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Globus, 96.1909

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 96.1909

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711897
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711897
Persistenter Identifier:
1515154324621
Titel:
Anthropos, 93.1998
Erscheinungsjahr:
1998
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Farbkeil

Strukturtyp:
Farbkeil
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 96.1909
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des XCVI. Bandes
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 8. Juli 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 15. Juli 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 22. Juli 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 29. Juli 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 5. August 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 12. August 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 26. August 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 2. September 1909
  • Frangian, E.: Die persischen Syrer
  • Struck, Bernhard: Die Geheimbünde der Balon
  • Gutmann, B.: Die Gottesidee der Wadschagga am Kilimandscharo. (Schluß.)
  • Die Seidenindustrie in Japan
  • Kleine Nachrichten
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 9. September 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 16. September 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 23. September 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 30. September 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 7. Oktober 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 14. Oktober
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 21. Oktober 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 28. Oktober
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 4. November 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 11. November 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 25. November 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 2. Dezember 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 9. Dezember 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 16. Dezember 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 23. Dezember 1909
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 30. Dezember 1909
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingesendete Neuigkeiten, Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Die Seidenindustrie in Japan. — Kleine Nachrichten. 
131 
Nahe liegt die Annahme, daß die Gottesidee der Wa- 
dschagga von den Mäsai beeinflußt worden ist. Die Be¬ 
rührungspunkte dieser beiden Rassen beschränken sich 
nicht bloß auf kriegerische Zusammenstöße. Die Mäsai 
bezeichnen noch jetzt die Kilimandscharosteppe als ihre 
Heimat; sie standen verschiedentlich auch mit Dschagga- 
fürsten im Bunde. Das Schmieden und Handhaben der 
Waffen haben sie von den Steppensöhnen gelernt; ihre 
Bodenerzeugnisse tauschten sie hei ihnen in regem Grenz¬ 
marktverkehr gegen Vieh und Waffen um. In manchen 
Bezirken läßt der Typus der Bevölkerung deutlich einen 
Masaieinschlag erkennen. Diese jahrhundertelangen Be¬ 
ziehungen machen es von vornherein wahrscheinlich, daß 
auch ein Austausch der geistigen Besitztümer bis zu 
einem gewissen Grade stattgefunden hat, bei dem sicher 
kein Teil der einseitig Empfangende gewesen ist. Wenn 
sie die Gottesidee seihst erst von den Mäsai übernommen 
hätten, dann bliebe allerdings unverständlich, warum man 
nicht auch den Namen für das, was man bis dahin noch nicht 
kannte, sich aneignete, zumal da er im ganzen Dschagga- 
volke bekannt ist. Trotzdem wird er niemals gebraucht, 
sondern findet sich nur in einem längeren Küherliede, das die 
Knaben abends beim Eintreiben der Rinder singen und 
das den Parallelismus der Glieder streng durchführt und 
in seiner zweiten Strophe das Wort ngai für Gott nur 
benutzt, weil es dem in der ersten Strophe gebrauchten 
einheimischen Gottesnamen iruva entsprechen soll. Auch 
sind beide Namen durchaus nicht gleichbedeutend. 
Als sicher darf man aber annehmen, daß sie einzelne 
Züge und Erzählungen von den Mäsai übernommen und 
ihrem eigenen Vorstellungskreise von Gott eingegliedert 
haben. 
Im Mambadialekte (Mamba eine Landschaft des öst¬ 
lichen Kilimandscharo) findet sich noch ein anderes Wort 
für Sonne: mnengeri, das nur eindeutig auf das natür¬ 
liche Tagesgestirn bezogen werden kann. Es wird keine 
Schwierigkeit haben, dieses Wort später in die Schrift¬ 
sprache aufzunehmen, wodurch der allerdings fatale Um¬ 
stand beseitigt würde, daß man auch fernerhin Gott 
und die Sonne mit einem Worte benennen müßte. 
Die Seidenindustrie in Japan. 
Zu den wichtigsten Zweigen der japanischen Industrie 
gehört bekanntlich die Seidenraupenzucht und die Gewinnung 
und Verarbeitung der Seide seihst. Dem Maulbeerbaum ist 
das Klima des Inselreiches zumeist sehr zuträglich , ebenso 
dem Gedeihen der Seidenraupe. Ferner läßt der Staat diesem 
Erwerbszweige jede Förderung angedeihen, und die Arbeits¬ 
kräfte sind billig und in reichlicher Menge vorhanden — 
alles Umstände, die der Industrie zum Vorteil gereichen. 
Wie ein in diesem Jahre vom Londoner Auswärtigen 
Amt veröffentlichter Konsularbericht über die japanische 
Kohseidenindustrie ausführt, begann der Export von Rohseide 
aus Japan mit dem Jahre 1859, d. h. bald nach dem er¬ 
zwungenen Aufgeben der Abschließungspolitik. In jener Zeit 
verwüsteten Krankheiten die europäischen Zuchtanst'alten, so 
daß Japan, das von ihnen verschont geblieben war, eine 
große Masse von Kartons mit Seidenraupeneiern nach dem 
Auslande, namentlich nach Frankreich und Italien, verkaufen 
konnte: 30 000 Kartons im Jahre 1863, 2 500 000 Stück im 
Jahre 1865. Nachdem man in Europa der Krankheiten Herr 
geworden war, hörte dieser Export auf, und es blieb nur 
die Kohseide übrig, die aber infolge von Mängeln in der 
Spinnereitechnik eine geringe Qualität besaß. Der japa¬ 
nischen Regierung gelang es indessen, auch durch Einführung 
der europäischen Methoden, diesem Übelstande allmählich ab¬ 
zuhelfen. 
Als Seidenproduzent steht Japan heute an zweiter Stelle 
(hinter China). Während 1876 seine Produktion erst 1 359 780 kg 
betrug, wovon 870720kg ausgeführt wurden, belief sie sich 
1906 auf 8 213 700 kg, und davon gingen 6 230160 kg ins Ausland. 
Allein die Seide stellt dem Werte nach den vierten Teil der 
gesamten japanischen Warenausfuhr dar. Die Verbesserung 
der Spinnereien hat den Marktwert der Seide gehoben, und 
ebenso hat sich die Produktion der Kokons vermehrt infolge 
der Ausbreitung der Seidenkultur über neue Teile des Landes 
und einer dreimaligen Ernte im Jahre: im Frühling, Sommer 
und Herbst. 
Heute hat sich die Seidenraupenzucht so ziemlich über 
ganz Japan ausgedehnt. Im Norden reicht sie bis nach Jesso. 
Allerdings ist hier das Klima nicht so günstig, weil es das 
Wachstum des Maulbeerbaumes verzögert und die Frühjahrs¬ 
ernte immer zweifelhaft macht. Die große Insel Nippon ist 
der Hauptsitz der Zucht. Im Süden ist es wieder anders. 
Das Land eignet sich dort hervorragend für die Reiskultur, 
und wo diese größere Vorteile verspricht als die Seiden¬ 
raupenzucht, beschäftigt man sich mit der letzteren nicht. 
Die Ausdehnung der Zucht geht übrigens nur langsam vor 
sich, weil die Bäume viel Zeit brauchen, bis sie die genügende 
Menge von Blättern liefern, und weil auch die nötige Er¬ 
fahrung in der Behandlung der Raupen sich nicht so ohne 
weiteres ein stellt. 
Den Maulbeerbaum pflanzt man in der Ebene, an den 
Flußufern und auf den Hügeln. Seine Anpflanzungen be¬ 
deckten 1896 eine Fläche von 288950ha, 1906 eine solche 
von 364 740 ha. Die bedeutendsten finden sich in den Prä¬ 
fekturen Nagano (die ein Sechstel der gesamten Ernte er¬ 
gibt), Fukuschima, Gumba, Saitama, Yamagata und Yama- 
naschi. Am besten paßt sich der weiße Maulbeerbaum (Mo¬ 
rus alba) dem Klima an, er wird deshalb auch am meisten 
angepflanzt; der schwarze Maulbeerbaum (Morus nigra) hat 
viel geringere Verbreitung. Man zählt 500 bis 600 Arten 
des weißen Maulbeerbaumes in den verschiedenen Gegenden. 
Eine andere, aus China eingeführte Varietät ist sehr gesucht, 
weil ihre Blättter lange ihre Feuchtigkeit behalten, was 
nicht ihren unmittelbaren Verbrauch nach dem Pflücken 
erforderlich macht. Die Tageslöhne für die Landarbeiter 
schwankten von 1894 bis 1906 zwischen 32 und 60 Pfennig für 
die Männer und zwischen 20 und 52 Pfennig für die Frauen. 
Die Frühjahrsernte an Kokons ist stets die ergebnisreichste; 
sie betrug 1906 63 Proz. der Jahresernte. 14 Proz. entfielen 
auf die Sommer- und 23 Proz. auf die Herbsternte. 
Die Spinnereien verteilen sich vornehmlich auf die Prä¬ 
fekturen Nagano (die den vierten Teil der japanischen Roh¬ 
seide erzeugt), Gumba, Aichi, Saitama, Yamanaschi und Fu¬ 
kuschima — also auf die Gebiete, die auch die größten 
Maulbeerbaum - Pflanzungen besitzen. Die mechanischen 
Spinnereien gewannen 1906 5 240 250 kg Rohseide, die in Na¬ 
gano allein ein Drittel davon. Die Löhne der Fabrikarbeiter 
schwankten von 1894 bis 1906 zwischen 28 und 52 Pfennigen 
pro Tag bei zehn- bis elfstündiger Arbeitszeit. 
Die Rohseide wird von japanischen Kommissionären, die 
sich zu der Yokohama Sanshi Boyekisho korporiert haben, 
aufgekauft und an die Exporteure in Yokohama weiter ver¬ 
kauft. Yokohama ist der einzige Seidenexporthafen. 1906/07 
wurden 68962 Ballen ausgeführt, davon 48469 nach den Ver¬ 
einigten Staaten von Amerika und 20493 nach Europa. Es 
wurden 1906, wie erwähnt, 6 230160kg ausgeführt, davon 
allein 4407 060 kg nach den Vereinigten Staaten. Im weiten 
Abstand folgten Frankreich mit 1 260 780 und Italien mit 
514860kg; in noch größerem Abstand Kanada mit 44280 
und England mit 1920 kg. Rußland importierte 900 kg. 
Deutschland kam für die Einfuhr japanischer Rohseide so 
gut wie gar nicht in Betracht. Nach einem Bericht des 
österr.-ungar. Konsulats in Yokohama importierte Deutsch¬ 
land 1906 keine japanische Rohseide, 1907 solche im Werte 
von 56188 Yen, 1908 wieder nur für 5779 Yen. Dagegen 
gingen vom Gesamtexport von 1908 im Werte von über 108 
Millionen Yen nach derselben Quelle für 81,5 Millionen Yen 
allein nach den Vei’einigten Staaten. 
Kleine Nachrichten. 
Abdruck nur mit Quellenangabe gestattet. 
— Dem eifrigen und erfolgreichen Prähistoriker Dr. Jakob 
Heierli in Zürich ist es gelungen, die zahlreichen Schweizer 
Urgeschichtsforscher zu einer Schweizerischen Gesell¬ 
schaft für Urgeschichte zu vereinigen. Der erste Jahres¬ 
bericht dieser neuen, rührigen Gesellschaft unter Redaktion 
des Genannten (Zürich 1909) ist erschienen und legt rühm-
	        

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