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Globus, 13.1868

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Globus, 13.1868

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-720463
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-720463
Persistenter Identifier:
BV047108209
Titel:
Jahrbuch für Volkskunde
ISSN:
0171-9904
Erscheinungsort:
Paderborn ; München ; Wien ; Zürich
Verlag:
Schöningh
Erscheinungsjahr:
1978
Signatur:
LA 3820
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-720480
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-720480
Persistenter Identifier:
1686217084180
Titel:
Jahrbuch für Volkskunde, 16.1993 N.F.
Herausgeber:
Brückner, Wolfgang
Grass, Nikolaus
Herausgebendes Organ:
Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Echter
Erscheinungsjahr:
1978
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 3820
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Volksmusik "zwischen Lust und Frust". Die Lebenssituation oberbayerischer Musikanten Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts
Sonstige Person:
Wiebel-Fanderl, Oliva
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 13.1868
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • A.: Neu-Caledonien und seine Bewohner. II.
  • Abbildung: Vor der Hütte des caledonischen Häuptlings bei Kanala
  • Abbildung: Ein Häuptling von der Insel Uën
  • Abbildung: Typen neu-caledonischer Eingeborener. Frauen
  • Abbildung: Früchteverkäufer auf dem Markte zu Numea in Neu-Caledonien
  • Abbildung: Zubereitung des Tripang (Holothurie)
  • Abbildung: Neu-caledonischer Fischer an einem Korallenriff
  • Abbildung: Neu-caledonische Doppelpirogue
  • Abbildung: Neu-caledonischer Flötenspieler
  • Abbildung: Trauerfeierlichkeit bei den Neu-Caledoniern
  • Georg, Ebers: Die ägyptischen Pyramiden. II.
  • Rudolf, Drescher: Die Sagen vom Nachtjäger in Schlesien
  • Rudolf, Rost: Die malayischen Sprachen
  • Hermann, Vambery: Leben und Treiben in der turkomanischen Stadt Chiva
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Neu - Caledvuien und seine Bewohner . 
2000 Francs . Än China stellt sich dieser Preis auf das Doppelte . Garnier hat beobachtet , daß ein Mann an einem Tage für etwa 100 Francs Tripang erntete , das Pfund zu etwa 20 Centimes gerechnet . Freilich kann man nicht alle Tage auf das Riff fahren * ) . Der Fang hat manchmal seine Gefahren , weil es im Meere von Haien wimmelt . Doch finden diefe in den an Fischen so reichen Gewässern bei Neu - Caledonien Fraß in solcher Menge , daß sie nur ausuahms - weise Menschen angreifen . Es kommt sogar vor , daß Lei - chen , welche schon Tage lang im Meer umhergeschwommen waren , von den Haisischen unberührt blieben . 
Garnier stand mit dem Haupt - linge von Arama auf dem besten Fuß und dieser überraschte seinen weißen Freund mit einen : eigen - thümlichen Abschiedsfeste . Urplötz - lich kamen aus einem Gebüsche viele Kanacks im Gänsemarsch her - vor . Alle waren nackt , tättowirt , an manchen Körpertheilen schwarz bemalt und schwangen taktmäßig ihre Beile , Lanzen und Keulen . 
Nachdem sie sich in einer langen Linie vor den Europäern anfge - stellt hatten , fetzten sich zwei Män - ner ihnen gegenüber auf den Ra - fen ; der eine war ein Flöten - spiel er , der andere schlug auf einen hohlen Bambusstab . Sie machten Musik zu dem Piln - pilu , dem Abschicdsfeste . 
Bei diesem spielte der Tanz eine wichtige Nolle . Die Män - ner trippeln taktmäßig einher und schwingen auch ihre Waffen nach dem Takte ; dabei stoßen sie aus tiefer Brust eine Art von zischen - dem oder pfeifendem Ton hervor . 
Eine Hanptperfon bildet allemal der Mann mit dem Dangst , dieser ueu - caledonifchen Maske . 
Dieselbe besteht in einem dicken , gewaltig großen , hölzernen Kopfe , der ein grimmiges Aussehen hat ; der Träger derselben hat die Au - gen da , wo sich der Mund der Maske befindet . Diese trägt eine gewaltige aus Menschenhaar ver - fertigte Perrücke ; der untere Theil ist mit Vogelfedern besetzt . Der Nen - caledonischer 
Viaskenmann kam von : User des 
Meeres her aus die Europäer zugeschritten , um anzudeuten , daß sie über See angelangt seien ; dann führte er einen 
* ) Der Tripang bildet einen der wichtigsten Ausfuhrartikel des hinterindischen Archipelagus nach China , wo das Pikol ( 133 Pfund ) mit 20 bis 115 Dollars bezahlt wird . Er gilt dort für ein an - regendes Aphrodisiacum . „ Der Fang ist für die Fischer jener Ge - genden von großer Bedeutung und auch für die geographischen Entdeckungen nicht unwichtig gewesen . Denn des Tripang - fischens halber sind die Chinesen und die Malaycn immer weiter nach Osten gefahren ; das Thier hat nämlich eine _ sehr weite breitung auch in der Südsee . Im Archipelagus reicht es von Su - matra bis Neu - Guinea und kommt besonders häufig vor östlich von Celebes , dann auch an den Nordküsten Australiens in der Torres - straße , bei den Arru - Eilanden und im Golfe von Carpentaria . Lange Zeit betrieben vorzugsweise nur die Chinesen diesen einträglichen Fang 
Globus XIII . Nr . 4 . 
Tanz auf uud schwang dabei die Lanze über dem Kopfe . Nach diesem Vorspiele trat der Häuptling näher und sprach in singendem Ton eine Anrede , in welcher er mehrere Pausen machte . Diese wurden allemal durch ein ohrzerreißendes Ge - schrei und Geheul der Krieger ausgefüllt , die dabei immer forttanzten . Der Siuu der Rede war folgender : „ Unsere Freunde wollen uns verlassen ; sie wollen morgen über das große Meer fahren . Möge der Wind ihnen günstig sein ; möge die See ruhig bleiben . Mögen sie glücklich in den Hafen gelangen " : c . 
In Hienghene war Garnier Zeuge einer Leichenfeier - lichkeit , die zur Erinnerung an den vor einiger Zeit ver - storbenen Bruder des Häuptlings Buarate stattfand . Zu derselben erschienen auch Leute aus anderen befreundeten Stämmen , namentlich von jenen der Neme - nas , der im Norden der mäch - tigste ist . Die Leute von Hien - ghene liefern demselben Kähne , weil in jener Gegend die Kaori - sichte nicht wächst . Dafür bekom - men sie in Tausch Nemenamäd - chen , die für hübsch gelten , und Schleudersteine . Diese werden von den Nemenas so schars geschlif - fen wie Lanzenspitzen und spiegel - glatt polirt . Auch verfertigt jener Stamm fehr hübsche Halsbänder aus bunten Muscheln und Steinen . 
Die Nemenakrieger waren statt - liche Männer ; alle gingen nnbe - kleidet , hatten Gesicht und Brust schwarz gesärbt und führten Lanze oder Kenle . Hinter den etwa an - derthalbhundert Kriegern folgten sechs andere Kanacks , welche eine große Schildkröte auf ihren Schul - tern trugen und dieselbe vor dem Häuptling Buarate niederlegten . Diesem überreichten sie allerlei Geschenke , darunter anch zwei große Sträuße aus verschiedenen Pflanzen und Blättern . Der äl - teste Sohn des Häuptlings der Nemena schloß mit dem ältesten Sohne Buarate's in feierlicher Weise vor allem Volke Freund - schaft . Die beiden jungen Männer traten aus den Reihen hervor , spra - chen einige Worte und reichten ein - ander die Haud . — 
Flötenspieler . * 
In den obigen Mittheilungen sind wir vorzugsweise der Darstellung Garuier's gefolgt . Wir wollen dieselben durch einige ethnologische Angaben ergänzen * ) . Bourgarel war 
in den Gewässern des Archipelagus , Kit längerer Zeit beschäftigen sich aber auch die Malayen mit demselben . Der Hauptstapclplatz für den Tripang bildet Makassar , von wo jährlich 8000 bis 10 , 000 Centner nach China versandt werden ; man unterscheidet dort nicht wem - ger als 30 Sorten , deren jede ihren besondern Namen hat . " Karl Andree , Geographie des Welthandels . Stuttgart 1867 . I , S . 514 . 
* ) Des races de l'Oceanie franfaise et de Celles de la Nouvelle Caledoine en particulier . P . Adolphe Bourgarel ; in den Me - moires de la societe d'Anthropologie de Paris , I , P - 251 ft . Sur les Neo - Caledoniens , par M . de Kochas ; in den Bulletins de la societe d'Anthropologie , 1860 . I , 389 . 
14
	        

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