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Globus, 71.1897

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Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Globus, 71.1897

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711752
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711752
Persistenter Identifier:
1510222436589
Titel:
Anthropos, 99.2004
Erscheinungsjahr:
2004
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 99, 2004, Heft 1
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Autorenindex

Strukturtyp:
Autorenindex
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 71.1897
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXXI. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LXXI. Bande
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 4. Januar 1897
  • Lerch, Otto: Cruckera und der Lacons River (Moskitoküste)
  • Oppert, Gustav: Reise nach Kulu im Himalaya. (Abbildungen nach Photographieen des Verfassers.) II. (Schluss)
  • Vorderman, A. G.: Animistische Anschauungen der Javanen betreffs einiger Pflanzen
  • Finsch, O.: Durchquerung von Britisch Neu-Guinea
  • Halbfass: Die europäischen Seen über 1 qkm Flächeninhalt
  • Zeitschriftenrezension: Daniel G. Brinton, The Myths of the New-World. Third Edition Revised
  • Zeitschriftenrezension: Otto Baschin, Bibliotheca Geographica. Herausgegeben von der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Band I, Jahrgang 1891 und 1892. Band II, Jahrgang 1893
  • Zeitschriftenrezension: Daniel Fetter: Islandia aneb kratké vypsáni ostrova Islandu, vytistené od Daniele Michàlka v Praze 1673. Vydavá C. Zibrt. (Daniel Fetter, Islandia oder kurze Beschreibung der Insel Island. Gedruckt von Daniel Michalek in Prag, 1673. Herausgegeben von C. Zibrt)
  • Zeitschriftenrezension: Franz Kronecker. Von Javas Feuerbergen. Das Tenggergebirge und der Vulkan Bromo. Mit zehn Vollbildern, zwei kleinen und einer grossen Karte
  • Zeitschriftenrezension: M. Plaut, Deutsches Land und Volk im Volksmunde. Eine Sammlung von Sprichwörtern, Sprüchen und Redensarten als Beitrag zur Kunde des Deutschen Landes und Volkes
  • Zeitschriftenrezension: Adolf Hauffen, Einführung in die deutsch-böhmische Volkskunde. (Beiträge zur deutsch-böhmischen Volkskunde. I., Heft 1)
  • Zeitschriftenrezension: Gustav Brühl, Zwischen Alaska und Feuerland. Bilder aus der neuen Welt
  • Zeitschriftenrezension: R. Brandstetter, Die Gründung von Wadjo. (Malaio-polynesische Forschungen, V.)
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 9. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 16. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 23. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 30. Januar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 13. Februar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 20. Februar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 27. Februar 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 6. März 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 13. März 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 20. März 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 27. März 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 3. April 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 10. April 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 17. April 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 24. April 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1. Mai 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 15. Mai 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 22. Mai 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 29. Mai 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 5. Juni 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 12. Juni 1897
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 19. Juni 1897
  • Sonstiges: [Inhalt; Eingegangene Neuigkeiten; Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Prof . Gustav Oppert : Reise nach Kulu im Himalaya . 
27 
an den vier Tempelwänden angebrachten Bildnisse der indischen'Trinität recht eigentümlich . 
Zwei Baustile fallen sogleich bei den Tempeln in die Augen . ; Der viereckige , pyramidenförmige , kunstvoll aus Stein erbaute brahmanische Tempel bekundet dischen Einflufs , während der meistens auf steinerner Basis ruhende , hölzerne , oblongenförmige , mit übereinander befindlichen Dächern pyramidenhaft abschliefsende Bau den Geschmack des Landes ausdrückt . Später wurden beide Stile miteinander vereinigt , wie z . B . bei dem Raghunäthatempel in Manikarna . Die der Gräma - devatä oder Devi geweihten Tempel sind überall im heimatlichen Holzstile errichtet . 
Trotz des brahmanischen Einflusses hat das Volk doch nicht seine eigentümliche religiöse Auffassung gegeben , die mit der Verehrung des weiblichen Princips die Furcht vor übermächtigen grausen Dämonen und den geheimnisvollen Mächten der Natur in der Tier - , Pflanzen - und Steinwelt vereinigt . Hieraus erklärt sich auch der Schlangen - und Baumkultus . In Wildnissen vertreten alte Cedern die Stelle von Tempeln ; unter mächtigen Deodaren werden Opfer dargebracht , Stücke von Eisen , besonders eiserne Nägel , werden in ihre Rinden eingeschlagen , Ringe und andere Gaben werden an Ästen aufgehängt , und bis vor kurzem wurde unter einer uralten , jetzt gefällten Ceder alljährlich ein mädchen geopfert . 
Der S’aktikultus geht in Kulu ins graue Altertum zurück . Er knüpft sich an Parasuräma , den Sohn des Jamadagni und der Renukä . Jamadagni und Parasuräma haben der Landeslegende zufolge in verschiedenen schaften geweilt , und viele Plätze , wie z . B . Maläna , gelten als Einsiedeleien Jamadagnis . Obschon Renukä , welche Parasuräma auf das Geheifs seines Vaters tötet , auf Bitten ihres Sohnes wieder ins Leben gerufen worden war , haftete doch auf Parasuräma der Fluch eines Muttermörders , und man betrachtete ihn mit Abscheu . Um sich nun von dem auf ihm lastenden Fluch zu befreien , schenkte er den Brahmanen reiche Ländereien , unter anderen die fünf am Sutlej gelegenen Ortschaften Kao , Mael , Nagar , Nirt und Nirmand . Den Brahmanen von Nirmand verlieh er überdies das Bildnis der von ihm speciell verehrten Gottheit Ambikä und fahl , dafs alle drei Jahre ihr zu Ehren ein grofses Fest , und alle zwölf Jahre eine aufserordentliche Feier halten werden sollte . Bei dieser wurde auch ein Mensch der Göttin geopfert , indem ein Bedar sich , an einem Seile befestigt , in den Abgrund versenken und dem Tode weihen liefs . Seit 1856 wird statt eines Menschen eine Ziege geopfert . Das Verhältnis des Parasuräma zur Ambikä ist bemerkenswert . Parasuräma ist eine Verkörperung oder Avatära des Gottes Vishnu . Die heilige Trimürti , d . h . Brahma , Vishnu und Siva , ist ( nach dem Bahvrichopanisad ) eine Schöpfung der Devi . In dem Tuludialekte heifst Käli Ellamma . Einer Telugu - legende zufolge ist die Adisakti , die Allmutter , lamma oder Sarvämbä , durch eigenes Schaffen der Erde als Jungfrau entstiegen , und aus einem der drei Eier , welche sie als Henne legte , kamen Brahma , Vishnu und Siva . Die südindische im Tamulenlande geläufige Sage behauptet , dafs das Haupt der Renukä bei ihrer belebung entweder auf den Rumpf einer von Parasuräma getöteten Pariahfrau , oder , da der Kopf der Renukä — nach einem anderen Bericht — verloren gegangen war , der Kopf einer Pariahfrau auf Renukäs Körper gesetzt wurde . Der Kopf allein wird als Ammachar , der ganze Körper aber als Ellamma verehrt . Im Tempel der Ellamma steht der Kopf allein auf dem Erdboden zur Erinnerung an diese Thatsache und mit der Andeutung , 
dafs nur der Kopf der Renukä , nicht aber der in der Erde darunter befindliche Körper der Pariahfrau verehrt werden dürfe . Wahrscheinlich wurde Renukä als Mutter des vergötterten , Vishnu repräsentierenden suräma zur Devi oder Adisakti , der Allmutter Sarvämbä oder Ellamma erhoben . In den meisten südindischen Källtempeln befindet sich übrigens ein besonderer Schrein des Parasuräma . Er figuriert auch , wie bekannt , in Südindien als Schöpfer des Küstenlandes Malabar , das er dem Meeresgotte durch seine Pfeile abgewonnen , auf er sich als Eremit unweit vom Kap Komorin niederliefs . 
In dem Reiseberichte des chinesischen Pilgrims Hiouen - Tsang wird ein Land Kiu - lu - to , das dem tigen Kulu entspricht , folgendermafsen beschrieben : „ Das Land Kiu - lu - to ist ungefähr 3000 li ( etwa 500 englische Meilen ) im Umfang und auf allen Seiten von Bergen umgeben . Die Hauptstadt ist gegen 14 bis 15 li im Umkreis . Das Land ist reich und fruchtbar , und das Korn wird pünktlich gesäet und geerntet . Blumen und Früchte sind in Menge vorhanden , und die Pflanzen und Bäume bekunden eine üppige Vegetation . Da es an die Schneegebirge grenzt , giebt es viele wertvolle medizinische Pflanzen . Gold , Silber und Kupfer werden hier gefunden , wie auch Krystalle und Kupfererz . Das Klima ist ungewöhnlich kalt , Hagel und Schnee fallen fortwährend . Die Bevölkerung ist roh und von meinem Aussehen und leidet sehr an Kropf und schwülsten . Von Charakter sind sie hart und heftig , schätzen aber Gerechtigkeit und Tapferkeit hoch . Es sind dort ungefähr 20 Sanghäräma und etwa 1000 Priester . Sie studieren meistens das grofse Fuhrwerk , einige folgen auch anderen Schulen . Es existieren 15 Deva - tempel , verschiedene Sekten benutzen sie ohne schied 3 ) . “ 
Sir Alexander Cunningham hat in seiner Ancient Geography of India ( p . 142 ) , so viel ich weifs , zuerst auf die Identität von Kiu - lu - to mit Kulu hingewiesen . In der Brihatsamhitä werden die Kulüta zweimal wähnt4 ) , merkwürdigerweise gehören sie in einem Verse zur nordwestlichen , im anderen zur nordöstlichen teilung . Auch erscheinen sie als Utüla ( Ulüta und Kulüta ) im Mahabhärata5 ) , und als Kolüka ( Sailüta und Kolüta ) im Rämäyana6 ) . Im Mudräräkshasa ist der Kaulüta Chitravarma , und in der Kädambarl eine Königstochter Pattralekhä von Kulüta erwähnt . Auch in Inschriften kommt der Name vor . 
Der gröfste Teil der Bevölkerung von Kulu besteht , wie schon berichtet , aus Kaneten , die Sir Alexander Cunningham7 ) mit den häufig in der indischen schichte vorkommenden Kuninda und Kulinda fiziert . Sie werden auch im Mahäbhärata mehrfach wähnt8 ) . Varähamihira spricht von dem Lande der Kulinda und ihrem König9 ) . 
Ptolemäus fixiert ( VII , 1 , 42 ) Kylindrine als das Quellenland der Bias , des Sutlej und des Ganges . Es umfafst demnach einen viel gröfseren Flächeninhalt als das heutige Kulu . In der That bewohnten die Kaneten oder Kuneten das obere Gebiet der Bias und des Ganges und bilden die Mehrzahl der Bevölkerung des Gebirgs - landes diesseits und jenseits des Sutlej , das jedoch nicht , 
3 ) Siehe Buddhistic Records of the western World , trans - lated from the Chinese of Hiuen Tsiang by Samuel Beal , Vol . I , p . 77 . 
4 ) Brihatsamhita XIV , 22 , 29 . 
5 ) Bhishmaparva IX , 59 . 
6 ) Kishkindhyäkanda 43 , 3 . 
7 ) Archaeological Survey of India , XIV , 129 . 
8 ) Sabhäparva XXVI , 3 , 4 , Bishmaparva IX , 56 , 63 , etc . 
9 ) Brihatsamhita XIV , 30 , 33 .
	        

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