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Zeitschrift für Ethnologie, 136.2011

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Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 136.2011

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713459
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713459
Persistenter Identifier:
1625043342524
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 136.2011
Erscheinungsjahr:
2011
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 136, 2011, Heft 2 Afroatlantische Allianzen Themenheft Herausgegeben von Heike Drotbohm und Ingrid Kummels Afro-Atlantic Alliances Thematic Issue Guest Editors: Heike Drotbohm and Ingrid Kummels
Sonstige Person:
Drotbohm, Heike
Kummels, Ingrid
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Kreolische Konfigurationen der Rückkehr zwischen Zwang und Zuflucht. Die Bedeutung von Heimatbesuchen in Kap Verde
Sonstige Person:
Drotbohm, Heike
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 136.2011
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Zeitschriftenheft: Bd. 136, 2011, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 136, 2011, Heft 2 Afroatlantische Allianzen Themenheft Herausgegeben von Heike Drotbohm und Ingrid Kummels Afro-Atlantic Alliances Thematic Issue Guest Editors: Heike Drotbohm and Ingrid Kummels
  • Anmerkungen: Mitteilung der Herausgeber
  • Drotbohm, Heike: Afroatlantische Allianzen Themenheft Herausgegeben von Heike Drotbohm und Ingrid Kummels Afro-Atlantic Alliances Thematic Issue Guest Editors: Heike Drotbohm and Ingrid Kummels Einleitung: Afroatlantische Allianzen
  • Leerseite
  • Kummels, Ingrid: Race on Stage: Inszenierungen von Differenz in Musik und Tanz in Paris, Havanna und New York zwischen den beiden Weltkriegen
  • Rauhut, Claudia: Transatlantische Entwürfe von Yoruba und Lúkúmi-Tradition in der afrokubanischen Santería
  • Leerseite
  • Dorsch, Hauke: Black or Red Atlantic? - Mozambican Students in Cuba and their Reintegration at Home
  • Leerseite
  • Drotbohm, Heike: Kreolische Konfigurationen der Rückkehr zwischen Zwang und Zuflucht. Die Bedeutung von Heimatbesuchen in Kap Verde
  • Knörr, Jacqueline: Das Coming-out der Diaspora als Heimat. Kreolische Identität in Sierra Leones Nachkriegsgesellschaft
  • Leerseite
  • Rossbach de Olmos, Lioba: Religion und Raum: Dimensionen religiöser Reterritorialisierung der Santeria in Deutschland
  • Leerseite
  • Lidola, Maria: Appropriating "die Brasilianerin". Negotiating Belonging and Unbelonging in Everyday Practice in Berlin
  • Palmié, Stephan: Afterword: Descent and Alliance in Afro-Atlantic Anthropology
  • Leerseite
  • Zeitschriftenrezension: Buchbesprechungen Henley, Paul: The Adventure of the Real. Jean Rouch and the Craft of Ethnographic Cinema
  • Zeitschriftenrezension: Herbert, Oliver: Todeszauber und Mikroben. Krankheitskonzepte auf Karkar Island, Papua-Neuguinea
  • Zeitschriftenrezension: Schlehe, Judith und Boike Rehbein (Hg.): Religion und die Modernität von Tradition in Asien. Neukonfigurationen von Götter-, Geister- und Menschenwelten
  • Zeitschriftenrezension: Spittler, Gerd: Founders of the Anthropology of Work. German Social Scientists of the 19th and Early 20th Centuries and the First Ethnographers. (= Ethnologie, Forschung und Wissenschaft, Band 14)
  • Literaturverzeichnis: Eingesandte Bücher/Publications Received

Volltext

394 
Zeitschrift für Ethnologie 136 (2011) 
“... the community is not only a source, but a key context in which social and 
money capital can be deployed as status claims, and translated into status through 
appropriate valorization by a community who speaks the same language of stratifi- 
cation” (Goldring 1997:184). 
Viele Migranten erfahren im Verlauf des Migrationsprojekts mehr Entbehrungen als 
Bestätigung und sie erleiden darüber hinaus einen Verlust an ökonomischer Absiche- 
rung und sozialem Status. Deshalb nutzen sie den rituellen Moment, um zumindest 
im Herkunftsland Bestätigung zu finden und auf diese Weise das „Statusparadox der 
Migration“ (Nieswand 2011) zu überdecken. In den Gesprächen mit den Besuchern 
wurde deutlich, dass sich viele angesichts der hohen Kosten die Heimatbesuche keines- 
falls jedes Jahr leisten können. So empfinden sie diese als eine Art Zielmarkierung im 
Arbeitsalltag und als einen Augenblick der Kompensation ihrer Einbußen an. 
Aufgrund dieser vielschichtigen Aspekte lässt sich die banderona nicht als ein Ver- 
dienstfest im klassischen Sinne beschreiben. Mir fiel auf, dass zwar zahlreiche, vor 
allem männliche Migranten diesen Moment nutzen, um ihre Position und auch ihren 
Beitrag mit Stolz zu markieren. Vor allem weibliche Migranten klagten jedoch darüber, 
dass die Forderungen der Insulaner häufig in aufdringlicher und undistanzierter Weise 
erfolgen. Wie schon erwähnt ist es durchaus üblich, dass die Besucher aus dem Aus- 
land mit zahlreichen Geschenken anreisen, um ihre Angehörigen angemessen für das 
Fest auszustatten; auch Geld bringen sie mit, weil von ihnen erwartet wird, dass sie 
während der Feiertage sämtliche anfallende Kosten übernehmen. Für die Migranten 
sind diese Aufwendungen fester Teil ihrer Heimatbesuche: wer sich die Kosten für 
den Flug, nicht jedoch zusätzlich für diese Geschenke leisten kann, zieht den Heimat- 
besuch erst gar nicht in Erwägung. Trotz der hohen Investition müssen die Heimat- 
besucher auch weitergehende Forderungen ertragen: Während der banderona werden 
sie unaufhörlich angeschnorrt, wegen ihrer Knickrigkeit geneckt, als cheap (geizig) oder 
ingröt (undankbar, unwürdig) beschimpft und müssen am letzten Tag ihres Aufenthal- 
tes einen großen Teil ihrer persönlichen Kleidungsstücke zurücklassen und mit fast lee- 
ren Koffern wieder abreisen. 
Für eine Erklärung dieser Spannungen sind die schon skizzierten historischen 
Hintergründe des Festes relevant, die eine Gesellschaft hervorbrachten, in der lokale Fa- 
milien in einem Abhängigkeitsverhältnis zueinander stehen und schlechter gestellte auf 
der Versorgung durch besser gestellte angewiesen sind. Allerdings stehen nur bei einigen 
der sehr armen lokalen Haushalte der materielle Aspekt des Festes und die damit ver- 
bundene Versorgungsstrategie im Vordergrund. Den meisten Insulanern dient der Fest- 
rahmen vor allem dazu, diese Asymmetrien zu thematisieren, Loyalitäten zu testen und 
Solidaritäten einzufordern. Die während des Festes artikulierten moralischen Bewertun- 
gen materieller Unterschiede erinnern die zurückkehrenden Migranten daran, dass der 
Erfolg des Einzelnen auf dem Funktionieren seiner transnationalen Netzwerke sowie auf 
der Unterstützung durch die in der Heimat verbleibenden Angehörigen beruht. Ange- 
sichts dessen sehen sich viele Besucher damit konfrontiert, in einem generalisierten
	        

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