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Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 18.1908

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 18.1908

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713012
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713012
Persistenter Identifier:
1604511403599
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 13.1881
Erscheinungsjahr:
1881
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Miscellen und Büccherschau
Sonstige Person:
Friedländer, Julius
Mestorf, Johanna
Hartmann, Rud.
Hartmann, Robert
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift des Vereins für Volkskunde
  • Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 18.1908
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft: Heft 1
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Zeitschriftenheft
  • Sartori, Paul: Das Wasser im Totengebrauche
  • Hertel, Johannes: Der kluge Vezier, ein kaschmirischer Volksroman
  • Nachtrag: Nachträge
  • Zoder, Raimund: Die Melodien zu der Ballade von der Nonne
  • Gerbing, Luise: Die Thüringer Volkstrachten
  • Schönbach, Anton E.: Die Bereitung der Osterkerze im Mittelalter
  • Lehmann-Filhés, Margarete: Ein isländisches Pfarrhaus vor hundert Jahren
  • Blümml, Emil Karl: Zur Ballade vom Ritter Ewald
  • Pappusch, Otto: Inschriften an Kruzifixen und Bildstücken in Westfalen
  • Manacorda, Guido: Zu dem volkstümlichen Motive von den weiblichen Schönheiten
  • Böckel, Otto: Luiska
  • Zachariae, Theodor: Das Dach über einem Sterbenden abdecken
  • Stiefel, A. L.: Sprichwörter-Anekdoten aus Franken
  • Bolte, J.: Aberglaube aus Würtemberg
  • Zuidema, Willem: Zu Kerkerings Grabschrift
  • Bolte, J.: Neuere Märchenliteratur
  • Zeitschriftenrezension: A. Deissmann, Licht vom Osten. Das Neue Testament und die neu entdeckten Texte der hellenistisch-römischen Welt. Mit 59 Abbildungen im Text
  • Zeitschriftenrezension: Troels-Lund, Himmelsbild und Weltanschauung im Wandel der Zeiten. Autorisierte, vom Verf. durchgesehene Übersetzung von Leo Bloch. 3. Auflage
  • Zeitschriftenrezension: Svante Arrhenius, Die Vorstellung vom Weltgebäude im Wandel der Zeiten. Das Werden der Welten, Neue Folge
  • Zeitschriftenrezension: Karl Wehrhan, Die Sage. (Handbücher zur Volkskunde, Bd. I)
  • Zeitschriftenrezension: Friedrich Kluge, Bunte Blätter, kulturgeschichtliche Vorträge und Aufsätze
  • Zeitschriftenrezension: Deutsches Leben der Vergangenheit in Bildern. Ein Atlas mit 1760 Nachbildungen alter Kupfer und Holzschnitte aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, mit Einführung von H. Kienzle, hsg. von Eugen Diederichs, Bd. 2
  • Zeitschriftenrezension: Paul Sébillot, Le paganisme contemporain che les peuples celto-latins
  • Zeitschriftenrezension: Fritz Pradel, Griechische und süditalienische Gebete, Beschwörungen und Rezepte des Mittelalter, hsg. und erklärt
  • Zeitschriftenrezension: Karl Böckenhoff, Speisesatzungen mosaischer Art in mittelalterlichen Kirchenrechtsquellen des Morgen- und Abendlandes
  • Anmerkungen: Berichtigung zu S. 228f.
  • Sonstiges: Notizen
  • Register: Register
  • Anmerkungen
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Das Wasser im Totengebrauche . 
365 
auf dem Eichsfelde , die hinter der Leiche ihres Kindes einen Eimer Wasser ausoiesst , erklärt das damit : „ dass nicht auch noch ein anderes Kind stirbt " ( Waldmann , Programm Heiligenstadt 1864 , S . 19 ) . Im heutigen Griechenland schüttet man in dem Augenblicke , wo die Leiche das Haus verlässt , einen Krug mit Wasser aus und zerbricht auch wohl den Krug selbst ( Wasmannsdorf , Progr . Berlin 1884 , S . 9 ) . Auch die See - Dajaken von Sarawak zerschmettern in dem Augenblick , wo die Leiche zur Wohnung hinausgetragen wird , einen Krug mit Wasser auf dem Fussboden ( Wilken , Über das Haaropfer 1 , 246 ) * ) • 
In Arkadien muss man , wenn ein Leichenzug beim Hause vorbeigeht , eine Kanne Wasser ausgiessen und spi echen . „ Möge Gott ihm seine Sünde vergeben , dass sie nns nicht erreiche ( Globus 65 , 55 ) . In Wahrheit wollen sich dadurch die Überlebenden schützen , wie anderswo ( oben 17 , 368 ) bei derselben Gelegenheit durch Anzünden von Lichtern . Auch in der Gegend von Damaskus schüttet beim Yorbeipassieren einer Leiche das gewöhnliche Volk das Wasser aus den Krügen aus ( Curtiss , ürsemit . Religion S . 231 , Anm . 2 ) . In Falkenstein wird auf dem Wege zum Kirchhof vor jedem Wegekreuz abgesetzt und der Sarg unter Gebet mit Weihwasser besprengt und mit Weihrauch beräuchert ( Bull , de folklore 1 , 253 ) . 
Weil das Wasser also gegenüber dem Toten und allem , was von ihm ausgeht , hindernde und abwehrende Kraft zeigt2 ) , wird es hier und da vermieden , einen Toten auf dem Wege zur Beerdigung über 
1 ) In Armenien wirft und zerschlägt man hinter einem Toten wie hinter einem Feinde Töpfe mit den Worten : „ Geh und komm nicht zurück " . Dasselbe tut man , wenn ein Feind vom Hause fortgeht , dagegen , wenn ein Freund fortgeht und man baldige Wiederkehr wünscht , giesst man hinter ihm Wasser aus ( Abeghian , Der armenische glaube S . 12 ) . Wasserausschütten wird auch sonst gegen dämonische Wesen angewandt , 1 B . gegen Hexen ( Witzschel , Sagen aus Thüringen 2 , 262 ) . Über die Gefährlichkeit des Wasserausschüttens überhaupt s . oben 3 , 3G . Wasser , das vor der Tür ausgegossen wird , inuss man entweder dicht vor seinen Füssen oder an die Wand giessen , weil man sonst •einen der sich gewöhnlich an den Haustüren authaltenden Geister begiesst und dieser dann traurig ist ( Toppen , Masuren S . 112 ) . 
2 ) Wasser hält ja überhaupt alle möglichen dämonischen Wesen zurück . Gespenster müssen vor einem Bach haltmachen ( Kuhn , Westfäl . Sagen 1 , 179 . Hüser , Progr . Brilon 1893 , S . 25 ; Progr . Warburg 1898 , S . 9 . 15 . Liebrecht , Zur Volkskunde S . 317 ) . Hexen können nicht über Gewässer ( Hüser , Progr . Warburg 1898 , S . 13 ) ; auch Irrlichter nicht ( Schönwerth , Oberpfalz 2 , 98 ; Rochholz , Aargausagen 2 , 85f . ) . In einem Märchen der Awaren ( Kaukasus ) kann die Kart , eine Unholdin , ein Gewässer sogar trotz der Brücke nicht passieren ( Liebrecht a . a . 0 . ) . Gegen die Drud stellt man die Füsse der Bettlade auf Ziegelsteine und diese in ein Gefäss mit Wasser ( Schönwerth , Oberpfalz 1 , 227 ; vgl . Laistner , Rätsel d . Sphinx 1 , 196 ) . Auch die Laumen nähern sich keinem Bett , unter das man ein Glas Wasser oder eine Schüssel mit Wasser und Brot gestellt hat ( Vecken - stedt , Mythen d . Zamaiten 2 , 98 ) . Die Rakshas überschreiten nicht die Wasser ( Oldenberg , Relig . d . Veda S . 489 ) . Dämon des Meltaus wird durch einen Wasserring , in dem nur eine schmale Öffnung gelassen wird , zum Entweichen gebracht ( Crooke , Popular religion and folklore of Northern India S . 380 ) . Für den wilden Jäger bildet ein Bach ein un -
	        

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