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Ein Beitrag zur Kenntnis der Trutzwaffen der Indonesier, Südseevölker und Indianer

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Volltext: Ein Beitrag zur Kenntnis der Trutzwaffen der Indonesier, Südseevölker und Indianer

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714199
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714199
Persistenter Identifier:
BV047910214
Titel:
Materialien zur Ethnographie des lettischen Volksstammes des Witebskischen Gouvernements
Untertitel:
eine kritische Beleuchtung
Autor:
Visendorfs, Henrijs
Erscheinungsort:
Mitau
Verlag:
gedruckt bei J.F. Steffenhagen und Sohn
Erscheinungsjahr:
1879
Signatur:
Pn 54332:F8
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Ein Beitrag zur Kenntnis der Trutzwaffen der Indonesier, Südseevölker und Indianer
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorbemerkung
  • Einleitung: Einleitendes
  • Kapitel: I. Kampfstock, Keule, Wurfkeule, Schwert, Streitaxt (Streitbeil)
  • Kapitel: II. Messer und Dolch
  • Kapitel: III. Der Speer
  • Kapitel: IV. Speerschleuder
  • Abbildung: Fig. 1. Riemen-Speerschleuder des Häuptlings von Collasuyu (aus der Bilderchronik "Primer Nueva coronica y buen gobierno" des Huaman Poma S. 169)
  • Kapitel: V. Die Steinschleuder
  • Kapitel: VI. Die Bola
  • Kapitel: VII. Das Wurfholz
  • Abbildung: Fig. 2. Wurfholz aus Nord-Neumecklenburg
  • Kapitel: VIII. Das Blasrohr
  • Abbildung: Fig. 3. Luftrohre aus Nord-Neumecklenburg. Fig. 4. Blasrohre aus Nord-Neumecklenburg
  • Kapitel: IX. Der Bogen
  • Abbildung: Fig. 5. Bogen von Takapoto, Tuamotu-Inseln. (Museum für Völkerkunde zu Leipzig Po 1353 Sammlung Godefroy 827.)
  • Abbildung: Fig. 6. Bogen von Hawaii. (Museum für Völkerkunde zu Berlin.)
  • Kapitel: X. Der Lasso
  • Kapitel: Der Schild
  • Kapitel: Schlussbemerkung
  • Nachwort: Nachschrift
  • Anhang: Anmerkungen
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis: Verzeichnis der Abbildungen und Karten
  • Kapitel: [Karten]
  • Karte: 1. Keulen (vgl. S. 14-16). 2. Messer (vgl. S. 17 f.)
  • Karte: 3. Speer (vgl. S. 21 f.). 4. Steinschleuder (vgl. S. 32 f.)
  • Karte: 5. Blasrohr (vgl. S. 38 f. u. 41 f.). 6. Bogen (vgl. S. 52-55)
  • Karte: 7. Pfeil (vgl. S. 55 f.). 8. Schild (vgl. S. 58 f.)
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

G. FRIEDERICI 
Aus Amerika sind besonders gut durch die Beschreibung des Prinzen von Wied die langen 
Kampf- und Duellstangen der Botokuden bekannt, die sie jetzt aber aufgegeben zu haben 
scheinen”), während wir auch anderenorts diese Waffe als Rest aus primitiven Zeiten finden. 
So bei den Franken noch in den Tagen Karls des Großen?) und bei Finnen und Letten, deren 
Anüttel als „eine echt nationale Waffe“ bezeichnet wird.*) 
Die Keulen der Südseevölker und Indianer in einer auch nur annähernd dem Stande un- 
serer Kenntnisse entsprechenden Vollständigkeit behandeln zu wollen, würde für sich allein 
eine umfangreiche Monographie verlangen. Keulen sind oder waren eigentlich überall; wollte 
man sich in einer Bearbeitung lediglich auf die geographische Verbreitung dieser Waffe be- 
schränken, so tut man besser und hat es einfacher nachzuweisen, wo sie fehlte, als wo sie 
vorhanden war.”) Solche Lücken sind im Gebiet der Südseevölker und Indonesiens verhältnis- 
mäßig noch zahlreicher und augenfälliger, als in dem räumlich weit größeren Amerika. Denn 
einmal sind solche Lücken dort, wie es scheint, wirklich vorhanden. Dann aber kommt es 
daher, daß wir über rund 300 Jahre des Völkerlebens und der Völkerentwickelung Indonesiens 
bedauerlich wenig wissen, und daß zudem vor dieser Zeit schon sehr früh in diesen Gegenden 
indische, chinesische und arabische Einflüsse gewirkt haben. Diese aber haben durch Einfüh- 
rung der schönen Schwerter, Säbel und Dolche ihrer Kulturen die vorher unzweifelhaft vor- 
handenen primitiven Keulen und Holzschwerter der alteingesessenen Bevölkerung fast gänzlich 
verdrängt.?) Trotz des somit fehlenden Materials ist, wie ich zeigen werde, mit Hilfe der Sprache 
auch aus diesen an sich ungünstigen Verhältnissen noch manches ethnologische Ergebnis zu 
gewinnen. Das größte keulenlose Gebiet der Südseeländer befindet sich wohl an der Nordküste 
von Neuguinea innerhalb der Territorien von Kaiser-Wilhelms-Land und des niederländischen 
Anteils. Auf diese Lücke ist schon mehrfach hingewiesen worden”), aber ganz so groß, wie 
man angenommen hat, ist sie doch wohl nicht, und weitere Erkundung dieser noch sehr un- 
bekannten Gebiete wird sie vielleicht noch mehr einschränken. In Yakomul erwarb ich eine 
schöne schwertartige Flachkeule aus hartem, schwerem Palmenholz, 1,35 m lang und 7% cm 
breit an der breitesten Stelle; sie heißt hier wie im benachbarten Paup sakdl und ist nach An- 
gabe der Bewohner auch hier hergestellt. Von anderen Stellen dieses angeblich keulenlosen 
Küstenstriches habe ich die Namen für Keule, ohne allerdings die dazu gehörigen Waffen ge- 
sehen zu haben. So Tumleo: läküb; Muschu: pönkä; Bilibili: sevür; Bob: pägtlis; Graget: 
plägis, Dempwolff hat wälup für Langtub (p- 242). Ferner können doch die schwertartigen 
Weiberwaffen der Eitape- und Le Maire-Inseln*®) nicht gut anders bezeichnet werden, als wie 
Keulen. Die Spanier, Franzosen und Engländer der amerikanischen Kolonialzeit würden diese 
Waffen zweifellos mit den Namen macana oder espada, Epee und sword belegt haben; daß aber 
zwischen einem Holzschwert und einer Keule in vielen Fällen eine reinliche ethnologische 
Trennung gar nicht zu machen ist, wird aus dem Folgenden hervorgehen. Sie werden auch 
als Keulen benutzt und besitzen die genügende Länge und Schwere, um sie von einem Dolch 
scharf zu trennen. Von. den westlichen Le Maire-Inseln, wo sie marı heißen, habe ich eine 
kleine Sammlung dieser Waffen mitgebracht; ein Exemplar von der Insel Keule hat eine Länge 
von 93 cm. Sie liegen zum Schlag ausgezeichnet in der Hand, viel besser als die Keule von 
Yakomul. Schließlich muß noch bemerkt werden, daß auch alte Keulenköpfe aus Stein auf den 
Eitape vorgelagerten Inseln gefunden worden sind. Dagegen ist mir westlich von Eitape, auf 
der ganzen Strecke von hier bis zur Humboldtbai auch nicht eine einzige Keule oder keulen- 
artige Waffe entgegengetreten. 
Während somit hier und anderenorts die Keule bei den Völkern des Südseegebiets fehlt 
oder als Waffe stark zurücktritt, spielt sie an anderen Stellen eine hervorragende Rolle, So in 
Tahiti und in den benachbarten Inselgruppen des weiteren Umkreises neben Lanze und Schleu- 
der”), auf St. Cristoval und in Teilen von Ysabel neben dem Speer”), aber ganz besonders in 
der Fidschi-Gruppe, wo die Keule die Nationalwaffe war, und wo die Keulen berühmter Krieger
	        

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