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Band: Völkerkunde, 1. Band

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Band: Völkerkunde, 1. Band

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717560
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717560
Persistenter Identifier:
BV047109897
Titel:
Mitteilungen
ISSN:
2569-5673
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie e.V., c/o Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, Freie Universität Berlin
Erscheinungsjahr:
2018
Signatur:
LA 2159
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717561
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717561
Persistenter Identifier:
1691151832212
Titel:
Mitteilungen, 50.2018
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Deutsche Gesellschaft für Sozial- und Kulturanthropologie e.V., c/o Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, Freie Universität Berlin
Erscheinungsjahr:
2018
Größe der Vorlage:
Bände
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 2159
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Titelseite

Strukturtyp:
Titelseite
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mehrbändiges Werk: Völkerkunde
  • Band: Völkerkunde, 1. Band
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Kapitel: Die Eingebornen Australiens
  • Kapitel: Die Tasmanier
  • Kapitel: Die Insulaner des Großen Oceans
  • Kapitel: Die Völker Amerikas
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

218 
Die Völker Amerikas. Allgemeines. 
ansehnlichen materiellen Gesittung zum Vorscheine kamen. Wer die Urheber 
dieser Bauten, — Moundbuilders nennen sie die Gelehrten — gewesen, ist 
unbekannt. Wenn gegenwärtig in Amerika die Meinung besteht, daß diese 
Moundbuilders die unmittelbaren Vorfahren der jetzigen Indianerstämme ge— 
wesen, so ist dies allerdings möglich, aber durchschlagende Beweise für eine 
jolche Annahme fehlen. (Allgemeineres darüber fiehe bei John D. Baldwin, 
Ancient América, or notes on american archaeology. Newyork 1872. 80. 
S. 18—75; vgl. auch Bär und Hellwald, Der vorgeschichtliche Mensch. Leipzig 
1874. 80. S. 459 - 471, dann Hubert Howe Bancroft, The native races of 
the pacific states of North America. Leipzig 1875. 80. Bd. IV, S. 744-790.) 
Sehr bemerkenswert sind dagegen die übereinstimmenden Charaktere der Eskimo— 
und Moundbuilderschädel, die nach Dr. Bessels, welcher über ein umfangreiches 
Material verfügt, in vielen Fällen unverkennbar sind. (Archiv für Anthrop., 
Bd. VIII, S. 121.) 
„Unter allen nördlichen Kulturvölkern,“ sagt Peschel, dem ich hier wörtlich 
folge, „leuchten die Tolteken voran. Ihre Sprache war das „Nahuatl“, die— 
selbe Sprache, welche die Azteken am Hofe des Kaisers Montezuma II. sprachen. 
Unvermischt trat das Nahuatl nur in und um das Seengebiet des Hochlandes 
von Mexiko auf. Wie aber die aztekischen Ortsnamen bezeugen, waren nahu— 
atlakische Sprachinseln außerordentlich weit ausgestreut. Sie ziehen sich in der 
Nähe der Südsee durch Guatemala, sie treten auf zugleich mit alten Tempel— 
cuinen mexikanischen Stiles in Honduras und reichen südwärts bis an und in 
den Nicaragua-See. Sie hören dagegen gänzlich auf in Costarica. Nach Norden 
zu find sie verbreitet über die heutige mexikanische Republik, jedoch mit Aus— 
nahme von Coahuila. Sie treten aber wieder auf in Texas und endigen in 
Neukalifornien unter dem 870 n. Br., abgesehen davon, daß versprengte Namen 
selbst noch unter den 50. Parallel sich verirrt haben. Sogleich wollen wir hier 
bemerken, daß weit binnenwärts unter 350n. Br. beim heutigen Zuñi in Neu— 
Mexiko, Cibola und weiter nördlich Tucayan oder „das Land der sieben Ge— 
meinden“ gesucht werden muß, das von einem Mönche Fra Marco aus Nizza 
entdeckt, kurz nachher im Jahr 1540 von dem Spanier Francisco Vasquez de 
Coronado besucht und beschrieben worden ist. Er fand dort kleine Ortschaften 
mit steinernen Häusern, zwei oder drei Stockwerke hoch, festungsartig ohne Ein— 
gang erbaut, deren Söller auf beweglichen hölzernen Sprossenleitern erstiegen 
werden mußten. Die Einwohner bauten Mais und Bohnen, züchteten Trut— 
hühner, kleideten sich in Zeuge, deren Fäden aus einer andern Pflanzenfaser 
als Baumwolle gesponnen waren, und trugen eine Kopfbedeckung genau wie die 
Azteken in Mexiko (s. Colorados Bericht, bei Ramusio III, S. 802). Die 
nämliche Bauart hat sich noch heute bei den sogenannten Pueblosindianern 
erhalten, und ist zuletzt von Möllhausen (Reise nach der Südsee, S. 2185 ff.) 
beschrieben und abgebildet worden. Die Sprache der Pueblosindianer steht 
jedoch in keinem näheren oder entfernteren Zusammenhang mit dem Nahuatl. 
Aehnlich wie diese Gebäude waren wohl die südwärts gelegenen sogenannten 
Casas grandes in der Nähe des Gila und in Chihuahua, über deren Bewohner
	        

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