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Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 7=17.1887

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 7=17.1887

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711799
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711799
Persistenter Identifier:
1511770803238
Titel:
Tribus, 54.2005
Erscheinungsjahr:
2005
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Vorderer Buchspiegel

Strukturtyp:
Vorderer Buchspiegel
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 7=17.1887
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Korrekturen: Berichtigungen
  • Autorenindex: Autoren-Register
  • Zeitschriftenheft: Bd. 17, 1887, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 17, 1887, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 17, 1887, Heft 3
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1887, Nr. 1
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1887, Nr. 2
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1887, Nr. 3
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1887, Nr. 4/5
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1887, Nr. 6
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1887, Nr. 7
  • Protokoll: Ausschusssitzung am 8. November 1887
  • Protokoll: Monatsversammlung am 8. November 1887
  • Abbildung
  • Abbildung
  • Abbildung
  • Abbildung
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1887, Nr. 8
  • Anhang: [Tafeln]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

1551| 
4. Herr Conservator Freiherr von Hauser theilt 
nachfolgende Notiz des Herrn MARTIN KRABATH über ein 
Bronzebeil aus dem Glanthale 
mit. Der Fundort dieses Beiles (siehe Fig. 7—9), das 
durch seine eigenthümliche Form eine Art Sonderstel- 
lung unter der grossen Masse ähnlicher Werkzeuge 
beansprucht, ist durch locale Verhältnisse bemerkens- 
werth, welche auf das Bestehen einer prähistorischen 
befestigten Ansiedlung schliessen lassen. Das enge 
Glanthal bildet östlich von Feldkirchen nur an zwei 
Stellen kleine Ebenen. Die eine derselben überragt die 
Thalsohle um 60—80 Meter und fällt in W. und O0, 
steil zum nördlich vorbeiziehenden Flusse ab, während 
sie in der Mitte zwischen den Ortschaften St. Martin 
and Faschig sanft gegen denselben verläuft, Von Be- 
ginn dieser Ebene in W. läuft eine gut angelegte 
2 Meter. hohe trockene Mauer in öfter abgebogener 
Linie an 1000 Schritte lang bis zum Kirchdorf St. 
Martin, wo der sanftere Abfall beginnt. Die Boden- 
Aäche. welche nördlich von dieser alten Mauer, östlich 
aochnıt; 
Fig. 7 (nat. Gr.). 
Fig. 9 (nat. Gr.) 
vom Dorfe St. Martin, südlich vom Orte Matersdorf 
aingeschlossen ist, heisst im Volksmunde Atermec, d, i, 
steile Wand oder steiler abschüssiger Ort. In diesem 
Theile der Ebene erheben sich zwei kleine und ein 
grosser felsiger Hügel, auf welchem sich Spuren alter 
Wohngebäude erkennen lassen. Ausser dem Bronzekelt, 
welchen ich dem kärntnerischen Geschichtsvereine zum 
Geschenk machte, sind hier auch Eisensachen gefun- 
den, jedoch als unbrauchbar weggeworfen oder in der 
Schmiede aufgearbeitet worden. 
5. Herr Bergingenieur Götting in Zajecar (Serbien) 
übermittelt eine Notiz 
Ueber den Grabstein des bosnischen Fürsten Bati6. 
Unter den zahlreichen sogenannten „Bogumilen- 
Grab-Steinen“ Bosniens und der Herzegowina, welche 
ıntweder ganz schmucklos sind oder äusserst rohe 
‚mblematische oder figurale Verzierungen zeigen, finden 
ich bekanntlich nur sehr wenige mit Inschriften ?). 
Es sind gewaltige vierseitige Monolithe, theils mit 
‚orizontaler Oberfläche, theils dachförmig abschliessend, 
nanchmal in Zwillingsform aus einem Stücke gearbeitet, 
Die gewöhnlichsten architektonischen Zierrathe bilden 
Zosetten, Sterne, Halbmond, Schwert oder Lanze von 
ıiner Hand gehalten, endlich halbkugelartige symmetrisch 
‚ertheilte Wülste an den Ober- und Seitenflächen. 
Unser Grabstein befindet sich auf einem mittel- 
Iterlichen Friedhofe, welcher ca. 30 solche Denkmäler 
ımfasst und bei Koposici im Kreise Visoko (Bosnien) 
ierzeit abgelegen auf einem einsamen Hochplateau, ca. 
0 Km nordöstlich von der Station Vogo&Ca der Bosna- 
yahn liegt. Man gelangt dahin mittelst der Montan- 
ahn im Ljebinathal, Station Ljebovija, von wo ein 
schmaler und beschwerlicher Saumpfad an der rechten 
Seite des Baches abzweigt und steil ansteigend, an 
sinem türkischen Dorfe und einer neuerbauten ka- 
‘holischen Kirche vorbei, in ca. 6 Km Entfernung 
Xoposiei erreicht. 
Ein reissender Bach, steile Felswände, üppiges 
Waldesgrün bilden die pittoreske und anmuthige Um- 
gebung des Friedhofes. In unmittelbarer Nähe (1000 m) 
desselben liegen die imposanten Reste des von Ragu- 
zanern gebauten Schlosses „Dubrovnik“ (Ragusa), wel- 
»hes in der serbisch-bosnischen Heldensage seiner Festig- 
keit wegen gerühmt wird. Erhalten sind; der unsym- 
metrisch angelegte Schlosshof von 75 m Länge und 
10 m Breite, 2 Wachtthürme — innen sechskantig, 
aussen rund — mehrere Anbauten und die weit tiefer 
gelegenen zahlreichen Ruinen der Hörigenwohnungen, 
endlich der gepflasterte Kirchweg bis zu obgenanntem 
Friedhofe bei Koposi@i. 
Die Grabsteine zeichnen sich nicht durch Grösse 
zus, einzelne sind auffallend ornamentirt, der mit der 
’nschrift ist jedoch höchst einfach, oben dachförmig 
zestaltet und an sämmtlichen Kanten mit einer zopf- 
artigen Verzierung versehen, Die Länge beträgt ohne 
len Sockel 2:15 m, die Breite 0:95 m, die Höhe 1:00 m. 
Auf der einen Längsseite befindet sich folgende In- 
schrift in bosnisch-cyrillischen Schriftzeichen, welche 
n 5 Zeilen angeordnet sind. 
I. Serbisch. 
[. Y ume oma m CHHA M CBETOTa AyXa aMMH. BAG MC KHE3 
Barık Ha CcBO(joj) 
[I. sexM HA NNEMEHHTO) MUXOMKY Ö0M]OM M CXABHOTA FOCHONHHA 
xpana T- 
Il. sprea, Kme3 6GocaHcku — Ha BHCOKOM ce NOGOAM Ha AyOOKY 
[V. ma nam xobhe. Osa] Gemxer mocTaBH Focnoha ByKocaBa C MO- 
V. um 106puM — )Kusa Me BEPHO CIYYKAXY MH MPTBA ME NMOCHAYAHME, 
‘) Siehe diese „Mittheilungen“ XIII (1883), 5. 169—177, 
XIV (1884), S. 63 ff, und 106 ff. Die Inschriften gibt jetzt 
‚ebst anderen Vın VuLErie VuKasovic in Vestnik arkeologickoga 
Iruztva heraus. Der Name „Bogumilengräber“, welcher hin 
ınd wieder von quasi gelehrten Eingeborenen auf diese 
Steine angewendet wird, wurzelt nicht in einer Tradition (im 
7olksmund heissen dieselben blos Stecki oder MramoviGi), 
sondern ist aus speculativer Beschäftigung mit der Geschichte 
Bosniens auf diese Denkmäler übertragen. 
Anm. von Dr. F. S. Krauss,
	        

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