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Curare, 13.1990

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Curare, 13.1990

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717458
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717458
Persistenter Identifier:
BV048470733
Titel:
Curare
Untertitel:
Zeitschrift für Medizinethnologie : journal of medical anthropology
Weitere Titel:
Zeitschrift für Medizinethnologie
Journal of medical anthropology
journal of medical anthropology and transcultural psychiatry
ISSN:
0344-8622
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
VWB, Verl. für Wiss. und Bildung
Erscheinungsjahr:
1978
Signatur:
LA 1980
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-719413
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-719413
Persistenter Identifier:
1688641822626
Titel:
Curare, 13.1990
Untertitel:
Zeitschrift für Medizinethnologie : journal of medical anthropology
Weitere Titel:
Zeitschrift für Medizinethnologie
Journal of medical anthropology
journal of medical anthropology and transcultural psychiatry
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
VWB, Verl. für Wiss. und Bildung
Erscheinungsjahr:
1978
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 1980
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Vol. 13 (1990) 1
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenrezension

Strukturtyp:
Zeitschriftenrezension
Titel:
Elisabetsky Elaine und Darrell Addison Posey 1989 Use of Contraceptive and Related Plants by the Kayapó Indians (Brazil) Journal of Ethnopharmacology 26: 299-316
Sonstige Person:
Deimel, Claus
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Curare
  • Curare, 13.1990
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Zeitschriftenheft: Vol. 13 (1990) 1
  • Titelseite
  • Sonstiges: Zum Titelbild: Adalbert von Chamisso als Botaniker
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt Vol. 13, 1/90
  • Autorenindex: Die Autoren dieses Heftes
  • Sonstiges: [Programm] X. Internationale Fachkonferenz Ethnomedizin: Krankheitsbegriff und Krankheitserleben
  • Heinrich, Michael: Ethnobotanical Report on the Treatment of Snake-Bites in Oaxaca, Mexico
  • Zeitschriftenrezension: Buchbesprechungen / Book Reviews. Plant Concepts and Plant Use. An Ethnobotanical Survey of the Semi-Arid and Arid Lands of East Africa. Kölner Beiträge zur Entwicklungsländerforschung 6-10
  • Zeitschriftenrezension: Dandiya P.C. and S.B. Vohora 1989 Research and Development of Indigenous Drugs. New Delhi: Institute of History of Medicine and Medical Research
  • Zeitschriftenrezension: Guarrera Paolo 1989 Fitoterapia, pratiche e credenze tradizionali relative alle piante nella provincia di Roma. Storia e Medicina Populare VII
  • Zeitschriftenrezension: Lemos De Arruda Camargo Maria Thereza 1988 Contribuciones a los estudios etno-farmacobotánicos de especies vegetales usadas en los ritos afrobrasileros. Montalban 20
  • Zeitschriftenrezension: Elisabetsky Elaine und Darrell Addison Posey 1989 Use of Contraceptive and Related Plants by the Kayapó Indians (Brazil) Journal of Ethnopharmacology 26: 299-316
  • Zeitschriftenrezension: Heinrich Michael 1989 Ethnobotanik der Tieflandmixe (Oaxaca, Mexiko) und phytochemische Untersuchung von Capraria biflora L. (Scrophulariaceae). Dissertationes botanicae Bd. 144
  • Zeitschriftenrezension: Koch Heinrich P. u. Gottfried Hahn 1988 Knoblauch. Grundlagen der therapeutischen Anwendung von Allium sativum L.
  • Sonstiges: Books received
  • Protokoll: Second International Congress of Ethnobiology October 21-25, 1990 Kunming, China
  • Sonstiges: The Beach Lily (Crinum asiaticum) in the Central Highlands of Papua New Guinea
  • Sterly, Joachim: The Question of Classifying Plants in Simbu Ethnobotany
  • Schultes, Richard Evans: The Place of Ethnobotany in the Ethnopharmacologic Search for Psychotomimetic Drugs [Reprint 1967]
  • Literaturverzeichnis: Selected Bibliography of Ethnobotany and Ethnopharmacology, Part I
  • Zeitschriftenheft: Vol. 13 (1990) 2
  • Zeitschriftenheft: Vol. 13 (1990) 3
  • Zeitschriftenheft: Vol. 13 (1990) 4
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

18 
ELISABETSKY Elaine und Darrell Addison POSEY 1989 Use of Contraceptive and Related 
Plants by the Kayapö Indians (Brazil) Journal of Ethnopharmacology 26: 299-316 
wendung der Pflanzen bemüht. Die offenbar häufig 
unregelmäßige Menstruation vieler kayapo Frauen, 
auch schon von früheren Forschern beobachtet, wird 
wahrscheinlich durch bestimmte Kontrazeptiva be- 
stimmt, die der Auskunft zufolge „den Frauenkörper 
austrocknen“, d.h. Empfängnis aber auch den Milch- 
ginschuß verhindern. Die Nebenwirkungen dieser 
und verwandter Mittel sind alle noch nicht unter- 
sucht! Dann gibt es Pflanzen, die die Menstruation 
unterbrechen wobei nicht beschrieben wird, warum 
das nötig sein sollte! — und in einigen Fällen diesel- 
ben sind, die vor dem Geschlechtsverkehr als Kon- 
irazeptive genommen werden. Andere Pflanzen be- 
wirken eine magische Empfängnis, denn nicht der 
Kontakt mit dem Mann, sondern die Einnahme der 
Pflanze gibt, der Annahme der kayapö Männer zu- 
"olge, den Ausschlag. Die Kinder der Frau sind in 
diesem Fall „Kinder der Pflanze‘, sagen Männer. 
Übrigens ist der Unterschied, von welchem Ge- 
schlecht welche Auskünfte gegeben werden, in dem 
Text nicht immer genau herausgearbeitet! Das Ge- 
schlecht der Kinder soll durch extern benutzte Pflan- 
zen bestimmt werden, auch der gewünschte 
Schwarzton der Haare wird, so heißt es, durch be- 
stimmte Pflanzen bewirkt. Andere dienen der Mas- 
zage der Schwangeren, der Kontrolle der post partum 
Blutung und der Bannung von Krankheiten bei Neu- 
geborenen. Kontrazeptiva werden in einer mehrere 
Gattungen und Arten umfassenden Gruppe unter ei- 
nem kayap6ö Begriff zusammengefaßt. Es gibt extern 
and intern benutzte Kontrazeptiva. Einige dieser sol- 
len zeitlebens die Empfängnis verhüten, andere diese 
Wirkung wieder aufheben. Eine cyanogenische Al- 
kaloide enthaltene Pflanze ist ein starkes Abortivum., 
Mehr als die Hälfte der Kontrazeptiva gehören zuden 
botanischen Familien der Compositen, Orchideen 
und Polygalaceen. 
Die Autoren regen pharmakologische Untersu- 
chungen der von ihnen genannten und in mehreren 
Listen aufgeführten Pflanzen an. Ein transkultureller 
Vergleich, der Daten auch von außerindianischen 
Zivilisationen aufnimmt, soll die „cross cultural ef- 
fectiveness“ eingrenzen und nicht zuletzt die hohen 
Kosten des Screenings begrenzen helfen. Die Genera 
Polygala, Eupatorium, Cuphea und Hyptis sowie die 
Orchidee E. Iucidum werden für weitere Untersu- 
chungen vorgeschlagen. Abschließend betonen die 
Autoren die Notwendigkeit des Verständnisses spi- 
ritueller Beziehungen zu physiologischen Prozessen. 
„What has generally been ignored as being ‚non- 
scientific‘ can, after all, be a highly codified and 
symbolic manner of recognizing...“ 
Claus Deimel 
Books, curare 1/90 
Obwohl die Kayap6o seit mehreren Jahrzehnten Kon- 
takte zu Missionaren und westlich geschulten Medi- 
zinern haben, ist ihr autochthones medizinisches 
„System“ noch weitgehend intakt. Sie unterscheiden 
zwischen eigenen Krankheiten und solchen, die 
durch den Weißen Mann in ihr Gebiet übertragen 
werden. Zur Mitte dieses Jahrhunderts überstanden 
sie die Dezimierung ihrer Bevölkerung durch fremde 
Krankheiten. Sie unterscheiden zwischen spirituell 
bedingten Krankheiten und anderen, haben Priester- 
Heiler und Medizin-Heiler und kennen zahlreiche 
pflanzliche Mittel. Komplizierte Pflanzenextrakte 
gehören ebenso zu ihren Pharmakotechniken wie 
Bäder, Massagen, Umschläge, Tees, Schlaftherapien 
und Körperbemalungen mittels pflanzlicher Zuberei- 
tungen. 
Bei einem Volk, dessen Jugend legitimerweise ero- 
tische und sexuelle Spiele kennt, ist es nur natürlich, 
daß mehrere Pflanzen zur Verstärkung oder Minde- 
rung der Sexualität benutzt werden. Die Mittel wer- 
den zu gegebener Zeit den Männern von den Frauen 
eingeflößt. „Sexualspezialisten‘“, wie die Autoren es 
nennen, sind überdies um die orthopraktische An- 
* Zur Zeit Stipendiat der Alexander von Humboldt- 
Stiftung bei der Zoologischen Staatssammlung in 
München.
	        

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