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Band: Die Hohenzollern-Legende, 1. Band

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Objekt: Band: Die Hohenzollern-Legende, 1. Band

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714810
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714810
Persistenter Identifier:
BV043551281
Titel:
Sociologus
Untertitel:
journal for social anthropology
ISSN:
0038-0377
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Duncker & Humblot
Erscheinungsjahr:
1932
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711990
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711990
Persistenter Identifier:
1518164887737
Titel:
Sociologus, N.F. 38/41.1988/91
Erscheinungsjahr:
1991
Signatur:
LA 6467
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mehrbändiges Werk: Die Hohenzollern-Legende
  • Band: Die Hohenzollern-Legende, 1. Band
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Tafel: Überfall und Brandschatzung eines Dorfes durch Ritter und Reisige Nach einem farbigen Holzschnitt von Hans Sebald Beham. Aus dem 16. Jahrhundert
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Sonstiges: Programm der "Kulturbilder"
  • Inhaltsverzeichnis: Kapitel-Übersicht des ersten Bandes
  • Kapitel: Einleitung. Die Hohenzollern-Legende der Gegenwart
  • Kapitel: Erster Teil
  • Kapitel: I. Adelsanarchie (1134-1426)
  • Kapitel: II. Die neuen Junker und die neuen Fürsten (1426-1519)
  • Abbildung: 42. Ältestes Wappen der Neustadt Brandenburg
  • Abbildung: 43. Ausstäupen [...]
  • Abbildung: 44. Enthauptung rebellischer Bürger [...]
  • Abbildung: 45. Hohenzollern bei Hechingen Nach einem Kupferstich von Matthäus Merian
  • Abbildung: 46. Zunftstube mit zechenden und disputierenden Zunftmeistern um 1500
  • Abbildung: 47. Bürgerliche Frauentracht im Mittelalter [...]
  • Abbildung: 48. Leben im Mittelalter: Fechtboden und Frauenhaus Nach einem Blatt vom "Meister mit den Bandrollen"
  • Abbildung: 49. Bauer mit Spaten [...]
  • Abbildung: 50. Adliger zu Pferde
  • Abbildung: 51. Ritterfräulein zu Pferde
  • Abbildung: 52. Bauern mit Ochsen und Bären pflügend
  • Abbildung: 53. Abforderung des Wegzolls
  • Abbildung: 54. Kinder des Kurfürsten Albrecht von Brandenburg (1470-1486)
  • Abbildung: 55. Reitender Bote Nach einem Kupferstich von Albrecht Dürer
  • Abbildung: 56. Stettin im 15. Jahrhundert [...]
  • Abbildung: 57. Bauern den Zehnten entrichtend [...]
  • Abbildung: 58. Randverzierung eines Psalteriums Aus dem frühesten bekannten märkischen Druckwerk aus der Druckerei des Zisterzienserklosters Zinna Etwa um 1492
  • Abbildung: 59. Aus dem frühesten Drucke des "Sachsenspiegels" [...]
  • Abbildung: 60. Tanz bei Hofe
  • Abbildung: 61. Böhmische und ungarische Landsknechte auf dem Marsche
  • Abbildung: 62. Handelsschiff im Mittelalter
  • Abbildung: 63. Zur Berliner Judenverfolgung im Jahre 1510 Aus einer Schrift wider die Berliner Juden Erschien 1511 in Frankfurt a. O
  • Abbildung: 64. Ritter im Dorfe
  • Abbildung: 65. Turnier am brandenburgischen Hofe Nach einem Holzschnitt von Lukas Cranach. Aus dem Jahre 1509
  • Abbildung: 66. Fuhrmann Nach einem Holzschnitt von Jost Amman
  • Kapitel: III. Das Evangelium von der weltlichen Obrigkeit (1519-1571)
  • Kapitel: IV. Die Vollendung des Junkerstaates (1571-1615)
  • Kapitel: V. Der Bankrott des Junkerstaates (1615-1640)
  • Kapitel: VI. Fürstenmacht und Bauernknechtung (1640-1653)
  • Kapitel: VII. Absolutistische Revolution (1653-1663)
  • Kapitel: Zweiter Teil
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

—103 — 
Nur daß auch 
hier wieder der all⸗ 
gemeine Fortschritt für 
die unteren Klassen kein 
Fortschritt war. Die 
Bauern hatten auf 
dem Landtag keine 
Vertretung. Vielmehr 
wurde eben der Land⸗ 
tag zum Hebel, mit 
dem der Junker sie 
zur Gutsarbeit zwang. 
Die mittelalterliche Or⸗ 
ganisation der Ge— 
sellschaft hatte den 
Bauern Zinse, Zehnte 
und Steuern zu tragen 
gegeben, hatte sie auch 
gelegentlichen Überfällen durch Naubritter oder auswärtige Feinde überliefert, hatte 
fie aber im übrigen in ihrem täglichen Tun und Treiben noch ziemlich unbehelligt 
gelassen. Der neue Landesstaat, der nun aus der Desorganisation der mittelalterlichen 
Gesellschaft erwuchs, befreite sie zwar ganz von den Raubrittern und auch für 
längere Zeit von den äußeren Feinden. Aber er unterwarf sie einem Gesetz, 
das ihre tägliche Arbeit, die Sicherheit ihres Besitzes und die Freizügigkeit ihrer 
Kinder zu ergreifen begann. Die Form der Unterdrückung wurde gemildert: statt 
gewalttätigen Überfalles ein kraft Rechtens erlassenes Gesetzl Aber gerade dadurch 
wurde die Unterdrückung erst wirklich dauernd und griff nun erst in alle Dörfer 
im ganzen Land gleichzeitig hinein. Was weltgeschichtlich betrachtet ein Fortschritt 
der Organisation, das war sozial gesehen nur ein neues, furchtbareres Ausbeutungs 
mittel der Junker über die Bauern. 
Die Entwickelung zum zentralisierten Staat ist keine auf Brandenburg be— 
schränkte Erscheinung. Aus der gleichen Ursache — Entstehung neuer Produzenten⸗ 
klassen mit zentralistischer Tendenz — sind in der gleichen Zeit fast in ganz Europa 
ihnliche Entwickelungen zutage getreten. Und überall hat die Zentralisation des 
Staates die Stellung der Fürsten gehoben. Sie wurden naturgemäß zum Kopf der 
neuen zentralisierten Verwaltung, ihnen wuchsen damit neue Aufgaben und neue 
Funktionen im Staatsleben zu. In den Staaten, wo eine bürgerlich-kaufmännische 
Klasse die treibende Kraft der Zentralisierung war, machte sie den Fürsten zum 
möglichst unumschränkten Herrn des Staates; jedes Zerbrechen adliger oder 
städtischer Privilegien erweiterte ja den Markt der neuen kaufmännisch-industriellen 
Klasse. Wo aber der gutsbesitzende Adel der staatenbildende Faktor war, machte die 
Zentralisation und damit die Macht des Fürsten Halt, sobald sie vor die Tore des 
Rittergutes kam. Jenes war in den italienischen Städtestaaten, in Frankreich,
	        

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