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Band: Beyträge zur Historie der Oberlausitz, 6, Das Andenken derer in hiesiger Gegenden sonst sehr bekannt gewesenen Buschprediger

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Bibliographische Daten

fullscreen: Jahrbuch für europäische Ethnologie, 10.2015

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-720463
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-720463
Persistenter Identifier:
BV047108209
Titel:
Jahrbuch für Volkskunde
ISSN:
0171-9904
Erscheinungsort:
Paderborn ; München ; Wien ; Zürich
Verlag:
Schöningh
Erscheinungsjahr:
1978
Signatur:
LA 3820
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-720479
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-720479
Persistenter Identifier:
1686217019053
Titel:
Jahrbuch für Volkskunde, 15.1992 N.F.
Herausgeber:
Brückner, Wolfgang
Grass, Nikolaus
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Echter
Erscheinungsjahr:
1992
Zusätzliche Information:
Reproduktion
Signatur:
LA 3820
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
"Europäische Volkskunst". Ausstellungsprojekt in Wien/Kittsee und Budapest 1994/95
Sonstige Person:
Beitl, Klaus
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Jahrbuch für Europäische Ethnologie
  • Jahrbuch für europäische Ethnologie, 10.2015
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Personenindex: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Zeitschriftenheft: Dritte Folge 10, 2015; Polen
  • Vorwort: Editorial
  • Kuligowski, Waldemar: Polish ethnology. From building national culture to critique of liberal society
  • Koscianska, Agnieszka: From the Chair to the Field. Research in Ethnology and Cultural Anthropology in Warsaw
  • Halemba, Agnieszka: How to train an anthropologist? The case of the "ethnographic laboratory"
  • Krawczyk-Wasilewska, Violetta: Rubber Towers, Modern Culinary Tribes and other Stories. A Research Report on Digital Culture Studies
  • Eisler, Cornelia: Minderheitenpolitik in Polen und Deutschland. Das "Grenz- und Auslandsdeutschtum" 1919-1939 als Forschungsfeld
  • Meiser, Anna: Polens neounierte Katholiken. Zum Selbstverständnis einer religiösen Minderheit
  • Kalinke, Heinke: "Wir sind der Fußball, den man mit dem Fuß weiter stößt!" Lebensweg und Erinnerungen des Landwirts Peter W. aus Brigidau
  • Becker, Martina E.: Kulturtransfer im Rahmen des deutsch-polnischen Schüleraustausches. Zum sozialökonomischen Wandel nach der "Wende"
  • Czok, Monika: Schlesische Bräuche im Wandel. Zum Bild der oberschlesischen Jahresbräuche in der Regionalzeitung NTO 1989-2014
  • Röskau-Rydel, Isabel: Galizien - Fremd- und Selbstwahrnehmung. Das multinationale Galizien in deutschsprachigen Publikationen um 1800 und die ethnographische Forschung
  • Nadzieja, Pawel: Polen in der deutschen Öffentlichkeit des 19. Jahrhunderts. Eine Analyse der Werke des Vormärz-Schriftstellers Wolfgang Menzel
  • Szubert, Mateusz: Illness from the anthropological point of view
  • Schwell, Alexandra: Im Zwischenraum. Zur imaginierten Geographie polnischer "Eurokraten"

Volltext

Alexandra Schwell 
220 
ist zwar weiterhin präsent, aber der Schüler weiß jetzt, dass er ohne gute Noten keinen 
Abschluss machen wird.   
In ihren Forschungen zu westlicher Entwicklungshilfe für Osteuropa und zu Privati- 
sierungsprozessen in Polen beobachten JANINE WEDEL und ELIZABETH DUNN, dass 
russische und polnische Akteure westliche Experten gerne in falscher Sicherheit wie- 
gen und ihnen vorgaukeln, ihre Anweisungen zu übernehmen. Sie interpretieren dies 
als widerständige Handlungen54. Auch KUUS vertritt die Ansicht, dass Mitteleuropäer 
häufig auf strategische Weise eine westliche Rhetorik übernehmen, um dem Westen 
gegenüber eigene Interessen zu wahren55. Auf der Grundlage meiner eigenen Feldfor- 
schungsdaten steht zu vermuten, dass dies sicherlich der Fall ist, wenn Akteure sich 
„zuhause“ fühlen, auf sicherem Boden mit Heimvorteil. Polnische Ministerialbeamte, 
die mit der Implementation von EU-Vorschriften in Polen betraut sind, passen sicher- 
lich sehr gut in dieses Muster. Auf dem „fremdem Boden“ der EU in Brüssel dagegen 
entfällt dieser Heimvorteil. Die daraus resultierenden Unsicherheiten sowie der enor- 
me Druck der Schengen-Evaluierung führen zum Rückzug auf eine rhetorische Strate- 
gie, die sich, kurz gesagt, als europäischer „Effizienz-Sprech“ charakterisieren lässt.   
Einer Lösung ihres ursprünglichen Problems bringt sie diese Strategie zwar nicht 
näher, da es sich, streng genommen, um die Antwort auf eine ganz andere Frage han- 
delt. Deshalb erscheint es sinnvoll, sie als eine rein narrative Strategie zu verstehen, 
die existierende Unsicherheiten reflektiert. Entsprechend handelt es sich nicht um eine 
praktische, sondern eher um eine „magische“ Lösung. Der Bezug auf einen europäi- 
schen „Effizienz-Sprech“ eröffnet demnach einen symbolischen Ausweg aus der limi- 
nalen Zone; zugleich spiegelt die „magische“ Beschwörung der Macht „objektiver“ 
Maßstäbe existierende Unsicherheiten und das Fehlen informellen Wissens im europä- 
ischen Spiel. Dies erklärt auch, warum die unermüdliche Betonung der Effizienz so 
sehr an ein Mantra erinnert. 
                    
54 
Vgl. WEDEL, JANINE R.: Collision and Collusion. The Strange Case of Western Aid to 
Eastern Europe. New York, NY 1998. – DUNN, 2004 (wie Anm. 46). 
55 
Vgl. KUUS, MERJE: Švejkian Geopolitics: Subversive Obedience in Central Europe. In: 
Geopolitics 13, 2 (2008), S. 257-277, S. 260.
	        

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