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Anthropos, 61.1966

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Bibliographische Daten

fullscreen: Anthropos, 61.1966

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711748
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711748
Persistenter Identifier:
1510221115730
Titel:
Anthropos, 61.1966
Erscheinungsjahr:
1966
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Index Auctorum
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
  • Anthropos, 61.1966
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Index Auctorum
  • Inhaltsverzeichnis: Index Geographicus
  • Inhaltsverzeichnis: Index Rerum
  • Inhaltsverzeichnis: Index Illustrationum
  • Zeitschriftenheft: Bd. 61, 1966, Heft 1-2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 61, 1966, Heft 3-6
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Buchbesprechungen 
127 
mann will ihn gar als Waldideologen sehen; angemerkt sei, daß Riehls „Nassauische 
Chronik“ auf die Ereignisse 1848/49, merkwürdigerweise in der langen Geschichte der 
Riehl-Rezeption im Fach kaum zur Kenntnis genommen, für die biographischen und 
politischen Hintergründe seines Zuganges zum Wald aufschlußreich ist. Die Inszenie 
rung der „völkischen Wälder“, die Veranschaulichung sozialdarwinistischer Lehren, die 
naturale Legitimation des „Willens zur Macht“ und der hierarchischen Schichtung der 
„Lebensgemeinschaft“ wurde am Wald aufgezeigt. Was diese symbolische Aufladung 
des „Waldes der Deutschen“, das nationalistische Kollektivsymbol im Verhältnis zu den 
Nachbarn (und deren Nationalsymbolik) bedeutete, wird angesprochen - historische 
Identifikationsangebote, die nachwirken. Warum aber ließ sich gerade der Wald verein 
nahmen in die Symbolkonstruktion, und was trägt zur Nachwirkung bei? Lehmann 
nimmt im nächsten Kapitel die Frage nach den Empfindungen und Wahrnehmungen 
des Waldes auf, versucht, den Wald der Sinne, die Schönheit des Waldes zu ergründen 
und wendet sich dabei an Sozial- und Berufsgruppen, die professionell (Förster und 
Waldbesitzer) oder in ihrer Freizeit (Imker und Wanderer) mit dem Wald zu tun haben: 
Perspektiven auf den Wald, die ihn als Topographie nicht nur der Landschaft und der 
Biotope, sondern auch der unterschiedlichen Wahrnehmungen und Interessen dechif 
frieren. 
Doch ist der Wald nur die genutzte Landschaft, die Natur der Produktion und die 
der Erholung? Wahrnehmungen des Waldes beziehen sich auch auf Kindheitserinne 
rungen und Ängste, auf Schlüsselerlebnisse und Lebensentwürfe, auf Waldsagen und 
kollektives Gedächtnis. Da nun ist der Forscher des lebensgeschichtlichen Erzählens in 
seinem Element, und gerade hier wird deutlich, wie zentral das Forschungsfeld fürs 
Fach ist und gewesen ist, wie ergiebig es aber auch für zeitgeschichtliche Fragestellungen 
sein kann: Bunkerwälder und Hitlerbäume, Hakenkreuzwälder und Grenzwälder wer 
den da an etlichen Beispielen geschildert, und mit Baader-Meinhof-Geschichten und 
den Auswirkungen von Tschernobyl auf das Waldbewußtsein knüpft Lehmann an die 
in den Interviews memorierten Schlagzeilen und Erlebnisse der jüngsten Geschichte an. 
Erinnern und Rezeption literarisch tradierter Mythen, Sagen- und Märchenwälder, die 
Gegenwart der Vergangenheit, die Wiederkehr eines vormodernen Waldbewußtseins in 
esoterischen und „neuheidnischen Gemeinschaften“, schließlich die Wahrnehmung na 
türlicher Zyklen von Tages- und Jahreszeiten, von Tieren im Wald (mit Zecken und 
eben jenem Fuchsbandwurm), die Nutzung des Waldes als Nah- und Fernreiseziel, als 
Wander- und Erholungslandschaft, als Konfliktstätte und als Ort der Liebe werden 
angesprochen. Zum Schluß aber kehrt Lehmann zum politischen Wald zurück, zeigt 
auf, welche Rolle und welche Wirkung das Kulturmuster Wald im öffentlichen Bewußt 
sein, in der Berichterstattung der Massenmedien über das Waldsterben und in den Reak 
tionen der Bevölkerung hat, widmet sich den unterschiedlichen Wahrnehmungsmu 
stern in der Großstadt und auf dem Land (bei der „waldnahen“ Bevölkerung also), den 
Vorstellungen vom und über den Wald bei Naturschützern. Was hier auf - gemessen an 
den umfänglichen Stoffsammlungen wenigen! - 300 Textseiten komprimiert ist, läßt 
sich als überaus gelungene, lesbare und lesenswerte Reise in das Beziehungsgeflecht der 
Bevölkerung zum Wald bezeichnen, in die differenzierten und doch zumeist symbo 
lisch aufgeladenen Anschauungen des Waldes. Klaus Schriewer und Helga Stachow, 
Sibylle Gerhard und Uta Rosenfeld, Angelika Rohn, Leonie Koch-Schwarzer und Bri 
gitta Schmidt-Lauber haben im großangelegten, in der Zeitschrift für Volkskunde 1996 
Und in einem Tagungsband bereits vorgestellten DFG-Forschungsprojekt zu den empi 
rischen Erhebungen und zur redaktionellen Entstehung beigetragen, und so ist gemein
	        

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