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der das Geld an sich 'heranzieht. Seit dieser Zeit an gab es im
Hause sehr viel Geld, und hatten sie zufällig auch den inklus aus
gegeben, so kehrte er immer bald daraut zu ihnen zurück.
Interessante Beiträge zum Inklusglauben hat Stephanie Ulanowska
in ihrer Abhandlung unter dem Titel: „Wsröd ludu Krakowskiego,"
mitgeteilt. („Wisla" I. B. III. H. S. 99—100). Sie sagt : Zu den
geheimnisvollen, doch durchaus keinen Verdacht erweckenden Ki
scheinungen gehört der Beweis eines sogenannten inklus, das is ein
Geldstück, das anderes Geld an sich heranziehen soll aut die
Weise, dass es sich von selbst an einen inklus anklebt. Wie oft nn
auch der glückliche Eigentümer beim Geldwechseln ausgibt, er kommt
jedesmal nach einer Weile von selbst in seine lasche zurück un
bringt ihm noch etliche ähnliche Geldstücke oder Banknoten, welche
sich an ihn angeklebt hatten. Es will z. B. auf dem Jahrmarkt em
Bauer zwanzig Gulden wechseln und irgend ein Mann hat zufällig
einzelne Papiergulden. Das Geld wird gewechselt. Der Unbekannte
zählt die Gulden und legt sie dem Bauer einen nach dem andern aul
die Hand — wirklich und unbestritten legt er zwanzig papierene
Gulden hin. Der Bauer schliesst die Hand zu und nachdem er einen
Gulden für kleinere Ausgaben davon genommen, steckt er das iibnge
in seinen Ledergürtel hinein. Und nach Hause zurückgekehrt, finde
er im Lederbeutel statt 19 nur 14 Gulden. Er zählt sie zu wiedei-
holten Malen — vierzehn! Und andere fünf sind wie ins Wasser ge
sunken. Zuletzt, obwohl schon zu spät, kommt er zu dieser lesten L ebei-
zeugung, dass der Unbekannte ohne Zweifel einen inklus hatte, an welchen
auch seine fünf Gulden sich angeklebt haben. Geschehen ist geschehen,
das Geld ist weg; denn gegen einen inklus gibt es kein Gericht.
Grösstenteils hält er sich bei den Juden auf, aber es kann ihn
auch ein Katholik erwerben; denn er ist immer in Krakau im Juden
viertel Kazmierz zu kaufen. Doch ist er schwer zu finden unc voi
allem muss man sich für seinen Empfang entsprechend vorbei eiten.
Man darf nämlich sieben Jahre lang die Nägel nicht abschnei en,
man darf sich nicht waschen und kämmen und weder beten noch in.
die Kirche gehen. Erst dann kommt ein Jude und sagt, wo c ei
inklus zu finden ist und wie man ihn suchen soll.
Wenn der inklus ein Papiergulden ist, so zieht er nur Papiergeld
an sich heran, ist es eine Silbermünze, so pickt sie Silbergeld au , nn
ein kupferner inclus kupfernes. Es ist merkwürdig, dass dei >esi z
eines solchen inklus keinen Verdacht bei anderen erregt, wecei 1
einen Betrüger noch für einen Dieb gehalten wird, im Gegen ei
ein kluger Mann gilt, welchem übrigens nur dieser eine kleme r em
anhaftet, dass er nach dem Tode von dem Teufel geholt wer e . '
In derselben Wisla (IV. B. I. H. 8. 101-102) gibt Kasumra
^krzyriska in ihrer ethnographischen Arbeit unter dem • ’7
Knynice w Tomaszowskiem“ folgenden Beitrag: n ^
„Manchmal gibt der Teufel Einem einen in us.. nieht
ei nes solchen sonderbaren Geldstückes kann sicher sein, dass ei let
*ur alles herausgegebene Geld zurückbekommt, sondern auch das^