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Tribus, 25.1976

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Bibliographische Daten

fullscreen: Tribus, 25.1976

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711731
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711731
Persistenter Identifier:
1509018553004
Titel:
Tribus, 25.1976
Erscheinungsjahr:
1976
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Vorblatt

Strukturtyp:
Vorblatt
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Tribus
  • Tribus, 25.1976
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft: N.F. Bd. 25, 1976
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

   
van Gennep: Brettchenweberei oder Flechterei. 
Friulein Laloe gegebenen Beschreibung begnügen (Enquete sur le 
travail des femmes indigènes à Alger; 1910; p. 55): 
, D’autres ouvrières encore tissent en les entrecroisant, et en arrétant 
à l’aide de bâtonnets de roseau le travail déjà fait, des fils tendus 
COmme d’un métier embryonnaire d’un point fixe à mi-hauteur d’un 
Mur jusqu’à terre, où elles sont assises, pour remonter ensuite au mur. 
‘entre-croisement de cette trame ininterrompue donne, une fois les 
bâtonnets représentant la chaine enlevés, la bande coupée, et les deux 
extrémités terminées par deux glands qui arrétent le travail, une longue 
bande d'une sorte de filet sans noeuds analogue à celui de certains 
hamaes et trés élastique. Passée dans les ourlets des serrouals, elle sert 
de ceinture.“ (Ich habe die wichtigen Wôrter gesperrt.) 
Da hätten wir also eine genaue Parallele zur transkaukasischen 
Technik. Die von Fräulein Laloe benutzten Worte tis ser, trame und 
Chaîne sind natürlich wegzulassen, da es sich um einfache Flechterei 
handelt, und nicht um eine Art Weberei. Auch sieht man, dass die 
algerische Einrichtung primitiver ist als die der 
transkaukasischen und gurischen Frauen, da die 
érsteren sogar kein Gestell brauchen. Endlich ver- 
Steht man auch die Eigentümlichkeit, dass die Technik 
Mit Stöckchen für die Herstellung von Beuteln be- 
nutzt werden kann, obwohl ich nicht gut einsehe, wie 
Man verfährt. 
Lässt man meine frühere Hypothese einer Ver- App 1. sj nat, Gr. 
Wandtschaft dieser Gürtelfabrikation mit der Brettchen- 
Weberei weg, so taucht eine andere Frage auf: Wie kommt diese Gürtel- 
  
o2? 
technik nach Algerien? Einheimisch — ich meine relativ einheimisch, 
also berberiseh — ist sie sicher nicht, da die Sackhose nicht berberisch ist. 
Beide, Serwal und Gürtel, stehen sicher in enger Beziehung zu- 
einander, aber man kann nicht mit Sicherheit nachweisen, dass gerade 
diese geflochtenen Gürtel zusammen mit dem Serwal nach Nordafrika 
IMportiert wurden. Ich habe mehrere Sorten von Gürteln, sowohl für 
ánnerhosen als für Frauengewünder, in Algerien gesehen und gesammelt. 
Üft benutzt man sogar einfache, dicke wollene Schnüre, die durch den 
Aum des Serwal mit Hilfe eines manchmal schon geschnitzten passe-lacet 
üreheeführt werden. 
Die einfachste Idee wäre, anzunehmen, dass Serwal, Gürtel und 
lechttechnik mit Stäbchen nach Nordafrika von den Türken importiert 
Würden. Aber modern-türkisch ist diese Sackhose mit Falten nicht; es 
Scheint vielmehr, dass sie von den Türken anderen Völkern entlehnt 
Wurde; man findet schon den Serwal mit Zugschnur bei den Skyten 
G. Bruno Köhler, Allgemeine Trachtenkunde, Reclam, I. Teil, 
: 133 und Taf. 25, oben) und den alten Arabern (a. g. O. 2. Teil, 
1. Abteilung, S. 69 und Taf. 49 oben und S. 83). Auch den chinesischen 
3uern (1b, Taf, 63) und, wie es scheint, den Mongolen war der Serwal 
licht unbekannt, Also wire die Verbreitung dieser sonderbaren Hose, 
Welche in neuerer Zeit als charakteristisch türkisch gilt, viel weiter als 
  
  
   
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
    
    
     
  
  
  
  
   
   
    
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
     
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
  
 
	        

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