Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

B. Referate. Ethnologie. 
93 
Wenn daher der Yerf. einen neuen plausibelen Weg angiebt für den Zu 
sammenhang der transkaukasischen und occidentalen Makrokephalen, so ist 
er doch nur gültig bei der Voraussetzung eines genealogischen Zusammen 
hanges. Die Frage aber, ob die systematische Zusammengehörigkeit der 
Makrokephalen eine genealogische oder aber eine Konvergenzerscheinung ist, 
wird noch einer besseren Lösung bedürfen. Vielleicht gelingt sie auf dem 
vom Verf. mit vollem Rechte befürworteten Wege gemeinsamer Arbeit des 
Anthropologen und Archäologen. Jhilenius-Breslau. 
B. Specielles. 
114. B. Adachi: Geruch der Europäer. Globus 1903. Bd. LXXXIII. 
Nr. 1. 
Verf. berichtet über Beobachtungen, die er als Japaner an Europäern 
machen kann, betreffend den Eigengeruch. Dem Europäer haftet darnach 
ein starker, stechender, süss oder bitter riechender Geruch an, individuell 
verschieden stark, Kindern und Greisen fehlend. Er geht von der Achsel 
höhle aus, ist auch nach deren gründlichen Abseifung bald wieder vorhanden. 
Die Schweisssekretion scheine beim Europäer stärker, wie auch die Achsel- 
höhlen-Schweissdrüsen viel grösser seien; beim Japaner seien sie nicht makro 
skopisch sichtbar. Japaner sollen weder für ihre, noch für europäische Nasen 
einen Geruch an sich haben, nur als Ausnahme seien Individuen mit „Achsel 
grubengestank“ vorhanden, welche Erscheinung sogar militärlrei machen 
könne. Bezügl. mikroskopischer Untersuchung wird auf künftige Unter 
suchungen verwiesen. Fr. E. Fischer-Freiburg i. B. 
115. B. Adachi: Sogenannter Mongolenkinderfleck bei Europäern. 
Anatomischer Anzeiger, 1902. Bd. XXII, Nr. 16. 
Auf frühere und noch bevorstehende Veröffentlichungen bezgl. des 
Sitzes des den „blauen Fleck“ verursachenden Pigmentes hinweisend, (Referat 
s. Centralblatt, Jahrg. 1902, S. 198) teilt Verf. jetzt als vorläufige Mit 
teilung die interessante Thatsache mit, dass es ihm gelungen sei, äusserlich 
wahrnehmbaren „blauen Fleck“ bei der rein weissen Rasse zu finden. Mit 
grossem Interesse muss den ausführlichen Arbeiten entgegengesehen werden. 
Fr. F. Fischer-Freiburg i. B. 
116. Gustaf Retzius und Carl M. Fürst: Anthropologia Suecica. 
Beiträge zur Anthropologie der Schweden, nach den auf 
Veranstaltung der schwedischen Gesellschaft für Anthro 
pologie und Geographie in den Jahren 1897 und 1898 aus 
geführten Erhebungen ausgearbeitet und zusammengestellt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.