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Tribus, 63.2014

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Zeitschrift für Volkskunde, 108.2012

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711821
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711821
Persistenter Identifier:
1512378560333
Titel:
Tribus, 7.1957
Erscheinungsjahr:
1957
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
N. F. Bd. 7, 1957
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Die tibetischen Handschriften und Drucke des Linden-Museums in Stuttgart
Sonstige Person:
Meisezahl, R. O.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Volkskunde
  • Zeitschrift für Volkskunde, 108.2012
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Impressum
  • Zeitschriftenheft: 108. Jahrgang 2012
  • Zeitschriftenheft
  • Tauschek, Markus: Wettbewerbskulturen Eine kulturanthopologische Problemskizze
  • Thiemeyer, Thomas: Inszenierung und Szenografie Auf den Spuren eines Grundbegriffs des Museums und seines Herausforderers
  • Kühn, Cornelia: Heimatfest und Freundschaftsfeier Die Inszenierung von Heimatgeschichte in Berliner Volksfesten der 1950er- und 1960er-Jahre
  • Kühn, Thomas: "Stimmen aus der Fremde" Zur Darstellung und Erfahrung des Fremden in den frühen Ausstellungen des Nordischen Museums
  • Kramer, Dieter: Kulturelle und historische Dimensionen der Diskussion um Gemeinnutzen Ein Beispiel für die Aktualität von Themen der Europäischen Ethnologie
  • Dotterweich, Eva: Dissolving Boundaries: Museological Approaches to National, Social and Cultural Issues / Grenzen überwinden: Museologische Annäherungen an nationale, soziale und kulturelle Themenfelder ICOM-ICME Jahreskonferenz 2011 in Kloster Banz /Bad Staffelstein, 2.-5. Oktober 2011
  • Hoth, Daniel: Vergleichen, bewerten, prämieren: Dimensionen des Kompetitiven Interdisziplinäre Tagung am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Christian-Albrechts-Universität Kiel, Kiel, 8.-10. Dezember 2011
  • Zinn-Thomas, Sabine: Differenzen. Zur Bedeutung sozialer und kultureller Ungleichheiten in der Biomedizin Tagung des Netzwerks Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung, Göttingen, 22.-23. März 2012
  • Bareither, Christoph: going digital / Digitalisierung im Alltag. Erste Arbeitstagung der DGV-Kommission "going digital / Digitalisierung im Alltag" Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft der Philipps- Universität Marburg, Marburg, 21.-23. März 2012
  • Zimmer, Eva: 7. Doktorandentagung der Volkskunde / Europäischen Ethnologie / Kulturanthropologie / Empirischen Kulturwissenschaft Lehrstuhl für Europäische Ethnologie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Bamberg, 11.-13. Mai 2012
  • Zeitschriftenrezension: Jörg Rogge (Hrsg.): Cultural History in Europe. Institutions - Themes - Perspectives
  • Zeitschriftenrezension: Billy Ehn/Orvar Löfgren: Nichtstun - Eine Kulturanalyse des Ereignislosen und Flüchtigen
  • Zeitschriftenrezension: Gerhard Ammerer u.a. (Hrsg.): Armut auf dem Lande. Mitteleuropa vom Spätmittelalter bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts [FS Helmut Bräuer]
  • Zeitschriftenrezension: Claudia Gemmeke/Franziska Nentwig (Hrsg.): Die Stadt und ihr Gedächtnis. Zur Zukunft der Stadtmuseen
  • Zeitschriftenrezension: Claudia Selheim (Bearb.): Reisebegleiter - mehr als nur Gepäck. Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, 9. Dez. 2010 bis 1. Mai 2011
  • Zeitschriftenrezension: Jochen Ramming: Die uniformierte Gesellschaft. Zur Rolle vereinheitlichender Bekleidungsweisen am Beginn des 19. Jh. Beamtenuniform - Rabbinertalar - Nationalkostüm
  • Zeitschriftenrezension: Anett Holzheid: Das Medium Postkarte. Eine sprachwissenschaftliche und mediengeschichtliche Studie
  • Zeitschriftenrezension: Leander Petzoldt: Magie, Weltbild, Praktiken, Rituale
  • Zeitschriftenrezension: Michael Trummer: Sympathy for the Devil? Transformationen und Erscheinungsformen der Traditionsfigur Teufel in der Rockmusik
  • Zeitschriftenrezension: Rengenier C. Rittersma (Hrsg.): Luxury in the Low Countries. Miscellaneous Reflections on Netherlandish Material Culture, 1500 to the Present
  • Zeitschriftenrezension: Marketa Spiritova: Hexenjagd in der Tschechoslowakei. Intellektuelle zwischen Prager Frühling und dem Ende des Kommunismus
  • Zeitschriftenrezension: Silja Klepp: Europa zwischen Grenzkontrolle und Flüchtlingsschutz. Eine Ethnographie der Seegrenze auf dem Mittelmeer
  • Zeitschriftenrezension: Anna Caroline Cöster: Ehrenmord in Deutschland
  • Zeitschriftenrezension: Markus Tauschek: Wertschöpfung aus Tradition. Der Karneval von Binche und die Konstituierung kulturellen Erbes
  • Zeitschriftenrezension: Ruth-E. Mohrmann (Hrsg.): Generationenbeziehungen in Familie und Gesellschaft
  • Zeitschriftenrezension: Martin Stuber / Matthias Bürgi: Hüeterbueb und Heitisträhl. Traditionelle Formen der Waldnutzung in der Schweiz 1800 bis 2000. Mit Dokumentarfilmen zum Thema v. Rahel Grunder
  • Zeitschriftenrezension: Kaspar Maase: Die Kinder der Massenkultur. Kontroversen um Schmutz und Schund seit dem Kaiserreich
  • Zeitschriftenrezension: Erika Eichenseer (Hrsg.): Prinz Roßzwifl und andere Märchen aus der Sammlung von Franz Xaver von Schönwerth (1810-1886) Victoria Sussens-Messerer: "Five hundred new fairytales discovered in Germany" Maria Tatar:"Cinderfellas: The Long-Lost Fairy Tales" Maria Tatar:"King Goldenlocks: A Newly Translated Fairy Tale" Jack Zipes:"Note on the 500 new Fairy Tales"
  • Zeitschriftenrezension: Sabine Meine / Nina Noeske (Hrsg.): Musik und Popularität. Aspekte zu einer Kulturgeschichte zwischen 1500 und heute
  • Literaturverzeichnis: Eingesandte Schriften
  • Sonstiges
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Buchbesprechungen 
322 
die neuen, aufgrund von Generation, Geschlecht oder Teilnahme an oppositionellen 
Tätigkeiten unterschiedlichen Lebensstile und Anpassungsstrategien. Das vierte Kapitel 
befasst sich dann mit „parallelen“ bzw. „unabhängigen“ Gegenwelten und Sozialbezie 
hungen. Das Leben in „unabhängigen Strukturen“ (z. B. Samizdat, Tamizdat, Woh 
nungsseminare) wurde nämlich von allen Interviewpartner/-innen als die wichtigste 
Uberlebensstrategie beschrieben (S. 262) — diese Aussagen bestätigen auch Spiritovas 
zentrale These. Spiritova setzt sich in diesem Kapitel zuerst einleuchtend mit der the 
menspezifischen Terminologie auseinander, dann widmet sie sich den Aussagen der 
Gesprächspartner/-innen. Sie überdenkt die Dichotomisierung der privaten und öffent 
lichen Sphären/Räume im Alltagsleben der Dissidenten und zeigt ihre Ambivalenz, sie 
fragt nach den Veränderungen und Deutungen der Geschlechterrollen. Am Ende des 
Kapitels kommt sie zur Schlussfolgerung, dass über eine „parallele Polis“ in der Tsche 
choslowakei in den 1970er- und 1980er-Jahren nicht gesprochen werden kann, dass die 
Intellektuellen jedoch im Bedürfnis nach „Pluralismus, humanistischen Idealen und 
kulturellen Traditionen“ „quasiautonome, kritische Ersatzöffentlichkeiten“ geschaffen 
haben (S. 348fi). 
Das Buch von Spiritova muss in mehrerlei Hinsicht positiv bewertet werden. Sie 
wählte ein Thema aus, zu dem es in der (tschechischen) Fachliteratur bisher an empiri 
schen Untersuchungen mangelt. Das Buch ist klar gegliedert, die Autorin argumentiert 
schlüssig und überzeugt durch ihre Interpretationen, sie behandelt die einzelnen Teil 
themen minutiös. Indem sie die „Grenze des Sagbaren“ dokumentiert, verschweigt sie 
auch die Grenzen der ausgewählten Methode nicht. Hervorzuheben ist auch, dass sie 
sich detailliert dem Gender-Aspekt widmet und auf diesem Feld die Kenntnisse über 
das Alltagsleben im Sozialismus bedeutend erweitert. Zusammenfassend muss gesagt 
werden, dass Marketa Spiritova einen gelungenen und wertvollen Beitrag zum aus- 
gewählten Thema geleistet hat. 
Brno/Brünn Jana Noskovä 
Silja Klepp: Europa zwischen Grenzkontrolle und Flüchtlingsschutz. Eine Ethnogra 
phie der Seegrenze auf dem Mittelmeer. Bielefeld: Transcript 2011, 428 S. (Kultur und 
soziale Praxis; zgl. Leipzig, Univ., Diss., 2011). 
Auf eine sachkundige und zugleich lebendige Reise an die Südgrenzen Europas be 
gleitet uns Silja Klepp, die sich in ihrer Dissertation mit ethnografischem Blick der 
Elüchtlingspolitik im europäischen Grenzgebiet und deren jeweiligen Spielräumen nä 
hert. Dazu untersucht sie auf lokaler, nationaler und supranationaler Ebene aus der Per 
spektive der legal anthropology die diversen - auch informellen — Akteure und ihre 
Praktiken und berücksichtigt dabei die Betroffenen selbst, aber zum Beispiel auch 
Grenzbeamte und Flüchtlingsanwälte. Im Fokus ihrer Arbeit stehen die Geschehnisse 
an den Grenzen, besonders aber Handlungspraktiken im Umfeld des EU-Flüchtlings- 
schutzes auf See, was zum herausragenden Erkenntnisgewinn dieser Arbeit führt. 
Klepps Studie zeigt den engen Zusammenhang von restriktiven Migrationspolitiken 
und Sicherheitsmaßnahmen und wie sich dieser eher auf den Grenzschutz anstatt auf 
den Flüchtlingsschutz auswirkt. Allerdings löst das Grenzschutz- und Sicherheitspara 
digma keine effiziente Abschottung im Sinne der „Festung Europa“ mehr ein, sondern 
zeigt vielmehr paradoxe Auswirkungen - wie die Aufhebung eines europäischen Auf 
nahmesystems - und menschenrechtliche Kontraproduktivität durch die extraterrito
	        

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