Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

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B. Referate. Urgeschichte. 
spitzig), Eimerreifen, Bronzeohrringe mit hohlem Anhängsel. Ein ähnliches 
Grabfeld, wurde in Drslavic gefunden. — 7. Ansiedlung mit Burgwallkultur. 
Scherben, S-förmig endende slavische Schläfenringe (bis 8 cm im Durch 
messer), Eisengeräte und ein Solidus vom Regensburger Typus (XIII. Jahrh.). 
Dr. H. Matiegka-Prag. 
230. V. H.: Staroslov. hrob u Nämeste (Altslav. Grab bei Nämest 
— Olmütz, Mähren). Casop. vl. sp. muz. in Olmiitz, 1901. 
Bd. XVIII, S. 128. Mit 1 Taf. 
Grab mit Gefässen vom Lausitzer Typus, eiserner Lanzen- und Pfeil 
spitze, Pferdetrense und 2 Eisenbeilen (ohne Schaftloch, 1 mit Lappen, 
1 mit Querstange). Dr. IT. Matiegka-Prag. 
231. K. Fisara: Nälezy u Näkla (Funde bei Naklo, Mähren). 
Pravek, 1903. Bd. I, S. 21, mit Abb. 
Depotfund (3 Bronzesicheln) auf einer Ansiedlung vom Urnenfeldtypus 
bei Huncovic. — Hockergräber mit Säbelnadel. — Urnengräber aus der 
römischen Kaiserzeit. — 4 Skelettgräber der spätslavischen Zeit (Topf vom 
Burgwalltypus). Dr. II. Matiegka-Prag. 
232. A. Prochäzka: Nova jadeit. sekerka na Morave (Ein neues 
Jadeitbeilchen aus Mähren). Pravek, 1903. Bd. I, S. 23, 
mit Abb. 
57 cm langer Jadeitmeissei, wie solche in Mähren schon mehrfach 
(Jaroschau, Tucin, Kfepitzer Hradisko [2], Hödnitz, Freiberg, Bosenitzer 
Lhota, Lösch und ßosenitz) gefunden wurden. Dr. II. Matiegka-Prag. 
233. J. Kucera: Zärove hroby n Vlachovic (Brandgräber bei Vlacho- 
witz, Bez. Wall. Klobuk, Mähren). Pravek, 1903. Bd. I, S. 18. 
2 Gräber vom Lausitzer Typus mit Steinbelag, die einzigen aus dieser 
Gegend bekannten und die östlichst gelegenen in Mähren überhaupt. Typische 
Gefässe und Ornamente, Bronzenadel. -— 2 Hügelgräber mit Steinbelag und 
Asche, aber ohne Beigaben, konnten nicht datiert werden. 
Dr. H. Matiegka-Prag. 
5) Asien. 
234. F. v. Luschan: Prähistorische Bronzen aus Kleinasien. 
Globus, 1902, Bd. LXXXI, S. 295—301. 
Vor etwa 10 Jahren erwarb die vorderasiatische Abteilung der Kgl. 
Museen zu Berlin eine grössere Anzahl Bronzen, die angeblich in Soli- 
Pompeiopalis zusammen in einem Thongefässe gefunden sein sollen. Nach 
Besichtigung dieser Stelle hält v. Luschan die Angabe des Fundortes für
        

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