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Tribus, 9.1960,N.F.

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Tribus, 9.1960,N.F.

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711879
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711879
Persistenter Identifier:
1513674362149
Titel:
Anthropos, 86.1991,1/6
Erscheinungsjahr:
1991
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 86, 1991, Heft 4-6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Tribus
  • Tribus, 9.1960,N.F.
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Leerseite
  • Titelseite
  • Impressum
  • Zeitschriftenheft: Bd. 9, 1960
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsübersicht
  • Sonstiges: Tagungsprogramm
  • Protokoll: Tagungsbericht
  • Trappe, Paul: Zur ethnologischen Problematik der Entwicklungsländer
  • Berner, Ulrich: Die Handhabung des Ackergerätes in ihrer Bedeutung für die Feststellung von Zusammenhängen
  • Löffler, Lorenz G.: Bodenbedarf und Ertragsfaktor im Brandrodungsbau
  • Schuster, M.: Zur Diskussion des Megalithproblems
  • Schmitz, Carl A.: Die Problematik der Mythologeme Hainuwele und Prometheus
  • Haekel, Josef: Zum Problem der Entstehung der Hochkultur
  • Filipovic, Mil. S.: Die serbokroatischen Mohammedaner
  • Hohenwart-Gerlachstein, Anna: Zum Problem der Beduinensiedlungen im Niltal
  • Haberland, Eike: Besessenheitskulte in Süd-Äthiopien
  • Dittmer, Kunz: Die sakralen Häuptlinge der Gurunsi im Obervolta-Gebiet und die feudalen Fürstentümer im Sudan
  • Schweeger-Fxeli, Annemarie: Probleme mediterraner Kultureinflüsse in Westafrika
  • Hirschberg, Walter: Die Künstlerstraße in Foumban (Kamerun)
  • Mohr, Richard: Ein Besuch bei den Schalla des Plateau von Nordnigeria
  • Jettmar, Karl: Megalithsystem und Jagdritual bei den Dardvölkern
  • Manndorff, Hans: Auswirkungen der Industrialisierung und Verstädterung auf die indische Kastengesellschaft
  • Funke, Friedrich W.: Die Stellung der Lawa in der Kulturgeschichte Hinterindiens
  • Hilgers-Hesse, Irene: Über die Position der Regionalsprachen (als Träger alter Kulturen) gegenüber der Bahasa Indonesia im heutigen Indonesien
  • Hye-Kerkdal, K. J.: Tanz als Akkulturationsproblem (Polynesien)
  • Jansen, J. Victor: Das Boot in der Asmat-Kultur (Südwest-Neuguinea)
  • Krickeberg, Walter: Altmexikanische Felsbilder
  • Ballesteros Gaibrois, Manuel: Spanische archäologische Forschungen in Amerika im 18. Jahrhundert
  • Oberem, Udo: Notizen über einige Nachkommen des Inka Atahualpa im 16. und 17. Jahrhundert)
  • Herrmann, Adolf Rich.: Pädagogische Akkulturation im Indianer-Internat von Belencito. Forschungsreise Kolumbien 1954-1957
  • Becker-Donner, Etta: Die Wirkung der Zivilisation auf einige Indianerstämme an den Zuflüssen des Guaporé
  • Köppers, Wilhelm: Die Originalität des Hochgottglaubens der Yamana auf Feuerland. Auf Grund mündlicher und schriftlicher Quellen
  • Autorenindex
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

98 
Walter Hirschberg 
diesem Fall ein paar Rindenstücke, die er um die Form herum aufbaute, ehe er sich 
an den Blasebalg setzte.) 
Es war auffallend, mit welcher Sorgfalt der Gelbgießer, ehe er an die Füllung des 
Schmelztiegels mit dem Gußmaterial heranging, bestrebt war, mit einer Messerspitze 
die Eingußöffnung freizulegen. 
Nach meinen eigenen Beobachtungen könnte man etwa 10 Arbeitsgänge beim 
Messingguß (Guß in verlorener Form), wie ich ihn in Foumban beobachten konnte, 
unterscheiden: 
1. Anfertigen eines Gußkernes, wenn nötig, und Trocknen desselben an der Sonne. 
2. Anfertigung des Wachsmodells. Wenn ein Gußkern vorhanden ist, dann erfolgt das 
Modellieren über oder auf dem Kern. 
3. Tonauflage über dem Modell, so daß die Gußform entsteht, und Ansatz eines 
napfartigen Gußtiegels, von dem aus ein oder mehrere Gußkanäle (zunächst aus 
Wachs) zum Wachsmodell geführt werden. Trocknen der Gußform am Ofen oder 
an der Sonne. 
4. Füllung des Tiegels mit Gußmaterial durch Aufeinanderschichten der Metallstücke 
und Verschluß desselben durch Lehmkuppel. 
5. Erhitzen der Form und der noch feuchten Lehmkuppe im Feuer oder Trocknen 
derselben an der Sonne. 
6. Schmelzvorgang. 
7. Nach erfolgtem Schmelzen des Materials im Tiegel Umkehrung der Gußform in 
der Glut, so daß der Schmelztiegel sich jetzt oben befindet und das flüssige Metall 
die vom Wachs befreiten Hohlräume der Gußform auszufüllen vermag. 
8. Auskühlen und Abschrecken der Gußform. 
9. Befreiung des Gusses von der Form. Zerbrechen und Vernichten des Lehmmantels. 
Guß in verlorener Form! 
10. Zurichten, Feilen und Polieren des gegossenen Stückes. 
Wenn wir die Beobachtungen von Thorbecke 4 ) und von Malcolm 5 ) mit den meinen 
vergleichen, so ergeben sich immerhin einige Abweichungen, die aber kaum wesent 
licher Natur sind, um etwa den Rahmen einer normalen Variation zu sprengen. 
Soviel wir heute an Hand der Literatur erkennen können, führt der Weg der 
Kenntnis des Gelbgusses im engeren lokalen Bereich von den Tikar zu den Bamum 
und von diesen zu den Bagam. Dies wurde seinerzeit schon von Ankermann 6 ) erkannt 
und mit folgenden Worten festgehalten: „Nur auf zwei Orte, Bamum und Bagam, 
beschränkt sich dagegen die Kenntnis des Messinggusses. Die Bagam haben ihn nach 
eigener Angabe aus dem Bamum-Lande, wo sie früher ansässig waren, mitgebracht, 
4 ) Franz und Marie Pauline Thorbecke, im Hochland von Mittel-Kamerun, 3. Teil, 
Hamburg 1919, S. 49—55. 
5 ) L. W. G. Malcolm, A Note on Brass-casting in the Central Cameroon. MAN, Bd. 
XXIII, 1923, Nr. 1, S. [1—4]. 
6 ) Bernhard zinkermann, Bericht über eine ethnographische Forschungsreise ins Gras 
land von Kamerun. Z. f. Ethn., 1910, Bd. 42, S. 307.
	        

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