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Zeitschrift für Ethnologie, 69/70.1937/38

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Zeitschrift für Ethnologie, 69/70.1937/38

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748132
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748132
Persistenter Identifier:
BV045430351
Titel:
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Weitere Titel:
Mittheilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
ISSN:
0373-5656
Erscheinungsort:
Wien
Verlag:
Verlag der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Erscheinungsjahr:
1871
Signatur:
NA 1104 und Pm 158:F8 u. Pm 158:F4
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748373
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748373
Persistenter Identifier:
1692089097755
Titel:
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 3=13.1883
Weitere Titel:
Mittheilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Herausgeber:
Szombathy, Josef
Herausgebendes Organ:
Anthropologische Gesellschaft
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Alfred Hölder
Erscheinungsjahr:
1883
Signatur:
NA 1104 und Pm 158:F8 u. Pm 158:F4
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 13, 1883, Heft 2
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 69/70.1937/38
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft: Bd. 69, 1937, Heft 1/3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 69, 1937, Heft 4/5
  • Zeitschriftenheft: Bd. 69, 1937, Heft 6
  • Inhaltsverzeichnis: Namen- und Sachregister
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Impressum
  • Werbung
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft: Bd. 70, 1938, Heft 1/2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 70, 1938, Heft 3/5
  • Schriftleiter: Bernd Ankermann
  • Hirschberg, Walter: Das Werk Bernhard Ankermanns
  • Meinhof, Carl: Afrikanistik. Die Entstehung der Bantusprachen
  • Westermann, D.: So der Gewittergott der Ewe
  • Frobenius, Leo: Die Waremba, Träger einer fossilien Kultur. (1929)
  • Bulck, V. van: Die Ubangi-Uele-Sprachengruppe im nördlichen Belgisch-Kongo
  • Lindblom, G.: Einige Benin-Bronzen im Staatlichen Ethnographischen Museum in Stockholm
  • Lagercrantz, Sture: Zur Verbreitung der Monorchie
  • Baumann, Hermann: Afrikanische Wild- und Buschgeister
  • Maes-Tervueren, J.: Les Lukombe ou instruments de musique à cordes des populations du Kasai - Lac Léopold II - Lukenie
  • Schilde, Willy: Likundu
  • Hirschberg, Walter: Zur Frage der Restvölker in Afrika
  • Preuß, K. Th.: Allgemeine Völkerkunde und verschiedene Gebiete. Das Irrationale in der Magie
  • Schneider, Marius: Die musikalischen Beziehungen zwischen Urkulturen, Altpflanzern und Hirtenvölkern
  • Maaß, Alfred: Aus einem alten malaiischen Skizzenbuch
  • Trimborn, Hermann: Der Kannibalismus im Caucatal
  • Andres-Bonn, Friedrich: Die Himmelsreise der caraibischen Medizinmänner
  • Werth, E.: Türkisiche und mesopotamsche Pflüge in ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung
  • Kroll, Hubert: Das Häuten. Bemerkungen zu einem Motiv in melanesische Mythen
  • Zeitschriftenheft: Bd. 70, 1938, Heft 6
  • Inhaltsverzeichnis: Namen- und Sachregister
  • Leerseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Impressum
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

  
     
    
Die Entstehung der Bantusprachen. | 151 
punkten aus zunüchst verneinen und besser tun, die nichtnegerischen 
Komponenten im Bantu und Ful einstweilen nicht als hamitisch zu be- 
zeichnen. 
Die mancherlei ethhographischen Ahnlichkeiten der Völker, die sich 
dieser beiden Sprachgruppen bedienen, wie z. B. die Rinderzucht, könnten 
auf einer alten Kulturgemeinschaft beider Gruppen beruhen, ohne daß 
eine linguistische Verwandtschaft vorzuliegen brauchte. Ich kann diesem 
Einwurf, den mir E. Zyhlarz macht, seine Berechtigung nieht absprechen. 
Nun liegt es aber so, daß die Genuseinteilung sicher nicht ursprüng- 
lich ist. Auch ist sie nicht durch Vereinfachung aus der Klasseneinteilung 
in gerader Linie hervorgegangen, sondern es ist ein wichtiges Einteilungs- 
prinzip, das sich in mancherlei Sprachen findet, dazugekommen, nämlich 
die Unterscheidung von Belebtem und Unbelebtem oder auch von Person 
und Sache. Dieses neue Prinzip erhob sich über die Mannigfaltigkeit der 
Klassen, und das führte schließlich zum grammatischen Geschlecht. 
Deshalb finden sich die Spuren alter Klasseneinteilung in den flek- 
tierenden Sprachen der Indogermanen, Semiten und Hamiten, und so wird 
ja, wie wir oben sahen, der Tatbestand anerkannt werden müssen, daf) 
das grammatische Genus das Ergebnis einer Entwicklung ist, an deren 
Anfang die Klasseneinteilung stand. Wenn das so ist, dann hängen die 
afrikanischen Klassensprachen mit jenen alten Klassensprachen, nach 
deren Spuren wir suchen, mindestens typologisch zusammen. Man darf 
sich freilich bei der Weiterarbeit nicht mit wohlfeilen Scheinerfolgen be- 
gnügen. Sicher findet man in oftafrikanischen Bantusprachen hamitische 
Worter, aber sie sind jüngeres Lehngut!). Sicher enthalten die niloto- 
hamitischen Sprachen erhebliche Spuren von Klasseneinteilung, aber auch 
das kann Lehngut sein, z. B. von Sprachen, die mit den Klassensprachen 
von Kordofan verwandt sind. Man wird also gut tun, das einstweilen 
unberücksichtigt zu lassen. Wichtiger als das sind für die Beziehung 
zwischen beiden Sprachgruppen andere Momente, die in der Bantu- 
grammatik eine bedeutende Rolle spielen, und die handgreiflich an die 
hamitischen Sprachen erinnern: 1. Der Genitiv steht in beiden Gruppen 
in der Regel nach dem Regens. 2. Das alte Bantuverbum hatte zwei 
Haupttempora, eins auf -a und eins auf -i, ähnlich den Kuschitensprachen. 
3 Das Verbum bildet durch Affixe abgeleitete Stämme in beiden Gruppen: 
Kausativa, Applikativa, Reziproke usw. 4. Das Passiv wird im Bantu 
durch ein angefiigtes u gebildet, shnlich in den Sprachen der Hamiten 
und Semiten. 
Wenn man bedenkt, daß die harte Sprache der Herrenmenschen im 
altesten Bantu von den Zungen der negerischen Bevölkerung aufgenommen 
und weitergetragen ist, wird es nicht wundernehmen, daß hier eine Sprach- 
form entstanden ist, die sich der negerischen Sprechart nähert, wie ähn- 
liches auch im Tschadohamitischen zu beobachten ist. Trotzdem ist aber 
der Stärkeakzent, der für die Hamitensprachen charakteristisch ist, im 
Bantu niemals verschwunden, wenn auch die musikalische Betonung 
daneben eine wichtige Rolle spielt, vermutlich unter negerischem Einfluß. 
So etwa stellt sich mir als Ergebnis meiner Lebensarbeit die Beant- 
wortung der Frage dar, wie es Zur Bildung der Bantusprachen gekommen ist. 
Der verdienstvolle Förderer der Suaheli-Studien, Dr. C. G. Büttner, 
brauchte einmal den Ausdruck, daB die Bantugrammatik fertig gewappnet 
und gerüstet vor uns steht, so wie Athene einst aus dem Haupte des Zeus 
sprang. Das ist ein sehr zutreffendes Bild, und wenn man damit die 
mancherlei bantuiden Sprachen vergleicht, die zwar einige Práfixe auf- 
1) Siehe S. 146, Anm. T. 
  
   
  
   
 
	        

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