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Rügensche Sagen und Märchen

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Objekt: Rügensche Sagen und Märchen

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711777
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711777
Persistenter Identifier:
1510645196388
Titel:
Anthropos, 68.1973
Erscheinungsjahr:
1973
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Nachsatzblatt

Strukturtyp:
Nachsatzblatt
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Sociologus
  • Sociologus, N.F. 20.1970
  • Zeitschriftenheft: 20. Jahrgang, 1970, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: 20. Jahrgang, 1970, Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt / Contents
  • Raum, O. F.: Der Afrikaner in der südafrikanischen Industrie
  • Mensah-Brown, A. Kodwo: The Nature of Akan Native Law: A Critical Analysis
  • Chekki, Dan A.: Social Stratification and Trends of Social Mobility in Modern India
  • Zeitschriftenrezension: A Society of Primitives in a Changing World. The Guajiro Indians: Kinship, Property, Social Structure
  • Zeitschriftenrezension: Camba-Paico. Zur Integration der ostbolivianischen Indianer
  • Zeitschriftenrezension: Literaturbericht Walter, E. V.: Terror and Resistance. A Study of Political Violence
  • Zeitschriftenrezension: Kohlenberg, Karl F.: Völkerkunde. Schlüssel zum Verständnis des Menschen
  • Zeitschriftenrezension: Salier, Karl (Hrsg.): Rassengeschichte der Menschheit 1. Lieferung: Australien, Indochina - Indopakistan, die Zigeuner
  • Werbung
  • Farbkeil

Volltext

Der Afrikaner in der südafrikanischen Industrie 
105 
findet damit eine Umkehrung der Bevorzugung bürokratischer Berufe 
statt, die fast ein Jahrhundert geherrscht hat und vergeblich bekämpft 
worden ist. Ausschlaggebend für diesen Wandel im Verhalten sind der 
verhältnismäßig hohe Barlohn, die begrenzte Arbeitszeit, die geringe 
physische Anstrengung, die Möglichkeit der Beförderung von ungelern 
ter zu angelernter und gelernter Arbeit, die höhere Sicherheit der Stelle 
und das Prestige, das die Arbeit an der Maschine verleiht. Der Afri 
kaner ist auch innerhalb der Industrie wählerisch. Arbeit in Beklei- 
dungs- und Schuhfabriken wird derjenigen in Konserven-, Seifen- und 
Mühlenbetrieben vorgezogen, weil sie sauberer ist. Fischfabriken sind 
wegen des Geruchs unbeliebt. In den Lebensläufen ist eine Aufstiegs 
leiter von Mine über Dockarbeit, Molkerei, Hausdienst, Baubetrieb, 
Nahrungsmittel, Textilien, Farben, Möbel zu Garage und Stahlwerk zu 
erkennen. Im Durchschnitt ist es der ältere, schon verheiratete Mann, 
der von der Mine zur Fabrikarbeit avanciert. Außerdem kommt der 
Heimatfaktor zur Wirkung, d. h. eine Fabrik wird zur Domäne einer 
Heimatgruppe. Es gilt als Pflicht des Arbeiters für Arbeitsuchende aus 
seinem Herkunftsort Aufenthaltsgenehmigung, Unterkunft und Arbeits 
stelle zu beschaffen. Diese private Vermittlung ist auch von Vorteil für 
den Arbeitgeber. Er hat keinen Arbeiterausfall, und die Heimatgruppe 
wird für Eignung und Betragen des Rekruten verantwortlich gemacht. 
Zunehmend kommt auch die sich bildende Klassenstruktur zum Aus 
druck. Wanderarbeiter mit wenig Schulung finden Zutritt nur zu Fa 
briken, wo die Arbeit schwer ist (Zement, Ziegel). Arbeiter mit mehr 
Erfahrung ziehen sich in gewissen Betrieben zusammen, z. T. weil sich 
dort Banden zum Diebstahl von Material oder Produkt bilden. Arbeiter 
mit Schulbildung vermeiden Fabriken mit viel Wanderarbeitern. Auf 
der nächsten Klassenstufe, wo der Afrikaner zum Bürger mit Ehren 
ämtern in Kirchen und Vereinen wird, sattelt er vom Arbeiter zum 
Kleinhändler um. 
Während des Arbeitsturnus (mit Arbeits- und Ruhephasen) des Mi 
nenarbeiters von der zeitlichen Begrenzung der Kontrakte (meist 9 oder 
6 Monate) bestimmt wird, ist der Industriearbeiter ein „freier“ Mann, 
d. h. er schließt im allgemeinen keinen Kontrakt ab. Obwohl die Zuzugs 
kontrolle ihn gängelt, kann er jederzeit wenigstens ins Heimgebiet zu 
rück. Doch macht ein Industriearbeiter weniger Gebrauch davon als man 
erwarten könnte. Nach dem TR zeigt der durchschnittliche Arbeitsturnus 
des Industriearbeiters längere Arbeitsphasen, nämlich 23,5 Monate, 
als der des Minenarbeiters (15 Monate). Die Ruhephasen des Industrie 
arbeiters waren nur etwas länger (8,5 Monate) als die des Minenarbei 
ters (8 Monate), wobei 2Va Monate in der „weißen“ Stadt mit Arbeits 
suche, Reisen, freiwilliger Arbeitslosigkeit verbracht wurden.
	        

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