Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

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B. Referate. Ethnologie. 
Beschreibung des nicht ganz vollständigen und an den meisten seiner Knochen 
periostitische Prozesse, wahrscheinlich syphilitischer Natur (das Yirchowsche 
Citat ist nicht ganz korrekt angeführt) aufweisenden Skelettes eines (wegen 
der Enge des angulus subpubicus) als männlich angesprochenen Erwachsenen 
gegeben. Der asymmetrische, links abgeflachte Schädel mit sehr schwachen 
Muskelleisten und Wülsten ist mesaticephal (Ind. 78,7), metriocephal, 
mesognath, chamäprosop, mikrosem, platyrrhin und mesocephal (Capac. 
1425 ccm). Die fast kreisförmige Rundung der Norma occipit. und die 
Kürze des Unterkieferastes werden als infantile Retentionen gedeutet, die 
subnasale Prognathie mit derjenigen der afrikan. Neger verglichen. Der 
Gesichtsschädel zeigt manche verwandte Züge mit Schädeln aus Sumatra, 
Java und Borneo. Bezüglich der übrigen Skelettknochen, die, abgesehen 
von den patholog. Yeränderungen, auf ein kleines (ungefähr 1497 mm 
grosses), graziles und schwächliches Individuum deuten, werden Yergleiche 
mit Buschmann- und andern Zwergskeletten angestellt, unter Heranziehung 
von Turners Beschreibung eines Sakai-Skelettes. Als Schlussergebnis resultiert 
bedeutende Variabilität der skelettalen und kranialen Morphologie bei den 
kleinen Aboriignern der malayischen Halbinsel. 
Die Messungen an Lebenden umfassen 5 erwachsene Männer, 3 er 
wachsene Frauen, ein Mädchen zwischen 15 und 17, ein solches von 3 bis 
4 Jahren, und einen Jungen von 14 Jahren. Die mittlere Körpergrösse 
der erwachsenen Männer betrug 1491 mm, der L. B. Index des Kopfes 
78,9. Das Grössenmittel der erwachsenen Frauen war 1408 mm, der Kopf 
index 81,1. Die meisten Individuen hatten dunkle (Topinard Nr. 3), zwei 
jedoch eine hellere Haut. Das Haar war wollig oder wenigstens stark ge 
kräuselt, nur eine Frau (eine „orang Teku“, während alle andern orang 
Pangan sind) besass schlichtes Haar. Diese war mit einem krausköpfigen 
Panganmann verheiratet; ihr Kind, das 3—4jähr. Mädchen, hatte wiederum 
schlichtes Haar. — Beigefügt ist dem Aufsatz eine Tafel mit Fussumriss- 
zeichnungen. Hofrat Dr. B. Hagen-Frankfurt a. M. 
30. Walter Rosenhain: Notes on Malay metal-work. Journal 
of the Anthropological Institute of Great Britain and Ire- 
land, 1901. Yol. XXXI, S. 161—166. 
1. Die Anfertigung eines malayischen Kris. 
R. giebt auf Grund der mikroskopischen Untersuchung der ihm über 
gebenen Proben und des Berichtes von Mr. W. W. Skeat, der von einem 
malayischen Schmied einen Kris unter seinen Augen anfertigen liess, eine 
hübsche Schilderung der Herstellung desselben und eine gute Erklärung 
des Damaszierungsprozesses. 
Das Erste ist die Anfertigung einer Anzahl kurzer Stangen von 
Schmiedeeisen. Neun solcher Stangen von alternierender Dicke werden nach-
        

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