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Zeitschrift für Ethnologie, 5.1873

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Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 5.1873

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-712019
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712019
Persistenter Identifier:
1522051856301
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 5.1873
Erscheinungsjahr:
1873
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Zur Culturgeschichte
Sonstige Person:
Liebrecht, Felix
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 5.1873
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Inhaltsverzeichnis: Verzeichnis der Tafeln
  • Schweinfurth, Georg: Das Volk der Monbuttu in Central-Afrika
  • Langerhans, Paul: Beiträge zur anatomischen Anthropologie. (Hierzu Taf. III., IV., V. und VI.)
  • Friedel, E.: Ueber niederländische Alterthümer. (Hierzu Taf. II.)
  • Bastian, A.: Raum und Zeit
  • Nissle, Carl: Beiträge zur Kenntniss der sogenannten anthropomorphen Affen. II. Ein Orang-Utan
  • H.: Erklärung zu Tafel I
  • Miscellen und Bücherschau
  • Maltzan, v.: Die Völker Süd-Arabiens
  • Friedel, E.: Fränkische Thier- und Pflanzennamen aus dem XI. Jahrhundert
  • Liebrecht, Felix: Zur Culturgeschichte
  • Reichenow: Brief Dr. Reichenow's an Prof. Bastian
  • Fritsch, Gustav: Einige Worte zur Abwehr
  • Miscellen und Bücherschau
  • Jhering, H. v.: Zur Reform der Craniometrie. (Hierzu Taf. XI.)
  • Jellinghaus, Th.: Kurze Beschreibung der Sprache der Munda Kolhs in Chota Nagpore besonders nach ihren den Volksstamm charakterisirenden Eigenthümlichkeiten
  • Dalton, Edward Tuite: Beschreibende Ethnologie Bengalens. (Fortsetzung folgt.) [Teil 1/6]
  • Literaturverzeichnis: Übersicht der Literatur für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte im J. 1872. Zusammengestellt von W. Koner
  • Miscellen und Bücherschau
  • Friedel, Ernst: Archäologische Streifzüge durch die Mark Brandenburg. (Fortsetzung folgt.)
  • Dalton, Edward Tuite: Beschreibende Ethnologie Bengalens. (Fortsetzung folgt.) [Teil 2/6]
  • Wetzstein, J. G.: Die syrische Dreschtafel
  • Jhering, H. v.: Zur Erwiderung
  • Meyer, A. B.: Ueber die Papua's und Neu-Guinea. Brief des Herrn A. B. Meyer an Herrn Virchow
  • Erklärung der Tafel IX. Erklärung der Tafel XII
  • S., H. A.: Indianer vom Panamá-Isthmus
  • Bastian, A.: Die Grundlage der Ethnologie in den geographischen Provinzen
  • Dalton, Edward Tuite: Beschreibende Ethnologie Bengalens. (Fortsetzung folgt.) [Teil 3/6]
  • Zeitschriftenheft: Verhandlungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Jahrgang 1873
  • Leerseite
  • Tafel: Taf. VII. Bronzeschwert von Briest bei Brandenburg a. H
  • Tafel: Taf. VIII. Buschmann
  • Tafel: Taf. X. Oberer Theil eines Skelets aus der Certosa von Bologna, aus dem Zeitalter der Necropolis von Villanova
  • Tafel: Taf. XIII. Gräberfunde von Zaborowo in Posen
  • Tafel: Taf. XIV. Prähistorische Steingeräthe aus Griechenland
  • Tafel: Taf. XV. Peruanische Holzgötzen aus Guanolagern und Thongefässe
  • Tafel: Taf. XVI. Funde von Platiko an der alten Oder Grundriß und Durchschnitt des Trichters. Der am Schädel gefundene Ohrring. Nat. Größe. 1. 2. bearbeite Knochen von der Mühle 3 bearb. Hirschhorn von der Mühle 4. Bronzenadeln von Lückefetts Acker. 5. Bronze-Zierrath in der Nähe der Skelette gefunden. 6. 7. 8. Urnen von der Mühle
  • Tafel: Taf. XVII. Felseinritzungen aus Ostgothland
  • Tafel: Taf. XVIII. Stiere von Kupfer von Bythin und Bronzewagen von Ober-Kehle bei Trebnitz.
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

84 
Zur Culturgeschichte. 
Geister allerlei Art durch Anwendung von Eisen und eisernem Geräth abzu 
wehren, erklärt Tylor (S. 140) sehr sinnreich durch den Umstand, dass diese 
Geister, wie es scheint, wesentlich Geschöpfe der Steinzeit sind und das neue 
Metall ihnen verhasst und gefährlich ist. In meiner Ausgabe des Gervasius 
von Tilbury, Hannover 1856, S. 98ff., habe ich vielfache, aber leicht noch zu 
vermehrende Nachweise über die Ausdehnung dieses Glaubens gegeben, der 
sich dann später auch auf andere Metalle übertrug. 
Fünftes Kapitel. Gefühlssprache und nachahmende Sprache. 
Hier handelt es sich von der Frage, ob die Sprache während des wilden Zu 
standes der Menschheit entstand, und das Ergebniss der Forschung ist, dass 
dies nach allen Beobachtungen der Fall gewesen sein kann. Uebrigens zeigt 
die Sprache, welche bei den rohen Völkern als Kunst bereits in vollster 
Kraft auftritt, schon hier die Anwendung von so unbeholfenen Hilfsmitteln, 
wie expressive Laute und malerische Metaphern, um so complicirte und ab 
struse Gedanken wiederzugeben, wie sie eben in dem Geiste des Wilden ent 
stehen können. Wenn man bedenkt, wie sehr die Entwickelung des Wissens 
von der Vollkommenheit und Exaktheit der Mittel abhäugt, dem Gedanken 
Ausdruck zu verleihen, so erscheint es in der That nicht von geringer Be 
deutung, dass die Sprache der Civilisirten nichts weiter als die Sprache der 
Wilden ist, freilich in ihrem inneren Bau mehr oder weniger vervollkommnet, 
in ihrem Wortschätze um ein Bedeutendes vermehrt und in der Definition 
der einzelnen Wörter zu grösserer Präcision ausgearbeitet. Was die Ent 
wickelung der Sprache von den wilden zu den cultivirteren Stufen betrifft, 
so bezieht sich dieselbe mehr auf Einzelheiten, kaum auf das Prinzip. Der 
Verfasser beschäftigt sich bei der vorliegenden Untersuchung vorzugsweise 
mit den Interjections- und nachahmenden Lauten nebst den von ihnen abge 
leiteten Wörtern, sowie einigen anderen Theilen von mehr oder minder ver 
wandtem Charakter, wobei er namentlich neue Zeugnisse beizubringen be 
müht ist, die er den Sprachen der wilden und barbarischen Rassen entnimmt. 
Dadurch wird es ermöglicht, ein Verfahren anzuwenden, welches zum grossen 
Theil die Hauptquelle der Unsicherheit und des Irrthums in solchen Unter 
suchungen vermeidet, die Gewohnheit nämlich mit der sich selbst überlasse 
nen und oft zu lebhaften Phantasie eines Linguisten Wörter auf der Stelle 
etymologisch aus expressiven Lauten herleiten zu wollen; indem man einfach 
das zu beobachtende Feld der Sprache erweitert, bringt man den Bereich der 
Einbildungskraft in engere Grenzen. Wenn mehrere Sprachen, welche nicht 
genau zu derselben Fami lie gerechnet werden können, darin überein stimmen, 
dass sie einen gewissen Begriff durch einen besonderen Laut ausdrücken, 
welchen man billig als interjectionell oder imitativ betrachten kann, so wird 
ihre üebereinstimmung die Richtigkeit der Annahme bestätigen. Als Ergeb 
niss dieser ganzen Untersuchung ergiebt sich dann, dass innerhalb der Gren 
zen der genauesten und besonnensten Beweisführung sich zeigen lässt, dass 
die Theorie von der Entstehung der Sprache aus natürlich und direkt expres
	        

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