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Zwölf Sibyllen Weißagungen

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Objekt: Globus, 48.1885

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714810
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714810
Persistenter Identifier:
BV043551281
Titel:
Sociologus
Untertitel:
journal for social anthropology
ISSN:
0038-0377
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Duncker & Humblot
Erscheinungsjahr:
1932
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-712258
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712258
Persistenter Identifier:
1539869801699
Titel:
Sociologus, N.F. 1.1951
Erscheinungsjahr:
1951
Signatur:
LA 6467
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
1. Jahrgang, 1951, Heft 2
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Inhalt / Contents
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 48.1885
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1885
  • Cagnat's und Saladin's Reisen in Tunesien. III. (Sämmtliche Abbildungen und Zeichnungen H. Saladin's.)
  • Abbildung: Brücke über die Sebcha südlich von Hergla
  • Abbildung: Mahedia
  • Abbildung: Susa von Norden
  • Abbildung: Die jüdische Köchin Tuira in Lamta
  • Abbildung: Detail vom Amphitheater von el-Dschem
  • Abbildung: Markt in Muknin
  • Blumentritt, F.: Die neuen Erwerbungen Spaniens an der Atlantischen Küste Nordafrikas
  • Garde: Die ostgrönländische Expedition. (Deutsch von W. Finn.) I.
  • Kürzere Mittheilungen
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1885
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

108 
Marine - Premierlieutenant Garde: Die ostgrönländische Expedition. 
Wangen rollten. Dann wurden die Hörner wieder zurück 
gegeben und nun erst begann die Unterhaltung, welche 
übrigens beiderseits mit nicht besonderer Lebhaftigkeit ge 
führt wurde. Die Grönländer sind im Ganzen genommen 
wunderliche Menschen; die Ruhe und die Gleichgiltigkeit, 
womit sie ihre liebsten Verwandten und Freunde begrüßen, 
ist für uns Europäer geradezu verletzend, denn wenn es 
auch nicht die Liebe zu einander ist, so giebt doch die Neu 
gierde bei einem solchen Wiedersehen Veranlassung, über 
eine Menge Dinge zu sprechen, und in diesem Falle, wo 
sich Navfalik und Okaluatak wiedersahen, war doch eigent 
lich Grund genug für den letzteren vorhanden, neugierig 
zu sein, denn es ereignet sich ja nicht jeden Tag, daß 
Okaluatak von drei Kopenhagenern und einem Norweger 
empfangen wird, wenn er am Abend vom Fange heim 
kehrt. Man kann manchmal fast ärgerlich auf die Grön 
länder werden wegen der außerordentlichen Ruhe, mit wel 
cher sie Alles hinnehmen. Viel davon ist sicher Komödie, 
aber sie sind von Jugend auf dazu erzogen, ihren Gefühlen 
so wenig als möglich Ausdruck zu geben. 
Nun, Okaluatak wollte auch mit uns reifen. Wir 
blieben anl nächsten Tage noch in Juugsnit, trockneten 
unsere Boote und ließen das Eis sich noch etwas mehr 
zerstreuen. Die Anerotokcn stießen mit zwei Frauenbooten 
zu uns und so waren wir nun bei Juugsnit nicht weniger 
als 119 Personen, welche alle einen und denselben Weg 
nordwärts verfolgten. Diese 119 Personen vertheilten sich 
auf 37 Westländer und Europäer und 82 Ostländer. 
Letztere bestanden wieder aus 17 Männern, 34 Weibern, 
11 Knaben und 20 Mädchen, und endlich gehörten zu 
ihnen noch 10 bis 12 mehr oder weniger bissige, wolfs 
ähnliche Hunde, welche vo>n Morgen bis zum Abend ein 
Heulkonzert (bellen können sie nicht) veranstalteten. Diese 
Hunde wurden von ihren Herren wegen ihrer räuberischen 
Gewohnheiten mit Steinen und Fußtritten oft recht grau 
sam behandelt. Hanseräk hielt an diesem Abende einen 
außerordentlich feierlichen Gottesdienst für alle Heiden ab. 
Es war wirklich etwas Stimmungsvolles über das Ganze 
ausgebreitet, das selbst den verstocktesten Sünder ergreifen 
mußte; die Heiden lauschten denn auch dem Psalmen- 
gcsange ihrer christlichen Landsleute wie der Rede HansL- 
rak's mit einer Andacht und einem Ernste, die nur der be 
greifen kann, der etwas Aehnliches gesehen hat. Diese 
Versammlung wilder, wettergebräunter Menschen, welche 
in täglichem Kampfe mit den Elementen lebten, gewährte 
einen wunderbaren Anblick, als Hanserak seine milden und 
friedfertigen Worte an sie richtete, und, als er zum Schlüsse 
dieselben fragte, ob sie ihn gerne wieder hören würden, er 
hielt er von Allen ein einstimmiges Ja. Es ist freilich 
ein niederdrückender Gedanke für uns Europäer, daß die 
Lehre, welche diesen Menschen nun zum ersten Male ge 
predigt wurde, mit die Ursache dazu sein wird, daß die 
Ostländer ebenso verarmen, wie die Westländer! Denn, 
werden erst Missionsstationen an der Ostküste eingerichtet, 
dann folgt jedenfalls auch der Handel — und dieser ruinirt 
die Leute. Es wäre zu wünschen, daß sich in Dänemark 
Leute fänden, welche ihre guten Pfründen mit den Klippen 
Ostgrönlands vertauschen und zugleich einsehen möchten, 
daß der Verkünder des Christenthums sich dazu bequemen 
muß, der Handelsboutiquen zu entbehren und sich an See- 
hundsflcisch und Speck zu gewöhnen. 
Am Morgen des 6. Juli verließen wir Jnugsuit. Wir 
hofften noch an demselben Tage den Eisgletscher Puisor- 
tok zu passircn, diesen von den Heiden so viel erwähnten 
„gefährlichen" Punkt an der Küste. Leider war dies nicht 
der Wille des Geschicks. Um 12 Uhr erreichten wir die 
Spitze von Kap Ad ela er. Navfalik bestieg das Gebirge, 
um sich über die Eisverhältnisse zu orientiren; er brachte 
die Nachricht, daß nördlich vom Kap Adelaer das Eis 
überall dicht zusammengepackt liege. Diese Kunde kam 
uns nicht ganz unerwartet, denn je weiter wir vorwärts 
kamen, desto dichter war das Eis geworden: Um das Kap 
mußten wir aber herum, denn wo wir uns befanden, war 
nichts anderes als die steilen Klippen, und auf diesen 
konnten wir unsere Zelte nicht aufschlagen. Wir erreichten 
nun einen Platz, Karraakornak, belegen zwischen Kap 
Rantzau und Kap Adelaer. Die Oertlichkeit hatte eine 
unheimliche Vergangenheit; an diesem Punkte nämlich war 
es, wo Graah sich genöthigt sah, die Hälfte feiner Be 
satzung heimzufenden und als einziger Europäer mit den 
Grönländern weiter zu gehen, die ihm treu geblieben waren. 
Dunkle Ahnungen, die zum Theil in Erfüllung gehen 
sollten, ergriffen uns deshalb, als wir diesen Ort aufsuchen 
mußten. 
Wir schlugen indessen unsere Zelte auf und richteten 
uns auf unsere alte Weise ein; rund um uns hatten wir 
alle unsere 82 Heiden placirt. Da sich das Wetter wäh 
rend der 17 Tage, während welcher wir hier festgebannt 
waren, schön und gut hielt, so benutzten wir unsere Zeit zu 
Vermessungen und anderen Untersuchungen. Kap Rantzau 
und Kap Adelaer wurden von den Vermessern und Natur 
forschern von allen Seiten bestiegen, und das während 
dieser langen Einsperrung erreichte Resultat wird gewiß 
zu seinem Rechte kommen, wenn einmal die Arbeiten der 
Expedition vollständig bearbeitet werden. Die ersten elf 
Tage verstrichen, ohne daß wir auch nur ein Murren unter 
unseren Leuten hörten. Am Tage arbeiteten wir, des 
Abends spielten wir mit den Grönländern und sahen den 
wunderlichen Tänzen der Heiden zu; auf diese Weise 
machten wir den Aufenthalt so interessant als möglich. 
Die Grönländer hatten in alter Zeit einen Gebrauch, der 
jetzt leider an der Westküste verloren gegangen ist, doch an 
der Ostküste noch florirt. Wenn Leute nach langer Winters 
zeit sich im Sommer auf ihren Reisen begegneten und ein 
ander durch allerlei Spiele und Sportübungen an den 
schönen Sommerabenden erheiterten, dann war der „Trom 
meltanz" eine der beliebtesten Unterhaltungen. Dieser 
war (an der Ostküste ist er es noch) indessen nicht nur zur 
Belustigung allein im Schwange, er repräsentirte auch das 
einzige eigentliche-grönländische „Gerichtsverfahren". Wenn 
die Grönländer Zwistigkeiten unter einander hatten, oder 
wenn der eine sich von dem anderen übervortheilt oder- 
gekränkt fühlte, dann wurde alles im Trommeltanze aus 
geglichen und dies auf die Weise, daß der Gegner zum 
Takte der Trommel (ein Holzring mit einem Felle über 
spannt) und unter den wunderbarsten Tänzen einander 
„ansangen". Die Streitenden verfaßten entweder im Vor 
aus die Schmählieder, welche sie über ihre Gegner zu singen 
gedachten, oder improvisirten auch solche, und die in einem 
Kreise um die Streitenden versammelte Menge urtheilte 
dann, wer Recht habe. Hauptsächlich galt es in dem 
Schmähliede, alle Schwächen des Gegners hervorzuheben, 
so daß dieser gründlich lächerlich gemacht wurde; dann war 
man sicher, das Urtheil der Menge für sich zu gewinnen, 
denn in den Augen der Grönländer giebt es nichts Schlim 
meres, als lächerlich gemacht zu werden. Der Tanz des 
Singenden ist mit das Wunderlichste, was ich je von einem 
Menschen habe ausführen sehen. Er wendet und dreht 
sich, schneidet die furchtbarsten Gesichter, lacht und weint, 
schnappt nach Luft und seufzt, brüllt wie ein Bär und 
springt umher, bald ansrecht, bald ganz zusammengekauert, 
während er fortgesetzt sein Gedicht nach einer monotonen,
	        

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