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Zeitschrift für Volkskunde, 99.2003

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Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Volkskunde, 99.2003

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713457
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713457
Persistenter Identifier:
1625043008386
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 134.2009
Erscheinungsjahr:
2009
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 134, 2009, Heft 2
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Volkskunde
  • Zeitschrift für Volkskunde, 99.2003
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Lindner, Rolf: Vom Wesen der Kulturanalyse
  • Rolshoven, Johanna: Von der Kulturraum- zur Raumkulturforschung Theoretische Herausforderung an eine Kultur- und Sozialwissenschaft des Alltags
  • von Hülsen, Bernhard: Werte wandeln Die Praxis des Sammelns zwischen kulturellem Archiv und profanem Raum
  • Windmüller, Sonja: Zeichen gegen das Chaos: Kulturwissenschaftliches Abfallrecycling
  • Kabel, Lars: Zur Konstruktion ethnischer Identität in einer irischen Grenzgemeinde
  • Seifert, Manfred: Neue Medien und Arbeitswelt. Translokale Arbeits- und Organisationsformen als Herausforderung für die ethnographische Praxis Interdisziplinäre Fachtagung am Volkskundlichen Seminar der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit der Kommission Arbeitskulturen der DGV, Bonn, 26.-28. September 2002
  • Stonus, Dagmar: Die Volkskunde "zu Markte tragen". Freiberufler und ihr Verhältnis zur akademischen Fachdisziplin Fachtagung der Sektion der Freiberufler in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde (dgv) e. V. und des Lehrstuhls für Volkskunde der Universität Würzburg, Würzburg, 1. Februar 2003
  • Sauer, Candy: Virchowjahr 2002 in Berlin
  • Zeitschriftenrezension: Rolf Wilhelm Brednich / Annette Schneider / Ute Werner (Hrsg.): Natur - Kultur. Volkskundliche Perspektiven auf Mensch und Umwelt. 32. Kongreß der DGV in Halle vom 27.09. bis 01.10.1999
  • Zeitschriftenrezension: Hermann Bausinger / Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien (Hrsg.): Volkskultur und Moderne. Europäische Ethnologie zur Jahrtausendwende. Festschrift für Konrad Köstlin zum 60. Geburtstag am 8. Mai 2000
  • Zeitschriftenrezension: Ingrid Tomkowiak (Hrsg.): Populäre Enzyklopädien. Von der Auswahl, Ordnung und Vermittlung des Wissens
  • Zeitschriftenrezension: Lutz Röhrich: "und weil sie nicht gestorben sind...". Anthropologie, Kulturgeschichte und Deutung von Märchen
  • Zeitschriftenrezension: Gudrun M. König / Gottfried Korff (Hrsg.): Volkskunde '00. Hochschulreform und Fachidentität
  • Zeitschriftenrezension: Sabine Besenfelder: "Staatsnotwendige Wissenschaft". Die Tübinger Volkskunde in den 1930er und 1940er Jahren
  • Zeitschriftenrezension: Rolf Lindner: Die Stunde der Cultural Studies
  • Zeitschriftenrezension: Petra Weckel: Wilhelm Fraenger (1890-1964). Ein subversiver Kulturwissenschaftler zwischen den Systemen
  • Zeitschriftenrezension: Alois Moosmüller (Hrsg.): Interkulturelle Kommunikation in der Diaspora. Die kulturelle Gestaltung von Lebens- und Arbeitswelten in der Fremde
  • Zeitschriftenrezension: Sabine Doering-Manteuffel / Josef Mancal / Wolfgang Wüst (Hrsg.): Pressewesen der Aufklärung. Periodische Schriften im Alten Reich
  • Zeitschriftenrezension: Markus Dewald: Kelten - Kürbis - Kulte. Kleine Kulturgeschichte von Halloween
  • Zeitschriftenrezension: Dina Sonntag (Red.): Neuordnungen. Südwestdeutsche Museen in der Nachkriegszeit. Hrsg. von der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg
  • Zeitschriftenrezension: Octave Debary: Fa fin du Creusot ou l'art d'accomoder les restes
  • Zeitschriftenrezension: Konrad Bedal (Hrsg.): Dörfer, Höfe, Stuben. Spuren vergangener bäuerlicher Welten Frankens aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Fotografien von Friedrich August Nagel 1876-1959
  • Zeitschriftenrezension: Oliver Croy / Oliver Elser (Hrsg.): Sondermodelle. Die 387 Häuser des Peter Fritz
  • Zeitschriftenrezension: Thomas Spohn (Hrsg.): Bauen nach Vorschrift? Obrigkeitliche Einflußnahme auf das Bauen und Wohnen in Nordwestdeutschland (14. bis 20. Jahrhundert)
  • Zeitschriftenrezension: Ulrike Langbein: Geerbte Dinge. Soziale Praxis und symbolische Bedeutung des Erbens
  • Zeitschriftenrezension: Thomas Schürmann: Erbstücke. Zeugnisse ländlicher Wohnkultur im Elbe-Weser-Gebiet
  • Zeitschriftenrezension: Marita Metz-Becker (Hrsg.): Schaukelpferd und Schnürkorsett. Kindheit um 1800
  • Zeitschriftenrezension: Christoph Pinzl / Peter Mayer-Diener: Eiserne Pflücker. Das Buch der Hopfenpflückmaschine. Geschichte und Katalog
  • Zeitschriftenrezension: Kleider machen Politik. Zur Repräsentation von Nationalstaat und Politik durch Kleidung in Europa vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Oldenburg: Isensee Verlag 2002, 128 S., zahlr. Farb- und Schwarzweißabb. (Kataloge des Landesmuseums Oldenburg, 19)
  • Zeitschriftenrezension: Kathrin Bonacker: Hyperkörper in der Anzeigenwerbung des 20. Jahrhunderts
  • Zeitschriftenrezension: Elisabeth Meyer-Renschhausen / Albert Wirtz: Der Streit um den heißen Brei. Zu Ökologie und Geschlecht einer Kulturanthropologie der Ernährung
  • Zeitschriftenrezension: Birgit Pelzer / Reinhold Reith: Margarine. Die Karriere der Kunstbutter
  • Zeitschriftenrezension: Diethard Sawicki: Leben mit den Toten: Geisterglaube und die Entstehung des Spiritismus in Deutschland 1770-1900
  • Zeitschriftenrezension: Robert von Friedeburg: Lebenswelt und Kultur der unterständischen Schichten in der frühen Neuzeit
  • Zeitschriftenrezension: Gerd Vonderach (Hrsg.): Landbewohner im Blick der Sozialforschung. Bemerkenswerte empirische Studien in der Geschichte der deutschen Land- und Agrarsoziologie
  • Zeitschriftenrezension: Oliver Doetzer: "Aus Menschen werden Briefe". Die Korrespondenz einer jüdischen Familie zwischen Verfolgung und Emigration 1933-1947
  • Zeitschriftenrezension: Kurt Oesterle: Der Fernsehgast oder Wie ich lernte die Welt zu sehen
  • Zeitschriftenrezension: Michael Hirschfeld: Katholisches Milieu und Vertriebene. Eine Fallstudie am Beispiel des Oldenburger Landes. 1945-1965
  • Zeitschriftenrezension: Hartmut Heller (Hrsg.): Neue Heimat Deutschland. Aspekte der Zuwanderung, Akkulturation und emotionalen Bindung
  • Zeitschriftenrezension: Frauke Geyken: Gentlemen auf Reisen. Das britische Deutschlandbild im 18. Jahrhundert
  • Zeitschriftenrezension: Günter Bayerl / Dirk Maier (Hrsg.): Die Niederlausitz vom 18. Jahrhundert bis heute. Eine gestörte Kulturlandschaft?
  • Zeitschriftenrezension: Ina-Maria Greverus / Kirsten Salein (Hrsg.): Auf Inseln leben. Rügen und Usedom
  • Zeitschriftenrezension: Ursula Weber: Der Polenmarkt in Berlin. Zur Rekonstruktion eines kulturellen Kontakts im Prozeß der politischen Transformation Mittel- und Osteuropas
  • Zeitschriftenrezension: Bernd Rieken: Wie die Schwaben nach Szulok kamen. Erzählforschung in einem ungarndeutschen Dorf. Mit einem Nachwort von Károly Gaál Bernd Rieken: Arachne und ihre Schwestern. Eine Motivgeschichte der Spinne von den "Naturvölkermärchen" bis zu den "Urban Legends"
  • Literaturverzeichnis: Eingesandte Schriften (1997) (2001) (2002) (2003)
  • Sonstiges
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Buchbesprechungen 
313 
gehenden Vorgänge der Enthistorisierung und Verkunstung der Sammlungen hält der 
Band aufschlußreiche Bildzeugnisse und in einem der Beiträge über das Völkerkunde 
museum in Freiburg i. Br. ein bezeichnendes Zitat bereit. 
Im Ganzen bietet der Band - auch aufgrund des sorgfältig recherchierten Abbil 
dungsmaterials - die facettenreiche Schilderung einer Phase der Museumsgeschichte, 
die in wichtigen damals getroffenen Bestimmungen bis in die Gegenwart weiterwirkt. 
Aber zu seinen Merkmalen zählt auch die starke Zurückhaltung gegenüber den all 
gemeinen Perspektiven. Etwa schottet er sich gegenüber der Frage nach Tradition und 
Modernisierung, die zeitweise die Forschungen über die Nachkriegszeit intensiv 
beschäftigte, weitgehend ab. Ebenso verzichtet er darauf, vor dem Hintergrund der seit 
Anfang der siebziger Jahre sich entfaltenden Diskussionen um das Museum auf die 
Nachkriegsentwicklungen zurückzublicken. 
Bielefeld Bernward Deneke 
Octave Debary: Fa fin du Creusot ou Part d’accomoder les restes. Paris : Éditions du 
Comité des Travaux historiques et scientifiques 2002 , 189 S., 6 Abb., separate Abbil 
dungsbeilage mit 26 Fotografien von Gilles Saussier (Fe regard de l’ethnologue, 13). 
Wer sich in der Museumsszene Frankreichs etwas auskennt, wird beim Fesen des 
Titels sofort an das Écomusée de la communauté urbaine Fe Creusot/Montceau-les- 
Mines denken, das Anfang der 1980er Jahre auch bei uns als „das“ Museum für indu 
strielle Archäologie Furore machte. Die nun veröffentlichte Dissertation des Pariser 
Ethnologen Octave Debary zeichnet den Entstehungsprozeß der Institution kritisch 
nach. Doch das eigentliche Thema des schlüssig und anregend geschriebenen Buches ist 
der Umgang mit Geschichte, mit dem kollektiven Gedächtnis und insbesondere mit 
dem Vergessen im Museum. 
Im ersten Teil, „Fe Temps perdu“, skizziert Debary die Vorgeschichte. Den Brüdern 
Francois und Joseph-Eugène Schneider gelang es in den 1830er Jahren, aus dem Ort 
der ehemaligen Kristallmanufaktur von Königin Marie-Antoinette das Industrie-Impe 
rium Schneider & Cie von weltweiter Bedeutung aufzubauen. Die Schneiders koppel 
ten die Eisenstahlgewinnung mit der Herstellung von Produkten (u. a. Maschinenbau 
Und Rüstung). Über vier Generationen prägte das stark patriarchalisch aufgebaute 
Unternehmen - kurz genannt „l’Usine“ - die Stadt nachhaltig. Die Schneiders ließen 
zudem Wohnsiedlungen, öffentliche Gebäude und Straßen bauen. 1960, nach dem 
Tode von Charles Schneider, zerbrach das Imperium, und es entstand ein Konzern, der 
nun von Paris aus agierte und in dem die Familie nur noch wenige Anteile hielt. Der 
Musealisierungs- und Kompensierungsprozeß von der „ville-usine“ zu „ville-musée 
begann ein knappes Jahrzehnt später. Um es mit der patriarchalischen Vergangenheit, 
die der Stadt mehr als ein Jahrhundert ihren Stempel aufgedrückt hatte, aufnehmen zu 
können, mußte diese erst einmal vergessen werden. Das Museum, das im Schloß (dem 
e hemaligen Sitz der Kristallmanufaktur, dann Residenz der Schneiders) eingerichtet 
Werden sollte, konnte erst einziehen, nachdem jegliche Spuren der Schneiders getilgt 
Waren. Die Stadt holte sich für die Realisierung den Pariser Ausstellungsmacher Marcel 
Evrard, der zuvor v. a. für Kunstausstellungen tätig gewesen war. Evrard fand in Hugues 
de Varine, damals Generalsekretär bei ICOM, einen kongenialen Mitstreiter. Gemein 
sam planten sie das Musée de l’Homme et de l’Industrie, das sich nicht wie üblich auf
	        

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