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Der Erdball, 5.1931

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Der Erdball, 5.1931

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713019
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713019
Persistenter Identifier:
1604511975343
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 20.1888
Erscheinungsjahr:
1888
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Der Ursprung der Stadt Zürich (Hierzu Tafel II-V.)
Sonstige Person:
Heierli, Jakob
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Der Erdball
  • Der Erdball, 5.1931
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis. Jahrgang V, 1931
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 3. Afrika-Sondernummer
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 4
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 5
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt von Heft 5
  • Werbung
  • Milacsek, J. F.: Die Internationale Persische Kunstausstellung in London. Mit 7 Abbildungen auf Tafelseite 45-47
  • Ahmad, H. Manzooruddin: Kastenjoch in Indien. Mit 3 Abbildungen auf Tafelseite 48
  • Wallisch, Friedrich: Kairuan. Die heilige Stadt der Afrikaner. Mit 4 Abbildungen auf Tafelseite 49-50
  • Peßler, Wilhelm: Kulturkreis und Kernland Niedersachsen, ihre Bedeutung und Erforschung. Mit 4 Abbildungen auf Tafelseite 51-52
  • Wirth, Kurt: Chilenen und Argentinier
  • Leisegang, Herbert: Robinson Crusoe und Daniel Defoe. (Eine Würdigung des englischen Schriftstellers zu seinem 200. Todestag am 26. April 1931.)
  • Frobenius, Leo: Des Menschen Schicksal auf dieser Erde. (Schluß.)
  • Steinen, Helmut von den: Indien und England. Zum Gedenken an Josef Horovitz
  • Zeitschriftenrezension: Gotha, Das Buch einer deutschen Stadt. Herausgegeben von Kurt Schmidt. Heft IV
  • Zeitschriftenrezension: Handbuch der Geographischen Wissenschaft, Die Länder der Erde in Natur, Kultur und Wirtschaft. Herausgegeben von Fritz Klute. Lieferung 1: Afrika, Heft 1 von Fritz Klute. Lieferung 2: Australien, Heft 1 von Walter Geisler. Lieferung 3: Südamerika, Heft 1 von Otto Maull
  • Zeitschriftenrezension: Walter Mittelholzer, Kilimandjaro- Flug
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 6
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 7
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 8
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 9
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 10
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 11
  • Zeitschriftenheft: 5. Jahrgang 1931, Heft 12
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

193 
turen tragen; ein Land, wie das der 
Vereinigten Staaten, stets eine Jäger 
kultur (gleichgültig ob Bisons oder 
Dollars gejagt werden) usw. So sind 
also die beiden Urkulturen ihrem 
Wesen und Stil nach in den ihnen 
zugehörigen Räumen nicht aus 
gestorben, haben sich vielmehr in 
dem diese Räume erfüllenden Lebens 
gefühl erhalten. So kommt es denn, 
daß die Länder Westeuropas, die in 
den Eiszeiten Heimat der vorherr 
schend magischen Kultur waren, 
deren Blütenblätter uns noch an eini 
gen Stellen in der hohen Felsbilder 
kunst erhalten sind, zum Quellboden 
des Tatsachensinnes wurden, der 
im Rationalismus Frankreichs und 
Realismus Englands seine letzten 
Ausdrucksformen fand. — Anderer 
seits ist die Frage, ob der Heimat 
boden der Kultur der Mystik in 
Afrika oder in Süd- oder Südostasien 
zu suchen ist, noch nicht zu beant 
worten. 
Fassen wir nun die Wurzelerschei 
nungen der großen Kulturkurve, die 
ich oben schilderte, ins Auge, so ist 
in den verschiedensten Episoden das 
sinnvolle Hervortreten der Grund 
charakter-Eigentümlichkeiten der 
beiden Urkulturen (magische und 
mystizistische) ohne Schwierigkeit 
wieder zu erkennen — nicht etwa 
im Typus ererbter Eigentümlichkei 
ten, sondern in dem der Wesenszuge 
hörigkeit einmal zu einem männ 
lichen, das andere Mal zu einem weib 
lichen Paideuma. Die so hervorge 
tretenen Merkmale geben dann in 
jedem Falle die Möglichkeit, den Ent 
faltungsvorgang und die hierbei be 
teiligten Faktoren zu erkennen. 
Das auf solchen Tatsachen- und 
Wirklichkeitsgrundlagen von selbst 
sich aufbauende Wesen der Kultur 
dokumentiert sich endgültig als ein 
Gestaltsinn fast unfaßbarer Dimen- 
sionalität und Herrlichkeit. Dieser 
Gestaltsinn macht, wenn nur erst 
einmal ergriffen und begriffen, die 
Beziehung aller Anteile, sowohl der 
Räume (geographische Beziehungen) 
wie der Menschen (resp. der Völker), 
wie der Zeit, ohne weiteres verständ 
lich. Was aus ihm spricht, ist in allen 
Teilen das, was Goethe in einem höhe 
ren Sinne Natur nannte. Von der 
Gewalt dieser Erscheinung ergriffen, 
wird alles sowohl bedeutend wie 
auch wesenlos — beides, weil dieser 
Betrachtungsweise ein jedes zum Teil 
und auch Sinnbild einer allumfassen 
den Totalität wird, unter deren Ein 
druck dem Menschen wieder die 
Fähigkeit der Ehrfurcht, die unter 
der Herrschaft des letzten Jahrhun 
derts euramerikanischer Kultur in 
die kümmerlichsten Winkel zurück 
gedrängt wurde, zuteil werden kann. 
* 
9. Der Gestaltwandel der Kultur. 
Das Eintreten der zuletzt erwähn 
ten Erscheinung läßt wiederum einen 
tiefen Sinn erkennen. Um diesen zu 
erschließen und damit die Bedeutung 
der euramerikanischen Kultur des 
vorigen Jahrhunderts erfassen zu 
können, wird es wünschenswert, noch 
einmal das Augenmerk zu richten auf 
das Wesen des Geschehens (soweit 
wir es zu ergreifen vermögen) mit dem 
Ziel, eine Erkenntnis über die Lage 
rung unseres Status quo zu gewinnen. 
Die ersten Kapitel und die erste 
Periode der „Kulturgeschichte der 
Menschheit“ vermögen wir heute noch 
nicht zu entziffern. Gestalt wird sie 
uns erst mit der Kultur der Mystik, 
die von jeher in südlichen Klimaten 
beheimatet gewesen sein muß. Im 
Lebensgefühl dieser Kultur (zweite 
Kulturperiode) spiegelt sich der 
Sinn der Alleinheitlichkeit alles or 
ganischen Wesens, die in der engsten 
Beziehung aller Dinge untereinander 
besteht und eine Welt der Zusammen 
gehörigkeit ist, für die es weder einen
	        

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