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Baessler-Archiv, 14/15.1930/32

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Baessler-Archiv, 14/15.1930/32

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714814
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714814
Persistenter Identifier:
BV044347945
Titel:
Baessler-Archiv
Untertitel:
Beiträge zur Völkerkunde
ISSN:
0005-3856
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1910
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711492
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711492
Persistenter Identifier:
1500547393141
Titel:
Baessler-Archiv, 14/15.1930/32
Erscheinungsjahr:
1932
Signatur:
LA 1255
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 15, 1932, Heft 3
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Über den Ursprung des Phalloskultus und seinen weiteren Ausbau
Sonstige Person:
Buschan, Georg
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 14/15.1930/32
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft: Bd. 14, 1930, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 14, 1930, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 14, 1930, Heft 3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 14, 1930, Heft 4
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft: Bd. 15, 1932, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 15, 1932, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 15, 1932, Heft 3
  • Buschan, Georg: Über den Ursprung des Phalloskultus und seinen weiteren Ausbau
  • Sydow, Eckart von: Die Abstrakte Ornamentik der Gebrauchskunst im Grasland von Kamerun
  • Zeitschriftenrezension: Peßler, Wilhelm: "Deutsche Volkstumsgeographie."
  • Zeitschriftenrezension: Schmieder, Oscar: The settlements of the Tzapotec and Mije Indians, State of Oaxa, Mexico. University of California Publications in Gepgraphy, Bd. 4, VIII
  • Literaturverzeichnis: Büchereingänge
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

GEORG BUSCHAN 
150 
Es leuchtet ein, daß der vorstehende Erklärungsversuch für den Ursprung der Phallos- 
verehrung ziemlich gekünstelt erscheint und auch für die meisten Völker nicht zutreffen 
kann, einfach aus dem Grunde, weil sie nicht über die geringsten atronomischen Kenntnisse 
im Sinne der alten Ägypter und Babylonier verfügen. Man kann z. B. solche Überlegungen 
für die Menschen der europäischen Urzeit (Neandertaler) oder die Primitiven der Gegenwart 
(Australier, Papuas u. a. m.), auf so niedriger Stufe der Gesittung unmöglich voraussetzen. 
Ich möchte daher hier eine andere, mir wahrscheinlicher erscheinende Erklärung für 
das Zustandekommen der Phallosverehrung versuchen. Wie zuerst wohl v. Reitzenstein 
und nach ihm eine ganze Reihe Forschungsreisender, vor allen Nieuwenhuis gezeigt haben, 
geht zahlreichen primitiven Völkern der Gegenwart die Kenntnis von dem ursächlichen Zu 
sammenhänge zwischen geschlechtlicher Beiwohnung und Empfängnis ab. Sie halten den 
Coitus vielfach nur für ein Vergnügen oder höchstens für eine Vorbereitung (Erweiterung) 
des weiblichen Geschlechtsschlauchs für das ihn einmal passierende Kind. Ausführlicher 
habeich mich hierüber in einer Arbeit der „Medizinischen Welt“ 1932, Nr. 27 „Die Entstehung 
der Menschen im Völkerglauben“ ausgelassen. Zahlreiche Beobachtungen von Forschungs 
reisenden an sogenannten Naturvölkern, eine Menge Sagen und Mythen solcher und auch 
höher stehender Völker, Aberglauben und Gebräuche bei den Kulturvölkern der Gegenwart 
u.a. m. sprechen dafür, daß der Urmensch unmöglich gewußt haben kann, daß der Beischlaf 
nach neun Monaten die Geburt eines neuen, vollentwickelten Menschen hervorgebracht 
haben sollte. Außerdem geht bekanntlich dem primitiven Menschen das Verständnis für 
zeitlich weiter auseinander liegende Ereignisse, bzw. Dinge ab: er bekundet im allgemeinen 
nur Interesse für den Augenblick. Die Entstehung eines neuen Menschen führt er in der 
Hauptsache auf eine Verkörperung der Ahnengeister zurück, die in winziger Form durch 
eine Körperöffnung in den Leib des Weibes eindringen und hier sich weiter entwickeln. 
Mit fortschreitender Kultur mag dem Urmenschen, so folgere ich weiter, das Verständ 
nis gekommen sein, daß die geschlechtliche Beiwohnung doch mit der Entstehung eines 
neuen Menschen im ursächlichen Zusammenhänge stehen müsse. Das männliche Glied, das 
allein hierfür in Betracht kommen könne, begann durch diese Erkenntnis bei ihm an Ach 
tung zu gewinnen und wurde schließlich, wie alles Außergewöhnliche und Rätselhafte zum 
Gegenstand der Verehrung. Der Phallos wurde direkt zur Gottheit erhoben; man erwies ihm 
göttliche Verehrung. — Auf diese Weise glaube ich eine ungezwungene Erklärung für den 
Ursprung des über die ganze Erde vom Beginne des Menschengeschlechtes an verbreiteten 
Phalloskultus gegeben zu haben. Das Gegenstück dazu, der Kteismus, d. i. die Verehrung 
der weiblichen Scham, die ungemein viel seltener vorkommt, dürfte sich auf die gleiche 
Weise erklären lassen. Allerdings lag hier die Vermutung nahe, daß der weibliche Geschlechts 
teil an dem Zustandekommen des werdenden Menschen weniger beteiligt sein müsse, als 
bei dem männlichen: daher kommt sicher auch die geringe Verbreitung der Anbetung der 
weiblichen Scham. 
Mein Erklärungsversuch des Ursprungs des Phalloskults wird gestützt durch den Um 
stand, daß unter den Funden des paläolithischen (älteren Stein-)Zeitalters verhältnismäßig 
viel phallosähnliche Gegenstände verkommen, die bald ganz realistisch wiedergegeben sind, 
teils dem Vorbilde weniger ähnlich sehen, aber doch nicht zu verkennen sind, teils auch 
wieder ganz stilisiert erscheinen und eine solche Deutung nur vermuten lassen. Ich vermochte 
durch Studium der einschlägigen Literatur sowie durch Briefwechsel mit Fachgenossen 
gegen 30 solcher Funde aus dem Paläolithikum Europas sowie des Küstenstriches von Nord 
afrika zusammenzutragen. Es sind teilweise größere Stücke, die wohl aufrecht wie ein ste 
hender Penis hingestellt, teilweise kleinere, zum Teil durchbohrt, die wohl als Amulette um 
den Hals gehängt oder wenigstens mit herumgetragen worden sein dürften. Die Phalloi sind 
aus Stein, Knochen, Renntiergeweih und Zähnen hergestellt. Neben diesen plastischenWieder-
	        

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