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Zeitschrift für Ethnologie, 42.1910

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Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Zeitschrift für Ethnologie, 42.1910

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711755
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711755
Persistenter Identifier:
1510223378432
Titel:
Anthropos, 100.2005
Erscheinungsjahr:
2005
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Autorenindex
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 42.1910
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft: Bd. 42, 1910, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 42, 1910, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 42, 1910, Heft 3/4
  • Pfeiffer, L.: I. Abhandlungen und Vorträge. Beitrag zur Kenntnis der steinzeitlichen Korbflechterei
  • Vincent, A.: Recherches sur des ravinements artificiels de l'époque anté-romaine
  • Boerschmann, Ernst: Architektur- und Kulturstudien in China
  • Nordenskiöld, Erland: Spiele und Spielsachen im Gran Chaco und in Nordamerika
  • Sarasin, Paul: Einige weitere Beiträge zur Frage von der Entwicklung des griechischen Tempels aus dem Pfahlhause
  • Strümpell: Vergleichendes Wörterverzeichnis der Heidensprachen Adamauas. Mit Vorbemerkungen von Bernhard Struck-Gross
  • Claus: Die Wangómwia. Mit Bemerkungen zu den Sprachproben von K. Meinhof
  • Protokoll: Il. Verhandlungen. Sitzung vom 19. März 1910 (Hierzu Tafel II bis IV, S. 513. Tafelerklärung S. 576.)
  • Protokoll: Sitzung vom 16. April 1910
  • Protokoll: Prähistorische Fachsitzung vom 4. Mai 1910
  • Protokoll: Sitzung vom 28. Mai 1910
  • Zeitschriftenrezension: Ill. Literarische Besprechungen. Eric Boman, Antiquités de la région andine de la République Argentine et du désert d'Atacama.Tome I. Tome II
  • Zeitschriftenrezension: Armenien einst und jetzt. Reisen und Forschungen von C. F. Lehmann-Haupt. Erster Band. Vom Kaukasus zum Tigris und nach Tigranokerta
  • Zeitschriftenrezension: E. Hollack, Vorgeschichtliche Übersichtskarte von Ostpreussen mit Erläuterungen
  • Zeitschriftenrezension: Weiss, Max. Die Völkerstämme im Norden Deutsch-Ostafrikas
  • Literaturverzeichnis: IV. Eingänge für die Bibliothek
  • Zeitschriftenheft: Bd. 42, 1910, Heft 5
  • Zeitschriftenheft: Bd. 42, 1910, Heft 6
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis. Verzeichnis der Tafeln
  • Leerseite
  • Impressum
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

566 
H. Klaatsch: 
existieren, dié einer mit den Präschimpansoiden zusammengehenden Ent- 
wicklungsbahn angehóren. Einen Fosssilrest kennen wir bisher nicht, 
falls nieht die Mauer-Mandibula in diesen Formenkreis gehóren sollte. 
Die Prüfung eines grossen Materials von Schimpansekiefern, wozu ich 
bisher noeh keine Gelegenheit hatte, ist von diesem Gesichtspunkt aus 
ein Postulat. Die Kleinheit der Zähne des Mauer-Unterkiefers ist hierbei 
ein wichtiger Punkt — aber der eine Spy-Kiefer besitzt auch keine 
grösseren Zähne als Mauer. 
Die Hauptfrage aber ist auf .die jetzigen Menschenrassen gerichtet. 
Die Negroiden Afrikas sind es, die eine erneute Prüfung von den, ganz 
neuen Gesichtspunkten aus verlangen. Auch in dieser Hinsicht hat Herr 
Dr. Melehers, soviel mir bekannt ist, wertvolles Material gesammelt. 
Einmal aufmerksam darauf geworden, dass bei Afrika-Negern sich 
gorilloide und neandertaloide Merkmale finden, habe ich in der Tat 
manches beobachtet, was vortrefflich in diesen Formenkreis passt, wobei 
Kombinationen von prügorilloiden und neandertaloiden Eigenarten sich 
zeigen. Meine Untersuchungen auf diesem Gebiet befinden sich aber erst 
in den Anfängen. Immerhin glaube ich, das schon sagen zu können, dass 
man dieses Prinzip keineswegs auf die „Neger“ oder „Negroiden“ Afrikas 
allgemein anwenden kann, sondern dass nebeneinander. verschiedene Zu- 
stände auftreten. Anfangs geneigt, dem sicherlich vorhandenen Einschlag 
nordischer Elemente die starken Abweichungen vom N.-G.-Typus zuzu- 
schreiben, hat mir das genauere Studium des Schimpanseskeletts die Móg- 
liehkeit nahe gelegt mit Schimpansoiden-Merkmalen zu rechnen. 
Bezüglich der Pygmäenvölker Afrikas ist die Frage berechtigt, ob 
nicht diese als eine besondere Bevólkerungsschicht mit den Schimpan- 
soliden zusammenhängen könnten. Eine Trennung in Makronegroide und 
Mikronegroide wäre vielleicht empfehlenswert. Leider steht mir bisher 
fast gar kein Material von Mikronegroiden zur Verfügung.!) 
1) Pater W. Schmidt hat in neuester Zeit eine ganz vortreffliche zusammenfassende 
Darstellung über „die Stellung der Pygmäen-Völker in der Entwicklungsgeschichte der 
Menschheit“, Stuttgart 1910, veröffentlicht, in welcher er mit Recht eine Untersuchung 
des Skelets dieser kleinen Rassen fordert. Er wundert sich, dass ich bisher niemals zur 
Pygmäenfrage Stellung genommen habe und versucht trotzdem aus meinen Schriften 
Material für die Frage zu gewinnen. Mein bisheriges vollkommen negatives Verhalten 
dem viel umstrittenen Problem gegenüber hat seinen Grund in der Unmöglichkeit, aus 
eigener Anschauung etwas beizutragen. Auch heute noch verfüge ich nicht über das not- 
wendige Skeletmaterial; wie wichtig aber die Untersuchung desselben werden kann, ersah 
ich an einigen Andamanenskeletten aus der Rudolf Virchow-Sammlung. 
Meine frühereu Studien über die sog. Pygmäen von Schweizersbild sind niemals ver- 
ôffentlicht worden, weil ich, je weiter ich eindrang, immer zweifelhafter wurde bezüglich 
der angeblichen Pygmüen-Natur. Zur Sicherung der Annahme der letzteren gehórt ein 
grôsseres Material. Bei Schweizersbild handelt es sich meiner Ansicht nach nur um 
einige individuelle Besonderheiten, Es fehlt mir aber auch bisher an Gesichtspunkten, 
um Kollmanns Hypothesen gegenüber eine eigene Stellungnahme zu gewinnen, Die 
neuen Errungenschaften helfen darin vorwärts. Sie zeigen jedenfalls, dass die Mensch- 
heit von kleinen Formen stammt und dass somit Kleinheit eine primitive Erscheinung 
sein kann. Andererseits sehen wir, dass die einzigen Formen, die unter den Menschen- 
affen eine menschhafte Kórpergrósse erreichen, mit ganz bestimmten Menschenformen
	        

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