN V, TRÖLTSCH heraus- 
zegebene Tafel ist, so war deren unveränderte An- 
aahme für Oesterreich doch nicht möglich; abgesehen 
lavon, dass keiner der auf ihr dargestellten Gegen- 
;tände in Oesterreich selbst gefunden worden ist, schien 
3s bei der in den weiten Ländern unserer Heimat 
doch wesentlich anders als im südwestlichen Deutsch- 
'and hervortretenden Bedeutung der prähistorischen 
Julturperioden, wie beispielsweise schon bei der ersten 
lerselben, der Steinzeit, nothwendig, eine andere Auf- 
“heilung zu treffen. 
Da man sich hiezu einmal entschlossen hatte, liess 
nan überhaupt eine andere Oekonomie mit dem Raume 
olatzgreifen; man schied die Perioden strenger, be- 
schränkte sich darauf, auf der Tafel nur die Figuren- 
arklärung anzubringen, die man der leichteren Les- 
barkeit wegen an den Fuss der Tafel setzte, und den 
auf das kleinste Maass beschränkten Abriss der vor- 
und frühgeschichtlichen Culturentwicklung und die 
aothwendigen Verhaltungsregeln, zusammen vier Quart- 
seiten füllend, besonders zu drucken und dem Lehrer 
als Führer unmittelbar in die Hand zu geben. 
Durch diesen Vorgang gewann man Raum zur Dar- 
stellung einer grösseren Zahl von Gegenständen und 
:chuf sich die Möglichkeit einer zweckmässigeren Ein- 
‘heilung. Massgebend für die Aufnahme der Gegen- 
;stände war der typische Charakter und die Signalisirung 
Jes Eintrittes neuer Culturmittel, neuer Kunstfertigkeiten 
und die ganze Periode kennzeichnender Erscheinungen, 
Es ist beabsichtigt, diese Wandtafel in den ver- 
schiedenen Sprachen Oesterreichs erscheinen zu lassen. 
Die künstlerische Ausführung derselben lag in der 
Tand des vortrefflichen Landschaftsmalers LunDwıc Hans 
7ISCHER, eines Mannes, der sich selbst an unseren 
“orschungen betheiligt, der also nicht nur seine künst- 
lerische Befähigung zur Verfügung stellte, sondern auch 
mit eigener Liebe für die Sache seine Aufgabe vollführte 
und das Werk wenigstens in dieser Beziehung zu einem 
gelungenen machte. 
2, Herr Professor Dr. Rudolf Meringer bespricht 
unter Vorlage das jüngst erschienene Werk von Joszr EıGL: 
Das Salzburger Gebirgshaus (Pinzgauer Typus). 
Mit dem Werke EıaL’s hat die Bauernhausforschung 
in Oesterreich wieder einen Schritt, und zwar diesmal
	        

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