Volltext: Internationales Centralblatt für Anthropologie und verwandte Wissenschaften, 8.1903

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B. Referate. Urgeschichte. 
Pfahles gehöhlt sind, sondern dass man in ihrem Innern die natürliche, im 
grossen und ganzen vierseitige Markhöhle gewahrt, die an manchen Stellen,, 
besonders dort, wo der Knochen entzwei gebrochen wurde, sekundäre Be 
schädigung aufweist“. Buschan-Stettin. 
217. W. L. H. Duckworth: Note on the dispersive power of 
runnig water on Skeletons; with particular reference tu 
the skeletal remains of Pithecanthropus erectus. Proceed. 
of the Cambridge Philos. Society, 1902. Vol. XI, S. 433—436. 
Für die gelegentlich der Pithekanthropus-Diskussion angefochtene Be 
hauptung, dass der Schädel und das Femur dieses Wesens trotz der 50 Fuss 
Entfernung zusammengehören, verdient die vorliegende Beobachtung des 
Yerfassers Beachtung. Bei einem Ausflüge in das Sumpfplateau im Süd 
osten von Penmänmawr (Nord-Carnarvonshire) konnte er feststellen, dass 
in einem zur Zeit nur 4 Fuss breitem Bache, der aber zur Periode der Regen 
güsse und Schneeschmelze über seine Ufer tritt, die Humeri eines Pferdes 
153 Fuss von einander entfernt lagen (bei einem durchschnittlichen Ge 
fälle von 8°). Die Zugehörigkeit dieser Knochen zu einem Individuum 
war dadurch einwandsfrei zu erweisen, dass das eine der beiden Tiere, deren 
Knochen in dem Flussbett zerstreut lagen, deutliche Spuren einer Osteo- 
Arthritis erkennen Hessen. Da ein etwaiges Fortschleppen der Knochen 
durch wilde Tiere hier mit Sicherheit auszuschiiessen ist, so kann nur ange 
nommen werden, dass die Wassermassen des vorausgegangenen Winters 
dieses zustande gebracht haben müssen, wofür auch die Fundstelle der wegen 
ihrer Leichtigkeit am weitesten stromabwärts gespülten Rippen der Tiere 
schon sprechen würde. — Demnach kann auch an der Zusammengehörigkeit 
der Knochen des Pithekanthropus nicht mehr gezweifelt werden. 
Buschan-Stettin. 
B. Spcciclles, Funde. 
a) Belgien. 
218. J. Claerhout: Quelques objets en come et en os provenant 
de la Station palustre de Denterghem. Annales de la Soc. 
d’archeol. de Bruxelles, 1902. Bd. XYI, H. 1/2, S. 5 (avec 6 fig.). 
Die Konstruktion der vom Yerf. in den Jahren 1899 —1901 erforschten 
Pfahlbauten gleicht der von Ferd. Keller aus dem Baldegger-See (VIII. Pfahl- 
bautenber. Zürich 1879, S. 25) beschriebenen. Die Hütten ruhten danach 
auf einem Faschinen-Unterbau, der durch Geröll, Erde und Baumäste her 
gestellt war. Kleinere 0,6—1 m lange Pfähle dienten zum Zusammenhalten 
derselben, während grössere 3—4 m lange die Hütten trugen. Auch die 
aufgefundenen Geräte gleichen, den Abbildungen zufolge, durchaus den uns.
        

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