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Globus, 76.1899

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Globus, 76.1899

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714851
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714851
Persistenter Identifier:
BV046441460
Titel:
Nachrichten über deutsche Altertumsfunde
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Asher
Erscheinungsjahr:
1890
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713164
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713164
Persistenter Identifier:
1614867927031
Titel:
Nachrichten über deutsche Altertumsfunde, 13.1902
Erscheinungsjahr:
1902
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Vorderer Einband

Strukturtyp:
Vorderer Einband
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 76.1899
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXXVI. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im Berichtigungen zu LXXVI. Bande. Berichtigungen zu Band LXXV
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1. Juli 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 8. Juli 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 15. Juli 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 22. Juli 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 29. Juli 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 5. August 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 19. August 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 26. August 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 2. September 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 9. September 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 16. September 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 23. September 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 30. September 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 7. Oktober 1899
  • Karsten, Paula: Kinder und Kinderspiele der lnder und Singhalesen. I.
  • Abbildung: Fig. 1. Palany
  • Abbildung: Fig. 2. Palany
  • Abbildung: Fig. 3. Sandanah-Wadiwu, Tamilenkind (Vater Feldarbeiter bei Colombo)
  • Abbildung: Fig. 4
  • Schumacher, Rob.: Eine Reise zu den Tschin-huan in Formosa
  • Henning, Ch. L.: Die Onondaga-Indianer des Staates New-York und die Sage von der Gründung der Confederation der fünf Nationen durch Hiawatha. Auf Grund eigener Forschungen. II. (Schluss.) Die Gründung der Confederation durch Hiawatha
  • Wie besteigt man den Mont Blanc?
  • Kleine Nachrichten
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 14. Oktober 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 21. Oktober 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 28. Oktober 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 4. November 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 11. November 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 25. November 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 2. Dezember 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 9. Dezember 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 16. Dezember 1899
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 23. Dezember 1899
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingegangene Neuigkeiten, Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Paula Karsten: Kinder und Kinderspiele der Inder und Singhaleses 
215 
er alle Fleischabfälle vertilgt und hierdurch verhindert, 
da£s die Luft in Städten und Dörfern verpestet wird. 
Wehe dem Europäer, der es wagen würde, ihren Wohl- 
thäter zu verscheuchen oder gar zu töten! Dieser Vor 
witz könnte ihm sehr teuer zu stehen kommen. Die 
Hochachtung, die der Leptoptilus bei dem Inder geniefst, 
erinnert doch sehr an die Verehrung und ganze Art und 
Weise, mit der der deutsche Volksglaube dem Storch 
entgegenkommt. 
Nun, ob den Wassern der Wolke oder des Teiches 
entstammend, die Kinder, gleichviel welchen Stammes, 
waren von jeher meine Lieblinge, und es besteht eine 
Art geheimen Einvernehmens zwischen uns, und ein 
gegenseitiges Vertrauen führt uns gleich zusammen. So 
zählte ich auch bald Jung - Indien zu meinen intimsten 
Freunden, von den Jüngsten — und die waren sehr 
jung — aufwärts gerechnet. Sie kamen und erzählten 
mir von ihren Leiden und Freuden, wie jedes Kinder 
leben sie umfafst, von ihren Hoff 
nungen und erfüllten Wünschen, 
aber auch die unerfüllten enthielten 
sie mir nicht vor, in der bestimmten 
Voraussetzung freilich, dafs ich sie 
erfüllen würde. 
Sie waren aber kleine guther 
zige Dinger und suchten auch meine 
Wünsche zu erfüllen, so viel es 
in ihren Kräften stand; bald 
brachte dieser, bald jener mir ein 
Wort, eine Redensart in der eigenen 
Muttersprache bei, und es versetzte 
sie jedesmal in eine unbändige 
Heiterkeit, wenn es mir nicht gleich 
gelingen wollte, das Vorgesprochene 
gleich richtig nachzusprechen. 
„Sawmy aher, wassä tschöllu!“ 
ungefähr: „Sag, Sawmy möchte kom 
men, ich bin hier!“ tönte es mir so 
viele Male von fröhlich lachendem 
Kindermunde entgegen, als sich 
von den kleinen braunen Kobolden 
nah und fern aufhielten und mein 
Kommen beobachteten, denn sie 
wufsten, wann dies ungefähr ein- 
treffen würde, und dafs ich dann 
einen unter ihnen mit der obigen 
Bestellung beauftragen und später 
nach guter Ausführung zu belohnen 
pflegte. Anfangs erteilte ich wohl 
gleich den Preis, aber dann erschien kein Sawmy. — 
„Sawmy släp“, hiefs es dann, und die kleinen Betrüger 
legten in so graziöser Stellung die kleine braune Wange 
in das emporgehaltene Händchen, und ahmten mit 
solchem Ernst einen tiefen Schlaf nach, dafs ich aus 
Entzücken über das reizende Bild gar nicht zum Böse 
sein kam. Selbst die weniger guten Eigenschaften 
führen sie mit graziöser Koketterie, oder soll ich sagen: 
koketter Grazie aus. Unter den vielen Kindern, die ich 
kannte, war ein einziges, bei dem dies nicht der P all 
war, und zwar bei einem Knaben, dessen böser, heim 
tückischer Blick schon Kunde gab von einem häfslichen 
Charakter. 
Wie die Stahlsplitterchen auf den Magnet, so sauste 
die ganze kleine Schar blitzschnell auf mich zu, sobald 
sie meiner ansichtig wurde, und hing sich auch gerade 
so fest an mich, bis ich schliefslich die Einrichtung traf, 
immer den nächsten Boten im voraus zu bestimmen. 
Meistens führten sie Sawmy, meinen freundlichen Pundit, 
der mir so schöne Geschichten erzählte, an der Hand 
Fig. 3. Sandanah-Wadiwu, Tamilenkind 
(Vater Feldarbeiter bei Colombo.) 
bis zu mir, zum Beweise, dafs sie meinen Auftrag gut 
und sicher ausgeführt hatten. 
Manchmal verschwand mein Pundit aber noch einmal 
wieder, mit graziösem Lächeln mir vorläufig nur mit 
teilend, dafs er erst sein Bad nehmen möchte. Auf Toi 
lette und Körperpflege hält der eitle Inder sehr und ver 
wendet viel Zeit darauf. Zum Teil hängt dies mit seinen 
religiösen Satzungen zusammen. 
Ein altes indisches Sprichwort sagt: „Mutter mein, 
immer mein, möge reich oder arm ich sein!“ 
darum glauben die Inder auch durch Beilegung dieses 
Ehrentitels am besten ihre Liebe und Ehrerbietung aus- 
drücken zu können. Vom kaum sprechenden Kinde bis 
zum Greise, alle nannten sie mich so. „Mamma“, sagten 
die Alten, „meine Mamma“, die Jungen. Und in wie 
verschiedenen Modulationen konnten die kleinen Schlau 
berger die vier Silben hervorbringen! Je nachdem, was 
sie auf dem Herzen hatten, klangen die Laute weicher, 
einschmeichelnder, auch wohl ver 
langender, dringender, wenn es ihnen 
notwendig schien, mit einem Anflug 
von Trotz. 
Wie gesagt, entstammte das erste 
sterbliche Paar — Yama und Yami 
— nach altindischer Sage aus den 
Wolken. Die letzteren scheinen 
wirklich noch jetzt eine gewisse An 
ziehungskraft auf die Inder auszu 
üben, und zwar von ihrer Geburt 
ab. In schwindelnder Höhe üben 
die Bambuskünstler ihre Stücke aus, 
als ob sie nicht für die feste Erde 
geschaffen wären; Kinder, die kaum 
auf den Beinchen stehen konnten, 
sah ich zappeln vor Ungeduld und 
Verlangen, bis der Vater auf dem 
Rücken lag und sie sich auf seinen 
nach oben gerichteten Fufssohlen 
als angehende Luftkünstler zeigen 
konnten, und so schienen sie der 
Natur auch sehr dankbar zu sein, 
dafs sie mich etwas lang geraten 
liefs, denn wie die Kätzchen klet 
terten sie an mir empor, wenn es 
galt, mir etwas abzuschmeicheln. 
Gleich unserer Kinderwelt haben sie 
eine grofse Vorliebe für das Spiel mit 
Murmeln. Von Zeit zu Zeit brachte 
ich ihnen einige mit, die in 
den schönsten Farben prangten, manche hatten sogar 
einen Gold- oder Silberüberzug. Zur Zeit sollte jedes 
Kind eine Kugel haben, da aber zum Schlufs jedes be 
hauptete, vergessen worden zu sein, ich aber vom Gegen 
teil überzeugt war, so stellte ich sie der Gröfse nach in 
eine Reihe, jedes Kind mufste die rechte Hand aus 
strecken, und in jede legte ich eine Kugel; aber es blieb 
sich ganz gleich; schluchzend beteuerten so und so 
viele, dafs „meine Mamma“ sie ganz vergessen und gar 
nicht lieb hätte, dabei rollten den kleinen Gaunern die 
dicken Thränen über die Wangen, sie klimmten an mir 
empor und umklammerten mich so fest in ihrem Schmerze, 
dafs ich fast zu ersticken meinte. Es war ein wirk 
liches Kunststück, mich von ihnen zu befreien, denn war 
ich glücklich so weit, einen der kleinen Peiniger auf die 
Erde zu setzen, so hingen drei andere schon wieder wie 
die Kletten an mir. Machtworte und List ordneten sie 
schliefslich wieder in eine Reihe. Ich untersuchte sie 
alle aufs gründlichste, die einen, ob sie wirklich keine 
Kugel hätten, die anderen, ob sie nicht als Hehler zwei
	        

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