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Baessler-Archiv, 6=31.1958

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Baessler-Archiv, 6=31.1958

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714814
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714814
Persistenter Identifier:
BV044347945
Titel:
Baessler-Archiv
Untertitel:
Beiträge zur Völkerkunde
ISSN:
0005-3856
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1910
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-711221
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711221
Persistenter Identifier:
1497530402307
Titel:
Baessler-Archiv, 6=31.1958
Erscheinungsjahr:
1958
Signatur:
LA 1255
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
N. F. Bd. 6, 1958, Heft 1
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 6=31.1958
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 6, 1958, Heft 1
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 6, 1958, Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt [nach Autoren sortiert]
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Werbung
  • Farbkeil

Volltext

Baessler-Archiv, Neue Folge, Band VI 
1 
DIE METHODEN DES WAHRSAGENS, IM OBER-VOLTA-GEBIET 
UND SEINE .BEZIEHUNG ZUR JÄGERKULTUR* 
KUNZ DITTMER, Hamburg 
W. Schilde hatte, 1940 1 eine vorzügliche Zusammenstellung der damals 
bekannten afrikanischen Orakel gegeben. In bezug auf das Ober-Volta-Gebiet 
war aber sein Quellenmaterial noch sehr lückenhaft und zum Teil auch irrig, 
so daß es vielleicht .angebracht ist, aus eigenen Forschungsergebnissen 2 über 
die .Altnigritier in Haute-Volta und Ghana Ergänzungen zu bringen, zumal 
ich mehrere Wahrsager verschiedener Stämme selbst als Klient konsultieren 
konnte. Vor allem bin ich dabei auf eine Tatsache gestoßen, die bisher noch 
unbekannt war und ein kulturhistorisch interessantes Licht auf die Formierung 
der altnigritischen Hirsebauern-Kultur in Ober-Volta wirft. 
Die große Bedeutung des Wahrsagens — die anderen Orakel und die 
Ordale muß ich hier unberücksichtigt lassen — erklärt sich aus den religiösen 
Vorstellungen der Altnigritier: Danach ist der Himmelsgott, der die Welt 
erschaffen und den Menschen alle Kulturgüter gegeben hat, dem Menschen 
unerreichbar fern. Als Mittler und Fürsprecher werden die Erde als Gattin 
des Himmels, die Ahnen und Naturheiligtümer in Anspruch genommen. Sie 
alle — und dazu viele von Gott den Menschen gegebenen Fetische — haben 
eine Unzahl von Geboten erlassen. Es kann nun zu leicht geschehen, daß man 
unwissentlich und unwillentlich ein solches Gebot Übertritt. Dann verhängt 
die betreffende beleidigte höhere Macht eine automatisch auf die Sünde fol 
gende Strafe, insbesondere in Gestalt von Krankheit und Unglück aller Art. 
Es besteht also ein lebenswichtiges Interesse daran, den Willen dieser höheren 
Mächte stets in allen Einzelheiten und Lebenslagen zu erfahren, um ihm 
gemäß zu leben oder gegebenenfalls die durch eine Sünde gestörte Seins 
ordnung durch eine Sühne wiederherzustellen. Den göttlichen Willen und die 
Ursache von Krankheit und allem Übel erfährt man aber außer durch Orakel 
vor allem aus dem Munde des Wahrsagers. 
* In gekürzter Fassung als Vortrag auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für 
Völkerkunde in Berlin am 30. Oktober 1957 referiert. 
1 s. Literaturverzeichnis (15). 
2 Afrikaexpedition des Hamburg. Museums f. Völkerkunde 1954—56. Der Deut 
schen Forschungsgemeinschaft, der Wenner Gren Foundation, der Hamburg. 
Wiss. Stiftung und der Joachim-Jungius-Gesellschaft Hamburg sage ich auch an 
dieser Stelle meinen herzlichsten Dank für die finanziellen Unterstützungen. 
1 Baessler-Archiv VI
	        

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