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Zeitschrift für Ethnologie, 47.1915

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Zeitschrift für Ethnologie, 47.1915

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714814
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714814
Persistenter Identifier:
BV044347945
Titel:
Baessler-Archiv
Untertitel:
Beiträge zur Völkerkunde
ISSN:
0005-3856
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1910
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711494
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711494
Persistenter Identifier:
1500549641271
Titel:
Baessler-Archiv, 25=50.1977
Erscheinungsjahr:
1977
Signatur:
LA 1255
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Hinterer Buchspiegel

Strukturtyp:
Hinterer Buchspiegel
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 47.1915
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft: Bd. 47, 1915, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 47, 1915, Heft 2/3
  • Nordenskiöld, Erland: I. Abhandlungen und Vorträge. Die religiösen Vorstellungen der Itonama-Indianer in Bolivia
  • Ankermann, Bernhard: Verbreitung und Formen des Totemismus in Afrika
  • Kunike, Hugo: Venezolanische Schädel
  • Protokoll: II. Verhandlungen. Sitzung vom 20. März 1915
  • Protokoll: Sitzung vom 17. April 1915
  • Protokoll: Sitzung vom 15. Mai 1915
  • Abbildung: Abb. 1. Durchbohrte Steinkugel aus einem Grabe der älteren Bronzezeit bei Radlow am Scharmützelsee, Kreis Beeskow-Storkow. Abb. 2. Grabfund von Radlow am Scharmützelsee
  • Abbildung: Abb. 3. Durchbohrtes Steingerät aus einem Torfstiche bei Sommerfeld in der Lausitz, Kreis Crossen a. d. Oder
  • Abbildung: Abb. 2. Faustgroßer, vom Eise geschrammter Stein aus den Markkleeberger Artefakte führenden Schottern
  • Karte: Kartenskizze zur glazialgeologischen Lage von Markkleeberg
  • Protokoll: Sitzung vom 19. Juni 1915
  • Zeitschriftenrezension: Ill. Literarische Besprechungen. Max Uhle. The Nazea Pottery of ancient Perú. (Proceedings of the Davenport Academy of Sciences, Vol. XIII 1914.)
  • Zeitschriftenrezension: Edward K. Putnam. The Davenport collection of Nazca and other Peruvian Pottery. (Proceedings of the Davenport Academy of Sciences. Vol. XIII, 1914.)
  • Zeitschriftenrezension: Arthur Posnansky. Eine prähistorische Metropole in Südamerika. Band I
  • Literaturverzeichnis: IV. Eingänge für die Bibliothek
  • Zeitschriftenheft: Bd. 47, 1915, Heft 4/5
  • Zeitschriftenheft: Bd. 47, 1915, Heft 6
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Leerseite
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
930 . H. Busse: Eine durchbohrte Steinkugel aus Radlow. 
Keulenkópfe werden als steinzeitlich angesehen?) als Grabfunde sind 
äußerst wenige bekannt, um so mehr ist bei dem Radlower Fund hervor- 
zuheben, dafi er einen ganz einwandfreien Grabfund darstellt. 
Ebenso nun wie die Form der Keulenküpfe verschieden ist, wird 
‘auch ihre Verwendung mannigfaeh gewesen sein. Mehrfach hat man 
sie für Netzsenker gehalten, auch als Beschwerer oder Griffkugeln an 
Grabstócken der Buschmànner sind einige aus Südafrika veröffentlicht 
(Zeitschr. für Ethnol. 1889 S. 743) doch im allgemeinen ist die Ansicht 
überwiegend, daß sie als Waffe benutzt worden sind. Wenn man jedoch 
die mit außerordentlicher Mühe und Sorgfalt hergestellten kugelförmigen 
Keulenköpfe betrachtet, namentlich die sehr regelmäßig melonenartig 
kannelierten aus Ostpreußen, Prenzlau und die aus Massel in Schlesien, 
so wird man zu der Ansicht kommen, daß sie als Prunkwaffe oder als 
Abzeichen der Würde von hervorragenden Persönlichkeiten gedient haben. 
Ein von Tischler aus Germau in West- 
preußen veröffentlichter Fund (Schriften d. 
phys.-ókonom. Ges. z. Königsberg 1884 S. 12) 
bietet einen Anhalt hierfür. Dort ist bei einem 
Skelett ein Keulenkopf zusammen mit zwei 
breiten gerieften Bronzeringen gefunden worden, 
die höchstwahrscheinlich die Garnitur des Keulen- 
schaftes dargestellt haben (Durchmesser 32 mm). 
Auch spricht weiter dafür, daß die Spandauer 
Kugel ebenso wie die aus Massel in Schlesien 
(siehe Anm. 3 8. 228/229) in Gemeinschaft mit 
hervorragenden Waffen und Ziergegenständen 
gehoben wurde. Vielleicht kónnten auch in 
SEND. 3. Durchbohrtes dem bekannten, mit Kugel und Quaste ver- 
eingerüt aus einem Torf- : : ; : C 
stiche bei Sommerfeld in  zierten Bataillonsstab, den der heutige Bataillons- 
der Lans Kreis Orosson tambour iret, Beziehungen zu dieser vorge- 
a. d. Oder. dd o o 
schichtlichen Zierwaffe entdeckt werden. 
Nach einer Mitteilung. des Hrn. Professors H. Jentsch in Guben 
besitzt das Gubener Stadtmuseum ein durchbohrtes Steingerät von fast kreis- 
formig elliptischer Figur. Es ist im Torfmoor bei Sommerfeld i. L., Kreis 
Crossen a. d. Oder, gefunden; die Farbe ist schmutzig schwarzgrau gemengt, 
und aus der Steinmasse treten goldige Glimmerspänchen hervor. Herr 
Jentsch, der mir gleichzeitig auch die Zeichnung des Gerätes über- 
sandte (siehe Abb. 3), bemerkt hierzu: Das durchlochte Steingerät ist 
wohl nicht als Schleuder oder Schlagwaffe anzusehen, da die abgeschrägten 
Ránder der Durehbohrung mehr für Durchziehung einer Schnur als für 
Befestigung am Stabe sprechen. Es wird deshalb die Benutzung als Netz- 
senker oder als Webegewicht angenommen werden können. 
  
1) O. Olshausen über Keulenköpfe aus Ostpreußen und Thüringen, hierzu 
auch zwei von Róssen, Prov. Sachsen. Zeitschr. für Ethnologie 1891 S. 849ff, — 
F. L. Sarauw, steinzeitliche Keulenkópfe in seiner Abhandlung über den stein- 
zeitlichen Wohnplatz in Maglemose, im Moor bei Mullerup auf Seeland. Prühistorische 
Zeitschr. B..6, H. !/j, S. 25-27, 
 
	        

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