Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

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B. Referate. Anthropologie. 
Ascendenten fest, was auch darin zum Ausdruck kommt, dass bei sämtlichen 
zur Beobachtung gelangten Descendenten (mit einer einzigen Ausnahme) 
die Anstaltsbedürftigkeit durchweg in einem früheren Alter sich einstellte 
als bei den Ascendenten. Buschan-Stettin. 
370. John E. Weeks: The influence of heredity on the eye. 
Medical Record (New York), 1903. Vol. LXIY, Nr. 6, S. 205. 
Zusammenstellung der bisher aus der Litteratur bekannt gewordenen 
Fälle von erblicher Übertragung von Anomalien des Auges. Über Ver 
erbung von Epicanthus, Ptosis, Colobom der Iris, wie auch der Chorioidea, 
Aniridie, Policorie, Albinismus u. a. liegen diesbezügliche Beobachtungen 
vor. Besonders häufig wird die Catarakt vererbt; auch Übertragung der 
Opticusatrophie, und zwar Generationen hindurch, kommt öfters vor. Bei 
den Affektionen der Netzhaut spielt die Erblichkeit gleichfalls eine grosse 
Rolle; am häufigsten wird Glaucom, demnächst aber auch Retinitis pigmen 
tosa und Farbenblindheit übertragen. Buschan-Stettin. 
371. Isaiah Frank: The hereditary influence in nystagmus remar- 
kably illustrated. Medical Record (New York) 1903. Yol. 
LXIII, S. 175. 
Bemerkenswerter Fall von Vererbung. X, der mit Nystagmus behaftet 
war, vererbte diesen Fehler auf ein Enkelkind seiner ersten Frau und eine 
Tochter seiner zweiten Frau, sowie 5 Enkelkinder dieser zweiten Frau, ohne 
dass die Mütter der mit Nystagmus behafteten Enkelkinder das gleiche 
Übel aufwiesen. Buschan-Stettin. 
372. E. Rabaud: L’atavisme et les phénomènes tératologiques. 
Rev. scientifique. Paris 1903. S. 4, tome XX, S. 129—138. 
R. wendet sich gegen einige Auswüchse der transformistischen Theorie, 
besonders gegen die übertriebenen Schlussfolgerungen, welche mitunter aus 
der Annahme eines Rückschlages in den Atavismus resultieren. Er weist 
zunächst darauf hin, dass selbst die Definition des Begriffes „Atavismus“ 
noch nicht vollkommen festgelegt und streng umgrenzt sei; bei der Deutung 
atavistischer Merkmale gehen manche Autoren so weit, dass sie sich mit 
der Reproduktion von Charakteren direkter Vorfahren nicht begnügen, sondern 
in Ermangelung derselben gleich auf kollaterale greifen. Mit Hilfe der 
Kollateralität lasse sich dann alles erklären. Als typisches Beispiel führt 
er die Spaltung der Endphalangen beim Menschen an, welche genau mit 
dem normalen Zustande bei den Fischen vergleichbar erscheint. Doch ist 
es ganz und gar unnötig, so weit zu greifen, denn nach Schenk besteht 
ganz normalerweise in einem gewissen embryonalen Stadium eine Spaltung 
der vorknorpeligen Elemente der Endphalangen; es liegt in einem solchen
        

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