Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

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A. Originalarbeit. 
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Spielzeug müssiger Priester eingetreten bin. Jedenfalls möchte ich 
auf die sehr bemerkenswerte Übereinstimmung mit aller Energie 
hinweisen: dass wir beide uns, trotz des völlig verschiedenen Aus 
gangspunkts, in der Voraussetzung begegnen, dass das kleine un 
praktische Gerät, das Modell, der praktischen Verwendung des 
grossen Wagens mit Zugtieren auf der Strasse vorausging und dass 
wir Übereinkommen in dem Gedanken, dass die Entstehung des lose 
auf der Axe beweglichen Rades in irgend einer Art oder Form 
damit zusammenhängt, dass der Wirtel, jenes wichtige Gerät der 
Urzeit schon vorhanden war. Wir meinen also beide, F. als Techniker, 
ich als Theoretiker, dass das Modell bei einem der wichtigsten Ge 
räte der Menschheit der praktischen Verwendung vorausgegangen 
ist. Das wird vielen seltsam klingen, hat mich aber natürlich nur 
in meiner Theorie bestärkt, an der ich übrigens trotz des allge 
meinen Schweigens und des vereinzelten Widerspruchs nach lang 
jährigen weiteren Studien in derselben Richtung zunächst festhalte. 
II. 
(Aus dem anatomischen Universitäts-Institut des Herrn Professor 
Dr. A. Räuber-Jurjew [Dorpat.]) 
Ein Apparat für die Schädelkubage. 
Von stud. med. E. Landau. 
Vorläufige Mitteilung. 
Bekanntlich verfährt man bei der Bestimmung der Schädel- 
kapacität nach den Angaben, die wir im trefflichen Lehrbuch für 
anthropologische Untersuchungen: „Anthropologische Methoden,“ 
von Dr. E. Schmidt finden. Es müssen also bei der Ausführung 
dieser Messung 2 Personen beschäftigt sein. Ich versuchte nun 
mit dem zu beschreibenden Apparat eine Person durch eine technische 
orrichtung zu ersetzen. Sowohl der Trichter, aus dem eine Masse 
sich in den zu messenden Schädel schüttet, als auch der Schädel 
selbst werden in einer zu diesem Zwecke angebrachten Vorrichtung 
fixieit. Zu einer derartigen Messung möchte ich 2 Modelle Vor 
schlägen. 
Erstes Modell. Es wird aus Brettern eine solide Wand 
ieigerichtet; diese ist am Rande eines wiederum aus Brettern zu 
sammengefügten, auf Rollen beweglichen Podiums angebracht. An 
einem an diese Wand zwischen 2 vertikalen Eisenschienen sich be
        

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