Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

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B. Referate. Urgeschichte 
sind 20 Exemplare und Bruchstücke von 20 weiteren erhalten. Mehrere 
Bruchstücke von Bronzeblech sieht G. als Teile eines Helmes an. Ferner 
wurden eine Menge Scherben von Terra sigillata und 2 Gefässe aus Terra 
nigra gefunden. Von den einheimischen Gefässen bemerkt G., dass sie 
sämtlich auf der Drehscheibe gefertigt, manche auch in Formen ausgepresst 
seien. Dazu kommen noch eine Menge kleiner Objekte, Spinnwirtel, Perlen etc. 
aus Thon und Glas, sowie dünne Hornstangen. 
Auf dem Gelände des Gräberfeldes wurden ferner steinzeitliche Einzel 
funde und eine Wohngrube der jüngsten Hallstatt- oder älteren La Tene- 
Zeit aufgefunden, in welcher G. eine Fussbodenheizung nach Art der 
römischen Hypokausten erkennen zu können glaubt. Dr. A. Götze-Berlin. 
288. Gundermann: Die vorrömischen Bronzen aus Oberhessen in 
Giessen. Oberhess. Geschichtsverein. Fundbericht für die 
Jahre 1899—1901. Giessen 1902, S. 52—77. 
Eine Zusammenstellung der Bronzen erstens nach Fundorten und 
zweitens nach Gegenständen geordnet. Sie zeigt, das das behandelte Gebiet 
durchaus nicht arm an Bronzen ist. G. bemüht sich, bei einzelnen Gegen 
ständen durch genaue Beobachtung der Abnutzungsspuren etc. deren Gebrauch 
zu ermitteln. Bei den Arm- und Halsringen von relativ kleiner Öffnung 
nimmt er an, dass sie dem betreffenden Körperteil direkt angegossen wurden. 
Dr. A. Götze-Berlin. 
289. 0. Förtsch: Steinzeitlicher Fund von Schönefeld bei Blöns- 
dorf. Jahresschrift f. d. Yorgesch. d. sächs.-thür. Länder, 
1902. Bd. I, S. 75—79. 
Bei landwirtschaftlichen Arbeiten wurde eine halbkreisförmige Stein 
setzung aufgedeckt, in welcher 12 Thongefässe standen. Zwischen den 
Gefässen lagen ein kleines Feuersteinbeil, ein Bruchstück eines solchen zu 
einer Säge umgearbeitet, und ein flaches Bernsteinstück mit zwei Durch 
bohrungen. Yon den Gefässen blieben nur grössere Bruchstücke von drei 
Exemplaren und eine Anzahl ornamentierter Scherben erhalten. Die Ge 
fässe sind typische Yertreter der Gruppe der Kugel-Amphoren. Uber die 
Kombination von Stich- und Schnurverzierung, welche F. als besonders auf 
fällig hervorhebt, würde er das Nähere in meiner Arbeit über die Kugel- 
Amphoren (Zeitschr. f. Ethnol. 1900, S. 154 ff.) gefunden haben. 
Dr. A. Götze-Berlin- 
290. 0. Lüdecke: Über die Steinbeile der Umgegend von Halle 
a. S. Jahresschrift f. d. Yorgesch. d. sächs.-thür. Länder, 
1902. Bd. I, S. 1—15, Taf. I—II. 
Mineralogische Bestimmung der im Provinzial-Museum zu Halle be 
findlichen Steinbeile aus dortiger Gegend. Es sind folgende Materialien
        

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