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Tribus, 47.1998,N.F.

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Tribus, 47.1998,N.F.

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711781
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711781
Persistenter Identifier:
1510836655207
Titel:
Tribus, 47.1998,N.F.
Erscheinungsjahr:
1998
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
N. F. Bd. 47, 1998
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Die Münzreformen des Interimskaisers Wang Mang (9-23 n.Chr.) unter Berücksichtigung der Münzsammlung des Linden-Museums Stuttgart
Sonstige Person:
Frick, Patricia Christine
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Tribus
  • Tribus, 47.1998,N.F.
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 47, 1998
  • Protokoll: Bericht des Direktors über das Linden-Museum im Jahr 1997
  • Protokoll: Berichte über Erwerbungen im Jahr 1997 der Abteilungen Afrika Islamischer Orient, Südasien, Ostasien, Südsee, Nordamerika und Lateinamerika
  • Sonstiges: Organisationsplan Stand: 1.8.1998
  • Protokoll: Referat Museumspädagogik
  • Protokoll: Bericht des Referates Öffentlichkeitsarbeit über das Jahr 1997
  • Leerseite
  • Baier, Martin: Die Hindu Kaharingan-Religion als beispielloser Fall eines nachchristlichen Nativismus. Haben Rheinische und Basler Mission dazu beigetragen, daß es soweit hat kommen können?
  • Nachruf: Nachruf für Brigitte Menzel
  • Firla, Monika: Herzog Paul Wilhelm von Württemberg (1797-1860) und Afrika (Sudan, Äthiopien, Kanuri und Afroamerika). Zum Gedächtnis an Hans W. Debrunner (1923-98)
  • Leerseite
  • Frick, Patricia Christine: Die Münzreformen des Interimskaisers Wang Mang (9-23 n.Chr.) unter Berücksichtigung der Münzsammlung des Linden-Museums Stuttgart
  • Pavaloi, Margareta: Architekturdekor aus dem Panjab: Die Sammlung des Linden-Museums Stuttgart
  • Ulbrich, Thomas: Chinesisches Blau-Weiß-Exportporzellan für Vietnam Geographie - Geschichte - Kunst
  • Leerseite
  • Zeitschriftenrezension: Braem, Harald: Die magische Welt der Schamanen und Höhlenmaler
  • Zeitschriftenrezension: Clottes, Jean: Niaux - Die altsteinzeitlichen Bilderhöhlen in der Ariège und ihre neu entdeckten Malereien. Speläo 4
  • Zeitschriftenrezension: Clottes, Jean/Lewis-Williams, David: Schamanen - Trance und Magie in der Höhlenkunst der Steinzeit. Speläothek 2
  • Zeitschriftenrezension: Commission des Musées de la Société Suisse d’Ethnologie/Museumskommission der Schweizerischen Ethnologischen Gesellschaft (Hrsg.): L’objectif subjectif. Collections de photographies ethno-historiques en Suisse. Das subjektive Objektiv. Sammlungen historisch-ethnographischer Photographien in der Schweiz. Ethnologica Helvetica 20
  • Zeitschriftenrezension: Dibble, Harold L./Mellars, Paul (Hg.): The Middle Paleolithic: Adaptation, Behavior, and Variability. Symposium Series Vol. IV; Monograph 78
  • Zeitschriftenrezension: Dibble, Harold L./Montet-White, Anta (Hrsg.): Upper Pleistocene Prehistory of Western Eurasia. University Museum Symposium Series Vol. 1; Monograph 54
  • Zeitschriftenrezension: Fagan, Brian M. et al. (Hrsg.): The Oxford Companion to Archaeology
  • Zeitschriftenrezension: Kokabi, Mostefa (Hrsg.) et al.: "Knochenarbeit" - Artefakte aus tierischen Rohstoffen im Wandel der Zeit. Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg, Heft 27
  • Zeitschriftenrezension: Ksica, Miroslav/Ksicová, Olga: Felsbilder zwischen Schwarzem Meer und Beringstraße
  • Zeitschriftenrezension: Noble, William/Davidson, Iain: Human Evolution, Language and Mind - A psychological and archaeological inquiry
  • Zeitschriftenrezension: Schöning, Jörg (Redaktion): Triviale Tropen. Exotische Reise- und Abenteuerfilme aus Deutschland 1919-1939
  • Zeitschriftenrezension: Wagner, Eberhard: Cannstatt I - Großwildjäger im Travertingebiet. Forschungen und Berichte zur Vor- und Frühgeschichte in Baden-Württemberg, Bd. 61
  • Zeitschriftenrezension: Beck, Kurt/Spittler, Gerd (Hrsg.): Arbeit in Afrika. Beiträge zur Afrikaforschung, Bd. 12
  • Zeitschriftenrezension: Köhler, Oswin: Die Welt der Kxoé-Buschleute im südlichen Afrika. Eine Selbstdarstellung in ihrer eigenen Sprache. Bd. 3
  • Zeitschriftenrezension: Schlottner, Michael: Sehen - Hören - Verstehen. Musikinstrumente und Schallgeräte bei den Kusasi und Mamprusi in Nordost-Ghana
  • Zeitschriftenrezension: Ulrich Köhler (Hrsg.): Santa Catarina Pantelhó. Ein Dorf von Indianern und Ladinos in Chiapas, Mexiko. Ansätze einer Ethnographie (Ethnologische Studien, Band 30)
  • Zeitschriftenrezension: Ross, Norbert: Nutz lok'el li kaxlane - Die Vertreibung der Ladinos aus San Andrés Larraínzar, Chiapas, Mexiko. Von Geschichten, einem Ereignis und Geschichte, (Ethnologische Studien, Band 19)
  • Zeitschriftenrezension: Trigger, Bruce G./Washburn, Wilcomb E. (Hrsg.): The Cambridge History of the Native Peoples of the Americas. Vol. 1. Part 1: North America
  • Zeitschriftenrezension: Wiessner, Gunnar: Hayoths Dzor-Xavasor. Ethnische, ökonomische und kulturelle Transformation eines ländlichen Siedlungsgebiets in der östlichen Türkei seit dem 19. Jahrhundert
  • Zeitschriftenrezension: Kuhn, Dieter: A place for the dead: an archaeological documentary on graves and tombs of the Song dynasty (960-1279)
  • Zeitschriftenrezension: Jong, Willemijin de: Geschlechtersymmetrie in einer Brautpreisgesellschaft. Die Stoffproduzentinnen der Lio in Indonesien. Studien zur Sozialanthropologie, Schriftenreihe des Ethnologischen Seminars der Universität Zürich
  • Zeitschriftenrezension: Pacholczyk, Josef M.: Sufyana Musiqi - The Classical Music of Kashmir
  • Autorenindex
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

TRIBUS 47, 1998 
130 
Der gelbe Ochse ist Tier- und Farbsymbol für Wang Mang, die wuzhu-Münze reprä 
sentierte die Han-Dynastie. 350 Der weiße Bauch des Ochsen läßt sich als Verspottung 
des Kaurischneckengeldes deuten. 351 Die Farbe Weiß als Farbe der Trauer könnte 
aber auch den Wunsch nach Beendigung der Herrschaft des Wang Mang zum Aus 
druck gebracht haben. 352 
Wang Mang sah sich gezwungen, ein Edikt zu verkünden, das Kritik am Brunnen 
feldsystem und den Gebrauch der wuzhu-Münzen mit Verbannung und Todesstrafe 
ahndete. 353 Zudem mußten Reisende und Beamte, wenn sie den kaiserlichen Palast 
betraten oder auf Reisen waren, Spatenmünzen bei sich tragen, um passieren zu 
können. 354 
Das baohuo-System war mit seiner Vielzahl von Einheiten aus unterschiedlichen 
Münzmaterialien kaum für die alltäglichen Anforderungen des Zahlungsverkehrs 
tauglich. Unübersichtlichkeit und die Unterwertigkeit vieler Münzen forderten Falsch 
münzerei geradezu heraus. Das System war in seiner Gesamtheit sicherlich nie durch 
zusetzen. Schon der zeitgleiche Umlauf von zwei differierenden Währungen aus 
unterschiedlichen Materialien hätte der elementaren Währungsfunktion in histori 
schen Gesellschaftssystemen, einen einfach konvertierbaren und autorisierten Wert 
maßstab zu stellen, nicht gerecht werden können. 355 
Das zwangsläufige Resultat der in der Bevölkerung kaum nachvollziehbaren Kom 
plexität der Währung der dritten Reform war schließlich, daß Wang Mang das bao- 
huo-System wieder abschaffen mußte. Zwar ist der genaue Zeitpunkt ungewiß, 
jedoch blieben wohl schon vor dem Jahre 14 n. Chr. nur noch die kleine und die große 
Rundmünze in Umlauf. 356 Bei der xiaoquan zhiyi und der daquan wushi handelt es 
sich auch um die Münzen, die neben den Münzen der vierten Reform am häufigsten 
gefunden werden. 357 
Warum also versuchte Wang Mang ein derart realitätsfernes Währungssystem durch 
zusetzen? Kaum ein neugeschaffenes System der Währungsgeschichte weist von 
Beginn an eine derartige Diskrepanz zwischen Nominal- und Realwert in den Zah 
lungsmitteln auf, vor allem bei dieser Vielzahl von Einheiten, Münzmaterialien und 
Bezeichnungen. Glaubte Wang Mang an eine Allheilkraft dieser dritten Reform, an 
eine spontane Befriedung? 358 
Ein Staatsgebilde nach dem Vorbild eines idealisierten Altertums wollte Wang 
Mang errichten, 359 daher konnte es nur notwendig erscheinen, auch die starken 
Währungen der Vergangenheit Wiedererstehen zu lassen: Kaurischnecken waren 
in der Shang-Zeit und in der frühen Zhou-Periode im Umlauf. 360 Das Geräte 
geld der Zhou-Zeit wurde wiederbelebt, Gold sollte wie im Staate Chu wieder 
als Währung zirkulieren. Während der Han-Dynastie war Gold ja nicht als inner 
staatlich zirkulierende Währung in Umlauf gewesen, sondern hatte lediglich als 
Sparmedium und internationale Währung gedient. 361 Auch in den altertümelnden 
Münzbezeichnungen quan und hu spiegelt sich die Rückbesinnung auf das Alter 
tum. 362 
Die dritte Währungsreform ist deshalb wohl als Versuch zu werten, alle überlieferten 
Vorbilder aus Zeiten der Währungsstabilität zugleich in die Waagschale zu legen, 
um der allgemeinen Staatskrise gegenzusteuern. Dieser Versuch mußte scheitern, 
da er völlig realitätsfern war und gegen die Währungsgesetzmäßigkeiten jener Zeit 
verstieß. 
7.4. Die Währungsreform im Jahre 14 n.Chr. 
Im ersten Jahr der Regierungsdevise tianfeng, g7 ° dem Jahr 14 n.Chr., sollte das 
Währungswesen eine vierte tiefgreifende Änderung erfahren. Die daquan und die 
xiaoquan wurden für ungültig erklärt, ohne jedoch aus dem Umlaufzu verschwin 
den. An ihrer statt wurden die huobu, g71 Währung der Spatenmünze, und die huo- 
quan, g72 Währung der Rundmünze, herausgegeben. Die huobu, die letzte in China 
herausgegebene Spatenmünze, sollte bei einem Gewicht von 25 zhu einen Wert von 
25 huoquan aufweisen. 363
	        

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