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Anthropos, 88.1993,1/6

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Anthropos, 88.1993,1/6

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714851
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714851
Persistenter Identifier:
BV046441460
Titel:
Nachrichten über deutsche Altertumsfunde
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Asher
Erscheinungsjahr:
1890
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713096
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713096
Persistenter Identifier:
1608644811978
Titel:
Nachrichten über deutsche Altertumsfunde, 2.1891
Erscheinungsjahr:
1891
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 2, 1891, Heft 1
Sonstige Person:
Virchow, Rudolf
Voss, Albert
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
  • Anthropos, 88.1993,1/6
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: [Inhalt] Anthropos 88.1993/1-3
  • Inhaltsverzeichnis: [Inhalt] Anthropos 88.1993/4-6
  • Zeitschriftenheft: Bd. 88, 1993, Heft 1-3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 88, 1993, Heft 4-6
  • Parkin, Robert: Middle Indian Kinship Systems. A Critique of Georg Pfeffer's Interpretation
  • Schnepel, Burkhard: Die Schutzgöttinnen. Tribale Gottheiten in Südorissa (Indien) und ihre Patronage durch hinduistische Kleinkönige
  • Boubouleix, Dominique: Le "BrahmajaTi" et les gru de Thailande
  • Werbung
  • Röttger-Rössler, Birgitt: Autobiography in Question. On Self Presentation and Life Description in an Indonesian Society
  • Werbung
  • Sottas, Beat: Ausmaß, Richtung und Gewichtung von Unterstützungsleistungen bei Kleinbauern im kenianischen Hochland
  • Silva, José Antunes da: African Independent Churches. Origin and Development
  • VerEecke, Catherine: "It Is Better to Die than to Be Shamed". Cultural and Moral Dimensions of Women's Trading in an Islamic Nigerian Society
  • Werbung
  • Olofson, Harold: Eating the Dry Season in Funtua (1970-71). An Ethnographic View
  • Werbung
  • Ogbomo, O. W.: Women and Society in Pre-Colonial Iyede
  • Werbung
  • Masquelier, Bertrand M.: Descent, Organizational Strategy, and Polity Formation in the Cameroon Highlands (Bamenda Grassfields)
  • Nothnagel, Detlev: Anthropologische Feldforschung in Organisationen. Überlegungen zu einer Kulturanthropologie der "modernen Welt"
  • Stagl, Justin: Der Kreislauf der Kultur
  • Geertz, Armin W.: [Berichte und Kommentare] Theories on Tradition and Change in Hopi Studies
  • Bartelt, Guillermo: Transfer of Kinship Semantics in Apachean English
    Bartelt, Guillermo: Transfer of Kinship Semantics in Apachean English
  • Sarma, Jyotirmoyee: Changes in Tribal Culture in India
  • Bischofberger, Otto: Auflösung des "Matrilinearen Rätsels"? Eine kritische Antwort
  • Brumann, Christoph: Japanische Firmen. Neue Ethnographien
  • Erckenbrecht, Corinna: Wissenschaftsgeschichtlicher und religionsethnologischer Streit. Hochgottglaube versus autochthone Religionsformen am Beispiel der Kamilaroi, Australien
  • Simon, Artur: 100 Jahre Ethnomusikologie. Die "Garland Library of Readings in Ethnomusicology"
  • Aguwa, Jude C. U.: Taboos and Purification of Ritual Pollutions in Igbo Traditional Society. Analysis and Symbolisms
  • Schönenberger, Paul: Mahano Mufumbozi - "Friend in Time of Calamity"
  • Lamberti, Marcello: Omotic and Cushitic. A Reply to Fleming
  • Fleming, Harold C.: Second Reply to Lamberti
  • Zeitschriftenrezension: Rezensionen
  • Rejoinder to Harpening
  • Miszellen
  • Literaturverzeichnis: Neue Publikationen
  • Literaturverzeichnis: Zeitschriftenschau
  • Autorenindex
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Autorenindex
  • Inhaltsverzeichnis: Rezensenten
  • Inhaltsverzeichnis: Geographischer Index
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

340 
Burkhard Schnepel 
Anthropos 88.1993 
für verschiedene Grade der Hinduisierung. Letzt 
lich finden wir im Kult der in Frage stehenden 
Göttinnen noch, daß sowohl Priester als auch ge 
wöhnliche Anbeter vor dem Bildnis zuweilen von 
den Göttinnen besessen werden. 
Nach diesen ersten allgemeinen Ausführungen 
möchte ich jetzt Bildnis und Kult einiger dieser 
Göttinnen aus jeweils unterschiedlichen geogra 
phischen und soziokulturellen Milieus Südorissas 
genauer betrachten. Beginnen wir mit der Göt 
tin Khambheshvari zu Aska, einer lebhaften, vom 
Handel geprägten Stadt im fruchtbaren Strom 
land des Rushikulya-Flusses in der Küstenregi 
on. Khambheshvari gehört zur Gruppe der beson 
ders in Westorissa häufig zu findenden und dort 
als Stambheshvari bekannten Göttinnen. Ihr Na 
me könnte mit „Göttin des Pfahls“ übersetzt wer 
den, was andeutet, daß die Bildnisse dieser Göttin 
vorwiegend aus Holzpfählen bestehen. In Aska 
selbst finden wir eine interessante Verdoppelung: 
vor dem Opferplatz steht das anikonische Symbol 
eines Holzpfahls, während sich im Haupttempel, 
dem Opferplatz gegenüber, ein Steinidol befindet. 
Die Steinrepräsentation Khambheshvaris besteht 
aus einem etwa 120 cm hohen und im Durchmes 
ser circa 40 cm breiten, lingam-förmigen Körper 
mit einer aus Pappe gefertigten, zinnoberroten 
Scheibe als Kopf. Auf diese sind drei goldene 
Augen und ein leicht nach unten gewölbter Mund 
mit einer großen, herausgestreckten Zunge geklebt. 
Khambheshvari wird in Zeiten des pw/a-Dienstes 
in prächtige Seidengewänder gekleidet und mit 
Blumengirlanden behängt. Mir wurde erlaubt, die 
Göttin zu fotografieren, wofür sie der anwesende 
Priester zurechtmachte. Der später hinzugekom 
mene Tempelvorsteher war dann aufgebracht dar 
über, daß für den Anlaß nicht auch noch ein Kon 
strukt mit Armen umgehängt worden war. Eine 
weitere Stufe der Anthropomorphisierung wäre al 
so möglich gewesen, scheint aber nicht regelmäßig 
hinzugefügt zu werden. 
Die Priester des Khambheshvari-Tempels ge 
hören zur niedrigstehenden Kaste der „Gärtner“ 
(mälis). Zweimal täglich, am frühen Morgen und 
am Abend, wird püjä-Dienst ausgeübt, der im we 
sentlichen aus der Darbietung von Lichtem, Weih 
rauch, Blumen und Nahrung, sowie aus dem Läu 
ten einer großen, vor dem Eingang aufgehängten 
Glocke besteht. Zu den dargebrachten Gaben ge 
hören Kokosnüsse, Bananen, dreizackige, als belo 
patra bezeichnete Blätter und die roten Blüten 
der mandara-Blume. 6 Tieropfer gibt es nur noch 
6 Die mandara-Blume stellt ein mit Göttinnen assoziiertes 
Symbol dar. Zuweilen werden die aus dieser Blume ge 
sehen, wenn, dann vor allem anläßlich der großen 
Feste wie Durga-püjä im Herbst und chaitra parva 
(ein ursprünglich tribales, sich an die Symbolwelt 
der Jagd anlehnendes Fest) im Frühjahr. Zu erwäh 
nen ist auch, daß während dieser Feiern und an 
samkränti-TsigQn eine kleine, bewegliche Figur aus 
Messing prozessionsartig um Tempel oder Stadt 
getragen wird. Das ist Khambheshvaris Stellver 
treter-Figur (chalanti pratimä), die ansonsten im 
Tempel rechts neben ihr steht. 7 
Eine mit Khambheshvari verbundene Legen 
de, von der Eschmann durch einen Priester des 
Tempels erfuhr, legt die ursprüngliche Beziehung 
der Göttin zur Dschungelregion und ihren Be 
wohnern nahe. Es wird überliefert, daß Kham 
bheshvari im Traum einem im Wald hausenden 
Mann namens Khambamuni erschien und von ihm 
verlangte, sie als Göttin zu verehren. Die schö 
ne Göttin lebte für einige Zeit mit dem alten 
Mann, als sei sie seine Tochter, was aber von den 
vorbeikommenden Leuten mit Argwohn betrachtet 
wurde. Um sich keiner Schande auszusetzen, of 
fenbarte Khambamuni das wahre Ich der Göttin, 
die daraufhin sofort verschwand. In der Folgezeit 
trieb sie Schabernack mit dem alten Mann, indem 
sie z. B. Armreife kaufte und ihn dafür bezahlen 
ließ. Einmal erschien sie plötzlich mit einem in 
Stücke zerrissenen Baby im Arm vor ihm. Schließ 
lich verlor der Alte seine Geduld und schlug ihr 
ins Gesicht. Daraufhin gab Khambheshvari be 
kannt, daß die Zeit ihrer Spielereien vorbei sei, 
daß Khambamuni sterben müsse und daß sie an 
Ort und Stelle von seinem Sohn zu verehren sei 
(vgl. Eschmann 1978a: 93). 
Der Tempel einer anderen Göttin, namens Mo- 
huri Kalua, befindet sich etwa zwölf Kilometer 
westlich der größten Stadt Südorissas, Berhampur, 
am Rande der von Norden nach Süden verlau 
fenden Hügelkette der Kerandi-Berge. Unmittelbar 
hinter dem Tempel befindet sich ein einzelner, steil 
in die Höhe gehender Berg, auf den ein steiniger 
Pfad führt. Nach einem mühsamen Aufstieg oben 
angekommen, betritt man durch einen schmalen 
machten Girlanden Opfertieren vor ihrer Tötung umge 
hängt. In der Sanskrit- und Oriya-Literatur gibt es das Motiv 
einer Person, die träumt, eine mandara-Girlande zu tragen, 
was ihren bevorstehenden Tod andeutet. Belo patra-Blätter 
werden aufgrund ihrer Trident-Form mit Shiva in Verbin 
dung gebracht, was auch auf eine häufig vorzufindende 
Assoziation der Göttinnen mit Shiva als deren Partner hin 
weist. Ich danke Prof. G. N. Dash für diese Hinweise. 
7 Samkränti-TdLge sind die ersten Tage der solaren Monate im 
Hindu-Kalender. Chalanti pratimä sind die in den meisten 
Hindu-Tempeln Indiens zu findenden tragbaren Figuren, 
die anstelle der Hauptfiguren bei Prozessionen, Ausflügen, 
Bootsfahrten etc. in Aktion treten.
	        

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