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Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 14=24.1894

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CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 14=24.1894

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711821
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711821
Persistenter Identifier:
1512378560333
Titel:
Tribus, 7.1957
Erscheinungsjahr:
1957
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
N. F. Bd. 7, 1957
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Ägyptische Altertümer des Linden-Museums I
Sonstige Person:
Brunner, Hellmut
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 14=24.1894
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Autorenindex: Autoren-Register
  • Korrekturen: Druckfehler-Verzeichnis
  • Zeitschriftenheft: Bd. 24, 1894, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 24, 1894, Heft 2
  • Jelínek, Bretislav: Materialien zur Vorgeschichte und Volkskunde Böhmens. II. Theil
  • Abbildung
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  • Much, M.: Kelt oder Celt oder keines von beiden? Eine Anregung zur Schaffung einer einheitlichen Nomenclatur in der Urgeschichte
  • Zeitschriftenrezension: Literaturberichte
  • Zeitschriftenheft: Bd. 24, 1894, Heft 3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 24, 1894, Heft 4
  • Zeitschriftenheft: Bd. 24, 1894, Heft 5
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1894, Nr. 1
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1894, Nr. 2
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1894, Nr. 3
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1894, Nr. 4
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1894, Nr. 5
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

73 
Die erste Vorburg, welche noch heute den Namen 
„na hradisti“ (d. i. auf der Verschanzung) trägt, 
lehnte sich auf der Südseite an den Erdwall CD 
der zweiten Vorburg. Derselbe ist 400m lang und 
hat noch heute die Höhe von circa 1'5m und am 
Fusse 5—6 m in der Breite. Oestlich, gegen die Berg- 
lehne zu, endete er in einen Bogen, mit welchem 
er den einstigen, noch jetzt intacten Weg in das 
Innere dieser Verschanzung schützte; westlich aber 
mündete er in die Felsenabhänge CG, welche zu- 
gleich auch die Wehr der ersten Vorburg bildeten 
und an welche sich‘ auch die erwähnte Terrasse GH 
anlehnte. 
Die Hauptburg schloss der Schlackenwall EF, 
Welcher, ähnlich dem Erdwalle, von Ost gegen West 
sich hinzog, das KEinfahrtsthor auch mit einem 
Bogen — sowie der Erdwall — deckte und auf der 
Westseite sich in den Abhang verlief, Derselbe war 
134m lang, 1:2 m hoch, am Kamme 2 und am Fusse 
4m breit und mündete in eine 42 m lange Terrasse 
‘bei £). ; 
Die Hauptburg, welche sich auf der Westseite 
an einen steilen, in den Beraunfluss herabfallenden 
Felsen lehnte, nahm eine Fläche von beiläufig 160 Ar, 
die mittlere Vorburg dagegen 200 Ar und die äusserste 
560 Ar ein; folglich umschloss die ganze Burgstätte 
eine Fläche von 820 Ar (14 Joch). Die grösste Länge 
derselben beträgt 700 m. 
Den interessantesten Punkt der hier befindlichen 
Verschanzungswerke bildet unzweifelhaft die Ver- 
3chlackung des letzten Walles. Ueber Schlackenwälle 
habe ich seinerzeit in meinen Schutz- und Wehr- 
bauten (Prag 1885, $ 18) ausführlicher gehandelt und 
kann hier daher darauf verweisen. 
Bereits im Jahre 1875—1882 haben die Insassen 
von Hostim mit dem Abbruche des hiesigen Schlacken- 
Walles begonnen und das aus ihm gewonnene Mate- 
rial zu verschiedenen Bauten abgeführt. Während 
dieser Zeit fand ich die beste Gelegenheit, denselben 
genau zu beobachten. Der Wall war fast seiner 
ganzen Länge nach mehr oder weniger niedergerissen 
und bot daher von allen Seiten Gelegenheit, das 
Material gründlich zu durchforschen. Wie schon er- 
wähnt, betrug die Höhe des Walles 1°2 m und die 
Breite 2—4 m; stellenweise ist sein Fuss mit anderem 
Erdreich gedeckt. Seine Verschlackung, die aus 
Lehm, Kiesel und Sand bestand, zog sich ununter- 
brochen durch den ganzen Wall hin und wies 
alle Stadien des Brandprocesses auf. Von der Aussen- 
Seite erschienen die Schlacken völlig in Klumpen 
Mittheilungen d. Anthrovp. Gesellsch. in Wien. Bd. XXIV. 1894. 
zusammengeschmolzen und von dunkelrothbrauner 
Farbe; unter ihnen fanden sich mitunter auch kleine, 
vom Feuer unverzehrte Steine oder, wo Kalksteine 
nit vermengt waren, weisse Stückchen, die an den 
Schlacken hafteten und beim Schaben zerstäubten. 
Nach innen war die Schlackenmasse immer lichter, 
öther und brüchiger, ein Beweis, dass die Wirkung 
les Feuers nach innen nicht intensiv gewesen war. 
Tief, ganz in der Mitte, namentlich am Boden des 
Walles, fanden sich lockere Massen von gelblicher 
Farbe. Dieselben waren mürbe und zerfielen beim 
Brechen in Brocken; angefeuchtet aber wurden sie 
schmierig !). Daraus ist zu ersehen, dass hier das 
Feuer am wenigsten gewirkt hatte. Der Wall war 
überall an den Aussenseiten durch Schlacken- 
7ig, 4, Holzabdruck aus einer Schlacke (nat. Gr.). 
schaum abgetropff, nach innen aber weniger an- 
zegriffen und nicht selten so löcherig, als wenn er 
wurmstichig wäre. Stücke von Holzkohle kamen 
ıler selten vor, und zwar nur gegen die Mitte des 
Nalles zu; es scheinen dieselben von kleinen Aesten 
ıerzurühren. An den Aussenwänden jedoch und nicht 
selten im Inneren des Walles konnte man deutlich 
lie Abdrücke von starken, rundlichen Holzstücken 
wahrnehmen, ja selbst Abdrücke von Knorren und 
3aumrinde. Daraus ist zu schliessen, dass der ganze 
Wall auf einmal durch Holz gebrannt wurde. Ob 
uch Holzkohle bei der Procedur mit benützt wurde, 
wie es z. B. bei Litoradlic der Fall war”), ist nicht 
festzustellen; denn ich fand keine Abdrücke, die 
auf diesen Umstand hindeuten könnten, Anbei bilde 
ı) Proben aller Stadien der hiesigen Verschlackung habe 
ch in meinen Sammlungen aufbewahrt. 
2) Vgl.: Dr. Joy, Nur. WoLnDkıch, Beiträge zur Urgeschichte 
Z3öhmens (Mitth. der Anthropol. Ges., Bd, XII, S. 7, Taf, II, 
?ig. 46, und Bd. XXI 8. 1 #).
	        

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